Datum: Samstag, 08.03.2014

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: La Ola-Bolzplatz, Bischofswerda

Ergebnis: 3:1 (1:1)

Zuschauer: 218



Landesliga Sachsen • 19. Spieltag

Bischofswerdaer FV 08 – FC Grimma  3:1 (1:1)

Bischofswerda: Keller – Schall, Rohmann, van Kolck, Weiss – Kubik – M. Dietze (ab 90.+3 Herrmann), Gries (ab 62. S. Dietze), Bachmann, Hamel (ab 68. P. Schmidt) – Töppel – Trainer: E. Schmidt

Grimma: Evers – Werner (ab 83. Mörtlbauer), Hausmann, Mattern, Kurzbach – Merseburger, Tröger – Wiegner, Jackisch, Schwarz (ab 75. Heusel) – Adam – Trainer: Wohllebe

Schiedsrichter: Krüger (Leipzig) – Schiedsrichter-Assistenten: Thieme, Wadewitz (beide Leipzig) – Tore: 1:0 M. Dietze (22.), 1:1 Merseburger (25.), 2:1, 3:1 Töppel (71., 90.+2) – Gelbe Karten: Keller (Unsportlichkeit – 26.), Bachmann (Foulspiel – 38.), Rohmann (Meckern – 58.), Gries (Foulspiel – 60.) – Adam (Unsportlichkeit – 26.), Tröger (Foulspiel – 28.), Jackisch (Foulspiel – 61.), Hausmann (Foulspiel – 78.) – Reservebänke: Babieczko (Tor), Kaboth, Fließbach – Neudel (Tor), K. Wimberger – Zuschauer: 218 am La Ola-Bolzplatz (Kunstrasen) zu Bischofswerda

 

Bischofswerda. Nach sechs ungeschlagenen Spielen – davon fünf Unentschieden – hat es Sachsenligist FC Grimma wieder einmal erwischt. Beim ambitionierten Bischofswerdaer FV unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe verdientermaßen mit 1:3 (1:1) und konnten somit nach dem Heimsieg über Stollberg nicht wunschgemäß weiter anschreiben. Die Oberlausitzer erwiesen sich in den gesamten 90 Minuten als besseres Team, agierten geradliniger, zielstrebiger und gefährlicher, so dass der Sieg der Gastgeber insgesamt in Ordnung geht. Die Gäste konnten pro Halbzeit jeweils eine hundertprozentige Möglichkeit nicht verwerten – vielleicht wäre sonst ein anderes Resultat möglich gewesen. Insgesamt gilt es die Niederlage gegen einen besseren Gegner zu akzeptieren und dementsprechend auszuwerten, um am kommenden Samstag das wichtige Heimspiel gegen die BSG Stahl Riesa erfolgreich bestreiten zu können.

Von Beginn an war den Gastgebern der unbedingte Wille anzumerken, die 0:4-Hinspiel-Klatsche in Grimma vergessen zu machen. Die Gäste waren zunächst im Defensivbereich komplett gebunden. Bereits nach sechs Minuten musste man im Grimmaer Lager erstmals durchatmen als M. Dietze nach einer Bachmann-Eingabe knapp verzog. Spielerisch gehört Bischofswerda erwartungsgemäß zu den Top-Drei der Sachsenliga, doch versuchte man zunächst immer wieder vor allem mit Standardsituationen auf die lang aufgeschossenen Kubik, Rohmann und van Kolck zum Erfolg zu kommen. Die Muldestädter kamen in der Anfangsphase nur selten zur Entlastung. Ein Distanzschuss von Tröger, welcher knapp über den BFV-Kasten strich (8.), bildete da eine Ausnahme. Doch mit fortlaufender Spielzeit hatten sich die Gäste deutlich besser auf die Oberlausitzer eingestellt. Als die erste Druckperiode der Gastgeber beendet schien, war es dann um die Grimmaer doch geschehen. Als man den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte, nutzte M. Dietze dieses Geschenk gnadenlos aus und brachte den ehemaligen DDR-Oberligisten in Führung – 1:0 (22.). Doch diesen Schock verdauten die Gäste recht gut. Drei Minuten später kam die Wohllebe-Elf zum schnellen Ausgleich. Nach einem langen Ball von Torhüter Evers war die Bischofswerdaer Hintermannschaft total überrumpelt – Merseburger behielt frei vor Keller kühlen Kopf und glich zum 1:1 aus (25.). Eine Minute später hätte man die Partie sogar ganz drehen können. Wunderbar von Adam in Szene gesetzt, schaffte es der völlig freie Wiegner diesmal jedoch nicht, die Kugel vorbei an Keller ins Tor zu bugsieren (26.). Die Gäste hatten nun ihre beste Phase, der Ausgleich beflügelte etwas. Nach einer Flanke von Werner senkte sich ein Kopfball von Jackisch gefährlich in Richtung Tor, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (29.). Doch die Gastgeber legten kurz vor dem Seitenwechsel nochmal einen Gang zu. Nach einem gelungenen Spielzug rettete Evers im Grimmaer Gehäuse grandios gegen M. Dietze (41.), anschließend verzog Bachmann nach einer flachen Töppel-Eingabe nur knapp (43.).

Auch im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber das spielbestimmende Team. Nach einem Distanzschuss von Hamel, welcher knapp am FCG-Tor vorbei strich (47.), hörte man ein allgemeines Raunen rund um den engen Kunstrasenplatz. Doch die Gäste wehrten sich und hatten wenig später zwei gute Möglichkeiten – davon eine hundertprozentige. Zunächst wollte Tröger den nach einer Rettungsaktion noch nicht wieder ins Tor zurückgekehrten Keller aus dem Halbfeld mit einem Heber überwinden, doch fehlte es hierbei leider an der Genauigkeit (55.). 180 Sekunden später dann die dickste Grimmaer Möglichkeit: Nachdem sich Tröger resolut im Zweikampf durchsetzte, haute zunächst der einschussbereite Adam über den Ball und der heranbrausende Schwarz schlenzte die Kugel völlig freistehend über den Querbalken (58.). Eine Führung hätte natürlich vieles erleichtert, doch es kam alles ganz anders. Als die Zuschauer schon langsam unruhig wurden und die Gastgeber sich langsam die Zähne an der Hintermannschaft der Muldestädter ausbissen, sollten die Gäste erneut ins Hintertreffen geraten. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Grimmaer Strafraum sprang die Kugel per Zufall in den Lauf von Töppel, der sich frei vor Evers nicht zweimal bitten ließ und zum 2:1 einnetzte (71.). Kurz darauf versuchte sich abermals Töppel mit einem Freistoß, doch zischte das Streitobjekt knapp am Tor vorbei (76.). Bischofswerda hatte nach der erneuten Führung alles im Griff, Grimma fehlte es an diesem Tag offensiv an Mitteln, um noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Zwar setzte Tröger einen zu kurz abgewehrten Ball knapp drüber (77.) und Jackisch einen Freistoß genau in die auffangbereiten Hände von BFV-Keeper Keller (85.), doch entstand hierbei jeweils nur ein Hauch von Torgefahr. Die Gäste packten in der Schlussphase die Brechstange aus und lockerten die Defensive vollends – ohne Erfolg. Bischofswerda hatte nun riesige Konterräume, womit kurz vor Schluss die endgültige Entscheidung herbei geführt werden sollte. Scheiterte Töppel zunächst aus spitzem Winkel am gut reagierenden Evers (86.), schloss abermals Töppel Sekunden vor dem Abpfiff einen weiteren Schnellangriff zur 3:1-Entscheidung mustergültig ab (90.+2.).

Fazit: Die Gäste zogen sich zwar achtbar aus der Affäre. Doch wer gegen einen solchen Gegner seine klaren – wenn auch wenigen – Chancen nicht resolut nutzt, kann mit einem Punktgewinn nicht rechnen. Aufgrund der größeren Spielanteile gewannen die Oberlausitzer absolut verdient und werden sich in der Tabelle bis zur Endabrechnung Mitte Juni mit Sicherheit noch etwas nach vorn schieben. Für die Muldestädter gilt es aus dieser Partie die richtigen Lehren zu ziehen und am Samstag gegen Riesa wieder richtig Gas zu geben.

Tom Rietzschel

 

Bischofswerda. Trainer Schmidt nahm im Vergleich zur Vorwoche in Radebeul drei Änderungen vor. Für den verletzten Heine rückte der wieder genesene Töppel in die Startelf. Dazu rückte Gries für Schmidt und M. Dietze für Kaboth in die Mannschaft. Die ersten Minuten waren vom gegenseitigen Respekt beider Teams geprägt. Immerhin konnte Grimma die letzten drei Punktspiele alle gewinnen und so war unsere Mannschaft gewarnt. Die erste Gelegenheit im Spiel bot sich Bachmann. Nach schönem Zuspiel von M. Dietze kam er im Strafraum zum Schuss. Er wurde er von einem Grimmaer Abwehrspieler hart attackiert, so dass der Ball knapp am Tor vorbei rollerte. Das grenzwertige Einsteigen bewertete Schiri Krüger nicht als Strafstoß (6.). Die nächsten Minuten wurde das Spiel sehr zerfahren. Der BFV bekam seinen Spielaufbau selten durch und Grimma hielt vor allem mit robuster Zweikampfführung dagegen. Dazu pfiff der kleinliche Schiedsrichter viele normale Zweikämpfe auf beiden Seiten weg, so dass kein richtiger Spielfluss zu Stande kam. Also mussten individuelle Fehler herhalten. Den ersten machte Grimma. Nach einem eigenen Einwurf in Tornähe klaute der schnelle M. Dietze seinen Gegenspieler den Ball. Frei vor Gästekeeper Evers behielt er die Nerven und lochte zur Führung ein (22.). Die Freude über dieses Tor währte aber nur kurz. Evers schlug einen Ball weit in die Schiebocker Hälfte. Kubik verschätzte sich total und zum Entsetzen aller rutschte auch noch Keller im BFV-Tor aus. So hatte Merseburger keine Mühe, den Ball ins leere Gehäuse zu schießen. Ein unglaubliches Gegentor! Der BFV jetzt etwas von der Rolle und eine Minute später konnte Keller gerade noch so gegen Adam klären. Das anschließende Scharmützel beider Spieler ahndete Schiri Krüger mit Gelb für beide. Kurz vor der Pause dann noch zwei gute Gelegenheiten für den BFV. Erst scheiterte M. Dietze nach endlich mal gutem Direktspiel mit Töppel an Evers im Grimmaer Tor (40.). Gleich darauf hatte Bachmann Pech, das sein Versuch nach einem kurz ausgeführten Eckball nicht zum Erfolg führte. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann gleich mit einem Aufreger. Hamel kam nach einem Eckball aus 18 Metern zum Schuss, aber sein Geschoss streifte knapp am Tor vorbei. Der BFV weiter um Ordnung bemüht und jetzt mit einem besseren Zweikampfverhalten. Im Mittelfeld wurde verbissen gekämpft und die jeweiligen Sturmspitzen hatte es schwer sich durchzusetzen. Es gab auch die eine oder andere Nicklichkeit. Diese bestrafte Schiri Krüger mit insgesamt acht gelben Karten, die zu gleichen Teilen an beide Teams verteilt wurden. Grimma hielt aber voll dagegen und so hatten sie wenig später die Führung auf dem Fuß. Van Kolck kam im eigenen Strafraum zum Fall, ein Freistoßpfiff ertönte nicht und so kam das Spielgerät genau auf den Fuß von Tröger, der aus zehn Metern zentral übers Tor schießt. Glück in dieser Situation für die Einheimischen (58.). Das war eine Art Weckruf, denn nun übernahm der BFV wieder das Zepter. Auf der Bank reagierte man zudem mit neuem Personal. S. Dietze und Schmidt kamen für Hamel und Gries. Gerade Routinier S. Dietze zeigte sich mit guten Zweikampfverhalten für einige Balleroberungen verantwortlich. Eine dieser war dann auch der Ausgangspunkt zur Führung für den BFV. S. Dietze passte auf Namensvetter M. Dietze und der bediente Töppel an der Strafraumgrenze. Dieser ließ mit einem satten Linksschuss Evers im Kasten der Gäste keine Chance (71.). Grimma versuchte zwar wieder auszugleichen, aber die BFV-Abwehr hatte sich nun stabilisiert und lies kaum mehr Zählbares zu. Der BFV verteidigte die Führung bis in die Schlussphase hinein ohne große Mühe. Selbst hatte man noch einige Möglichkeiten (Töppel, Bachmann), um das Spiel zu entscheiden. Aber das gelang erst in der Nachspielzeit. Nachdem Grimma alles riskierte, konterte der BFV über Bachmann. Der spielte Töppel frei und dieser ließ sich nicht mehr stoppen und er überwand Evers zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (92.). Die Entscheidung war gefallen und wenige Minuten später pfiff der nicht souverän leitende Schiri René Krüger aus Leipzig das Spiel ab.

Fazit: Grimma präsentierte sich als der erwartet schwere Gegner. Der BFV zu Beginn viel zu hektisch und fehlerhaft. Aber mit zunehmender Spieldauer und vor allem nach der 2:1-Führung wieder sicherer agierend. Und mit Töppel stand der Mann des Tages in den Reihen der Schiebocker.

Quelle: www.bfv08.de

 

Bischofswerda. Der Bischofswerdaer FV kam am 19.Spieltag der Fußball-Landesliga zu einem 3:1 (1:1)-Heimsieg über den FC Grimma. Vor 218 Zuschauern trafen Maximilian Dietze (22.) und Benno Töppel (71., 90.+2) ins Schwarze, Merseburger markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich (25.).

Der BFV spielte gegen Grimma zum vierten Mal in dieser Serie auf dem städtischen Kunstrasenplatz – und feierte den vierten Sieg. Und der dürfte den Schützlingen von Trainer Erik Schmidt wie Öl runtergegangen sein, schließlich war man bei den letzten drei Auftritten gegen die Muldestädter leer ausgegangen. Vor allem die Rückkehr von Töppel, der eine Woche zuvor in Radebeul (0:0) aufgrund einer Bänderdehnung noch fehlte, zahlte sich doppelt aus. So konnte auch der Ausfall von Sebastian Heine (sechs Saisontore), der aufgrund einer Rippenprellung fehlte, kompensiert werden.

Da zur gleichen Zeit der FSV Zwickau II sein Heimspiel gegen den FC Eilenburg (2.) mit 1:3 verlor, zogen die Bischofswerdaer an den Westsachsen vorbei auf Tabellenplatz sechs nach vorn. Der BFV war über weite Strecken tonangebend und Grimma mit dem Pausen-Remis gut bedient. Maximilian Dietze (5., 40.) und Kapitän Eric Bachmann (42.) verpassten ihre Chancen, für einen Vorsprung zu sorgen. Auf der Gegenseite klärte Torwart Enrico Keller gegen Wiegner, der frei zum Schuss kam (27.).

Im zweiten Abschnitt fehlte zunächst Gerrit Hamel etwas Schussglück, ehe der agile Töppel seine Torgefährlichkeit eindrucksvoll demonstrierte. Nach der 2:1-Führung beherrschten die Platzbesitzer das Geschehen eindeutig und können mittlerweile mit sieben von neun möglichen Punkten von einem gelungenen Start ins Fußballjahr 2014 sprechen.

Quelle: Sächsische Zeitung


Die übrigen Ergebnisse

BSG Stahl Riesa – Radebeuler BC 08  2:1 (1:1)

FSV Zwickau II – FC Eilenburg  1:3 (0:1)

Kickers 94 Markkleeberg – VfB Fortuna Chemnitz  1:4 (0:1)

SG Sachsen Leipzig – SV Einheit Kamenz  2:2 (1:0)

SV See 90 – Döbelner SC  1:1 (0:0)

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal – NFV Gelb-Weiß Görlitz 09  2:1 (1:1)

FC Stollberg – RB Leipzig II  1:3 (1:1)