Datum: Samstag, 01.10.2016

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 2:1 (1:0)

Zuschauer: 110



Landesliga Sachsen • 6. Spieltag

FC Grimma – FC 1910 Lößnitz  2:1 (1:0)

Grimma: Evers – Schabram, Maruhn, Dietrich, Kurzbach – Radig, Brand – Jackisch, Schwarz, Wiegner – Jentzsch – Trainer: Wohllebe

Lößnitz: Köpsel – Frenzel, Schubert, Lehnard, Troschke – Lehmann, Samatov, Wölfel, Gräßler (ab 77. Prügner) – Werneke (ab 86. Liebold), Hauck – Trainer: Welwarsky

Schiedsrichter: Gundler (Chemnitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Sternkopf (Chemnitz), Fiebig (Burgstädt) – Tore: 1:0, 2:0 Jackisch (32., 83.), 2:1 Schubert (90.+2) – Gelbe Karten: Radig (Unsportlichkeit – 41.), Schwarz (Foulspiel – 67.), Dietrich (Foulspiel – 75.) – Werneke (Foulspiel – 56.), Hauck (Foulspiel – 58.), Lehnard (Foulspiel – 66.), Troschke (Foulspiel – 78.) – Reservebänke: Bache (Tor), Konzok, Gkouvas, Wagner, Rose – Lauckner – Zuschauer: 110 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

 

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat seinen positiven Trend fortgesetzt und bleibt im heimischen Stadion der Freundschaft weiterhin ohne jeden Punktverlust. Dank eines 2:1 (1:0)-Arbeitssieges gegen den Aufsteiger FC 1910 Lößnitz führen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe das Tableau der WEKU-Sachsenliga weiterhin an, mussten in den 90 Minuten jedoch alle Register ziehen um den hartnäckigen Neuling bezwingen zu können. Lößnitz erwies sich über die gesamte Spielzeit als ebenbürtiger Gegner, doch durch zwei Treffer von Christoph Jackisch (31., 83.) gerieten die Einheimischen auf die Siegerstraße. Der Gegentreffer von Schubert in der Nachspielzeit (90.+2) war zwar ärgerlich und durchaus vermeidbar, änderte jedoch nichts am vierten Heimsieg in der vierten Partie vor eigener Kulisse. Mit 16 von möglichen 18 Punkten kann man indes den Saisonstart der Muldestädter durchaus als gelungen betrachten. Am kommenden Samstag trifft man um 14.30 Uhr in der heimischen Arena im Achtelfinale des Wernesgrüner-Sachsenpokals auf den Drittligisten FSV Zwickau – ein echtes Bonusspiel für den FC. Vor hoffentlich guter Kulisse haben die Wohllebe-Schützlinge in diesem Match nichts zu verlieren und können gegen den haushohen Favoriten ohne jeglichen Druck aufspielen.

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Die Gäste aus dem Erzgebirge nahmen den Schwung des letztwöchigen 1:0-Heimsieges über Zwenkau (erster Sachsenliga-Erfolg in ihrer Geschichte) mit nach Grimma, den Einheimischen merkte man das Fehlen der Leistungsträger Rico Engler (Rotsperre), Stefan Tröger (Arbeit) und Benjamin Wagner (angeschlagen auf der Bank) über die komplette Spielzeit an. So ließ Lößnitz den Ball ganz gefällig durch die eigenen Reihen laufen, doch spätestens vor dem Grimmaer Strafraum war Endstation. Gefährlicher waren da zweifelsohne die Gastgeber. So strich zunächst ein Schuss von Robin Brand nach einer undurchsichtigen Situation am Gäste-Strafraum knapp am Tor vorbei (6.), anschließend fand Jackisch nach einem Freistoß in Lößnitz-Keeper Köpsel seinen Meister (13.). Doch insgesamt hatten es die Gastgeber schwer, zielstrebige Offensivaktionen zu starten, da Lößnitz im Defensivverbund sehr geordnet und diszipliniert agierte. Nichtsdestotrotz waren es einzig die Muldestädter, die ab und an gefährlich wurden. So zeigte sich Köpsel nach einem Schuss von Kevin Wiegner auf der Hut (17.), bei einem Schrägschuss von Jackisch fehlten die berühmten Zentimeter (22.). Der Neuling zeigte sich zwar spielerisch weiterhin durchaus gefällig, doch blieben die Gäste im Offensivbereich weiterhin harmlos. Die Ausnahme bildete da ein Versuch des Ex-Zwickauers Werneke, wobei Jan Evers im Grimmaer Gehäuse hier glänzend reagierte (39.). So war die Führung der Platzherren insgesamt nicht unverdient. Nachdem zunächst Dennis-Sven Radig mit einem Distanzschuss an Köpsel scheiterte, gelangte die Kugel im Anschluss daran zum an der Strafraumgrenze lauernden Jackisch, der den Gäste-Keeper mit einem Schuss ins kurze Eck überwand – 1:0 (32.). Sequenzen vor dem Pausenpfiff hätten die Einheimischen dann sogar noch erhöhen können. Glänzend von Jackisch auf der linken Seite per flacher Eingabe eingeleitet, machte der im Sturmzentrum einlaufende Wiegner beim Torabschluss zwar alles richtig, doch bewahrte Köpsel seine Mannschaft mit einem Blitzreflex vor dem zweiten Gegentreffer (44.).

Auch in den zweiten 45 Minuten änderte sich am Spiel recht wenig. Den Muldestädtern fehlte es durch den Ausfall von Tröger und Engler an Stabilität und Zugriff im Mittelfeld, so dass Lößnitz weiter munter mitspielte. Und so hatten die Gäste nach Wiederanpfiff auch die erste Gelegenheit, doch konnte Evers in Zusammenarbeit mit Stefan Maruhn den frei durchgebrochenen Hauck im letzten Moment bremsen (48.). Auf der Gegenseite hatte Wiegner die große Möglichkeit zu erhöhen, als er um ein Haar von einem folgenschweren Fehlpass von Gräßler profitierte, den gut aufgelegten Köpsel jedoch nicht bezwingen konnte (53.). In der Folgezeit spielte sich das Geschehen fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab – eine Unmenge von Zweikämpfen prägte fortan die zerfahrene und hektische Partie. Grimma hatte Mühe konstruktive Offensivaktionen zu kreieren, die Erzgebirgler bleiben weiterhin voll auf Augenhöhe, ohne dabei jedoch zwingend zu werden. Jedoch sollte sich dies in der Schlussviertelstunde ändern. Gräßler auf Lößnitzer Seite läutete die spannende Endphase ein, als er einen zu kurz abgewehrten Ball aus der Distanz über die Querlatte zog (74.). Doch auch die Gastgeber wurden nun wieder gefährlicher. Einen Jackisch-Freistoß fischte Köpsel aus der Torwartecke (79.), bei einem Schuss von Robert Schabram fehlte ebenfalls nicht viel (81.). Lößnitz setzte fortan alles auf eine Karte. Werneke hätte die einzige Schaltpause in der Grimmaer Hintermannschaft beinahe genutzt, doch Evers zeigte einmal mehr seine Klasse (82.). Quasi im Gegenzug machte die Wohllebe-Elf jedoch dann endgültig den Deckel drauf. Gäste-Akteur Wölfel passte im Spielaufbau die Kugel – zur Verwunderung seiner Mitspieler – von der rechten Seite quer in Richtung des eigenen Strafraumes, Jackisch erkannte die Situation blitzartig und ließ dem völlig überraschten Köpsel mit einem Flachschuss ins äußerste Eck nicht die Spur einer Chance – 2:0 (83.). Damit waren die Messen gelesen, der Arbeitssieg war in trockenen Tüchern. Doch kamen die Muldestädter nicht ohne Schönheitsfleck davon. Sekunden vor dem Abpfiff nutzte der Lößnitzer Schubert eine undurchsichtige Situation im Grimmaer Strafraum und verkürzte aus Nahdistanz zum 2:1-Anschlusstreffer (90.+2). Doch dies sollte am Heimsieg des Spitzenreiters nichts mehr ändern, Sequenzen später pfiff Schiedsrichter Gundler (Wittgensdorf) die intensive Partie ab.

Fazit: Ohne Glanz, jedoch mit harter Arbeit, löste man diese Heimaufgabe gegen einen sehr unbequemen Gegner. Der Grimmaer Substanzverlust war ohne die ausgefallenen Spieler unübersehbar, dies war für alle Zuschauer ersichtlich. Jedoch biss sich die Elf durch – die drei Punkte waren dafür der Lohn.

Tom Rietzschel

 

Grimma. Beim FC Grimma, Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, hat sich der FC Lößnitz am Samstagnachmittag teuer verkauft. Die Gäste aus dem Erzgebirge unterlagen mit 1:2 (0:1). Sie hätten allerdings, so die Einschätzung ihres Trainers Mike Welwarsky, mindestens einen Zähler verdient: „Bis auf die erste Viertelstunde waren wir die spielbestimmende Mannschaft. Da ist es dann einfach nur ärgerlich, wenn du mit leeren Händen heimfährst.“

Die Lößnitzer, die auf mehrere Stammkräfte verzichten mussten, betrieben hohen Aufwand, um die Kreise des Tabellenführers zu stören. „Grimma hatte in seinen bisherigen Heimpartien in der Saison immer wenigstens drei Treffer erzielt. Die Favoritenrolle war also vergeben“, sagte Welwarsky. Letztlich habe sich der Platzbesitzer im Ausnutzen seiner Möglichkeiten effektiv gezeigt und zweimal zugeschlagen (32./83.). Die Gäste konnten ihre Chancen, vor allem durch Karsten Werneke, nicht verwerten und kamen erst in der Nachspielzeit durch Maximilian Schubert zu einem Tor.

„Wir haben gezeigt, was wir können, aber zu wenig daraus gemacht“, fasste der FCL-Trainer die Partie zusammen. Zu seinem Fazit gehörte jedoch auch, „dass wir drei klare Elfmeter nicht bekommen haben: nach einem Handspiel und zwei Fouls“. Lößnitz liegt nun auf Rang 12.

Quelle: Freie Presse Erzgebirge

 

Grimma. Der FC Grimma und der FC Eilenburg marschieren weiter prächtig voran. Sie gewannen diesmal jeweils 2:1, die Grimmaer gegen Neuling FC Lößnitz, der FCE gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal. „Es war nur ein typischer Arbeitssieg, aber der zählt ja auch“, bemerkte FCG-Teambetreuer Tom Rietzschel trocken. Nachdem Christoph Jackisch zweimal getroffen hatte (32. und 83.), kamen die ziemlich wehrhaften Erzgebirgler allerdings erst in der Nachspielzeit zum Anschluss.

Quelle: Frank Müller • Leipziger Volkszeitung 


Die übrigen Ergebnisse

FC Eilenburg – VfL 05 Hohenstein-Ernstthal  2:1 (1:0)

Kickers 94 Markkleeberg – SG Taucha 99  4:1 (1:0)

VfB Zwenkau 02 – BSG Stahl Riesa  3:2 (3:2)

SV Einheit Kamenz – VfB Empor Glauchau  2:1 (1:1)

VfL Pirna-Copitz 07 – Reichenbacher FC  1:0 (1:0)

BSC Rapid Chemnitz – FV Eintracht Niesky  3:2 (1:0)

spielfrei:  BSC Freiberg