Datum: Sonntag, 24.02.2002

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 2:0 (0:0)

Zuschauer: 411



NOFV-Oberliga Süd • 21. Spieltag

SV 1919 Grimma – VFC Plauen  2:0 (0:0)

Grimma: Winkler – Massner, Wohllebe, Zaulich, Ziffert, Schober, Beyer (ab 76. Pörschmann), Birnbaum, Liebich, Mähne, Müller – Trainer: Lisiewicz

Plauen: Golle – V. Berger, Dashi, Thaly, Krasselt, Richter, Schulze, G. Berger (ab 76. Th. Pannach), Curri, Spranger, Zapyshnyi (ab 78. Gemazashvili) – Trainer: Müller

Schiedsrichter: Reiche (Wolmirstedt) – Tore: 1:0 Müller (61.), 2:0 Liebich (78.) – Gelbe Karten: Beyer, Liebich, Schober – Krasselt, G. Berger – Gelb-Rote Karten: Thaly (Plauen) wegen Foulspiel/Unsportlichkeit (38.) – Zuschauer: 411 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

 

SV Grimma stiehlt dem Spitzenreiter die Show

Grimma. Wenigstens einen Punkt wöllte Rainer Lisiewicz mit seinen Oberliga-Fußballern zu Hause gegen Spitzenreiter .VFC Plauen einfahren. Für die drei, die es am Ende wurden, nahm der Grimmaer Coach sogar in Kauf, auf die Tribüne geschickt zu werden.

Eine umstrittene Strafstoßentscheidung in der 85. Minute hatte nicht nur sein Gemüt erregt. Der Plauener Arnd Spranger war im Grimmaer Strafraum zu Fall gekommen. Schiedsrichter Andreas Reiche sah dabei ein Foul – Elfmeter für den VFC. Da stand es allerdings bereits 2:0 für den Gastgeber. Mit dem Anschlusstreffer hätte Kapitän René Krasselt die Kräfte seiner Elf vielleicht noch einmal mobilisieren können. Doch Ronny Winkler im SV 1919-Gehäuse machte diese Chance zunichte. Wie seine Mannschaft auch allgemein dem Spitzenreiter im Stadion der Freundschaft die Show stahl.

In der Abwehr nicht wieder so viele Fehler machen, das hatte Trainer Rainer Lisiewicz vor dem Spiel gefordert. Gar nicht so einfach zu erfüllen, denn mit dem quirligen Skerdilaid Curri besaßen die Gäste einen Spieler, der immer wieder für Unruhe sorgte Und plötzlich standen da Gregor Berger, Andriy Zapyshni und René Krasselt frei (12.). Doch der Plauener Kapitän scheiterte bereits da – an der Querlatte.

Plauen hatte in der ersten Halbzeit zwar die bessere Spielanlage. Genutzt konnte die indes nicht werden. Ja, die Gäste verbauten sich den Weg wahrscheinlich selbst, als Karol Thaly für sein loses Mundwerk vom Schiri Gelb-Rot zu sehen bekam.

In der zweiten Halbzeit mit zehn Mann gegen den Wind spielend, musste Plauen den Gastgebern immer mehr die Offensive überlassen. Und die sollte sich für die Ziffert und Co. dann auch zahlenmäßig niederschlagen. Nach einem Freistoß kam Andy Müller an den Ball. Diesmal tat der Dribbler genau das Richtige – er hielt drauf und ließ Jens Golle im VFC-Gehäuse keine Chance (60.). Ganze zehn Minuten später hätte die Entscheidung fallen können. Doch Golle kratzte den Schuss von Holm Beyer noch von der Linie.

Wie gefährlich der VFC auch mit nur zehn Mann war, bewies Andriy Zapyshnyi (75.). Dessen Bemühen zum Torerfolg konnte nur mit vereinten Kräften auf der Linie bereinigt werden. Dann allerdings schlug die Stunde von Mirko Liebich. Wie schon gegen den VfB Chemnitz setzte der Grimmaer Stürmer zu einem langen Solo an, überlief die Plauener Abwehr, spielte Jens Golle aus und versenkte das Leder zum 2:0, Dank des überragenden Ronny Winklers blieb das ja dann auch der Endstand.

„Es nutzt uns nichts, wenn wir spielerische Vorteile haben“, erklärte Rainer Lisiewicz. „Diesmal sind auch die Tore. gefallen. Dank einer sehr guten Leistung der gesamten Mannschaft.“

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

Grimma schafft Sensation: 2:0-Sieg gegen VFC Plauen

Grimma. Warum der Vogtländische Fußball-Club aus Plauen steht, wo er steht, blieb in Grimma unerklärt. Die 411 Fans fanden beim Spiel Hobby­Fußballer gegen Tabellenführer keine Unterscheidungsmerkmale, das 2:0 (0:0) für Grimma war logische Folge der 90 Minuten. Der VFC Plauen bleibt nach der ersten Pleite im 15. Spiel Erster (49 Zähler) vor Dynamo Dresden (48, 1:0 in Cottbus) und dem VfB Leipzig (47). Grimma hat Dresden, dem VfB und sich selbst geholfen, der Sieg schafft Distanz zur Abstiegszone. „Das beste Saisonspiel meiner Mannschaft“, freute sich Coach Rainer Lisiewicz über einen „absolut verdienten Sieg für uns.“

Der Mann stand wie sein Team unter Dauerstrom, flog fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einer Ausfälligkeit Richtung Schiri von der Trainerbank. „Das war nie ein Elfer“, ereiferte sich der Übungsleiter über eine Entscheidung aus Minute 85, als das Luftduell der Herren Heiko Pörschmann (Grimma) und Arndt Spranger in einen Elfmeter mündete. Sportkamerad Spranger ignorierte die Fußballerweisheit, wonach der Gefoulte besser nicht zur Tat schreitet und scheiterte an Ronny Winkler.

Dessen Vorderleute hatten die Ausrichtung des Trainers perfekt umgesetzt. „Wir wollten Plauen kommen lassen, Konterfußball spielen“, so Lisiewicz. „Das hat funktioniert.“ Das 2:0 durch Mirko Liebich fiel aus einem solchen Gegenstoß (78.). Vorher hatte Andy Müller eine unübersichtliche Situation im VFC-16er zur Führung genutzt (61.). Der VFC – nach einer allseits belächelten Gelb-Roten Karte für Karol Thaly (38.) dezimiert – biss sich an der von Steffen Ziffert glänzend sortierten Abwehr die Zähne aus.

Nico Kanitz, Mittelfeldmann des VfB, verließ das Stadion der Freundschaft mit einem Lächeln. „Jetzt sieht es doch wieder richtig gut aus für uns. Vielen Dank an Grimma.“ Kanitz, 21, macht sein Bleiben beim VfB vom Aufstieg in die Regionalliga abhängig. „Ich fühle mich in Leipzig wohl, will mich aber fußballerisch weiterentwickeln.“ Der 1. FC Magdeburg hat bereits die Fühler nach dem VfB-Eigengewächs ausgestreckt.

Quelle: Guido Schäfer • Leipziger Volkszeitung

  

VFC strauchelt in Grimma

Grimma. Der SV Grimma hat am 21. Spieltag im Heimspiel gegen den VFC Plauen für eine Überraschung gesorgt. Die Muldenstädter besiegten den Tabellenführer mit 2:0.

Der VFC zeigte sich von Beginn an couragiert. Krasselt traf mit einem Schuss aus Nahdistanz aber nur das Gebälk (12.). Die Vogtländer hatten in der 32. Minute Glück, als der Schiri nach einem Foul an Birnbaum im VFC-Strafraum, nicht auf Strafstoß entschied. Nur sechs Minuten später – Schock für den Tabellenführer: Thaly sah nach einem Foul an Wohllebe Gelb-Rot.

Nach der Halbzeit hatten die Mannschaft von Trainer Lisiewicz eine Kopfballchance durch Zaulich (48.), doch VFC-Keeper Golle war auf dem Posten. In der 61. Minute Gewühle im Strafraum der Plauener - Müller reagiert am schnellsten und schießt aus acht Metern Grimma in Front.

Anschließend setzte der VFC alles auf eine Karte: Zapyshnyis Schuss (74.) aus zehn Metern wird aber von Torwart Winkler pariert. Vier Minuten später dann der spielentscheidende Konter der Heimelf. Liebich überläuft die gesamte Plauener Abwehr, umspielt Torwart Golle und schießt die erlösende 2:0-Führung. Danach hatte der Tabellenführer Pech, da Winkler einen Elfer von Krasselt (85.) halten konnte.

Quelle: www.mdr.de


Der Spieltag in der Übersicht

VfB Leipzig – VfB Chemnitz  2:0 (2:0)

Hallescher FC – FC Sachsen Leipzig  2:1 (1:1)

FC Energie Cottbus Amat. – 1. FC Dynamo Dresden  0:1 (0:1)

FSV Zwickau – BSV Eintracht Sondershausen  0:0

OFC Neugersdorf – FV Dresden Nord  1:1 (1:0)

FSV Hoyerswerda – VfB Zittau  2:1 (0:0)

SV Braunsbedra – SV Wacker 07 Gotha  1:3 (1:2)