FC Grimma

Startseite | Sitemap | Fan-Artikel | Impressum

Spielberichte

Samstag, 22. Juli 2017
Gegen Ende leichtes Spiel – Grimma bezwingt Oberligisten klar mit 6:2 (2:1)

Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – VfL Halle 96 6:2 (2:1)
Grimma: Evers (ab 46. Birkigt) – Schlüter, Maruhn (ab 46. Bouamama), Dietrich, Kurzbach (ab 46. Ziffert) – Schwarz (ab 46. Tröger), Theinert – Markus, Engler, Jackisch (ab 46. Radig) – Brand – Trainer: i.V. Nehring
Halle 96: Stamer (ab 46. Ignorek) – Hahn (ab 61. Englich), Schunke, Schiller, Shoshi (ab 52. Soyk) – Soueidan (ab 61. Shaderi), Niesel (ab 52. Kowalewicz), Renner, Nkem – Zimmermann, Worbs – Trainer: Behring
Schiedsrichter: Rohland (Borna) – Schiedsrichter-Assistenten: Görke (Naunhof), Schneider (Thallwitz) – Tore: 1:0 Engler (1.), 2:0 Jackisch (5.), 2:1 Nkem (30.), 3:1 Markus (51.), 4:1 Engler (57.), 5:1 Brand (74.), 6:1 Jackisch (80.), 6:2 Soyk (88.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 35 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Nach den ersten zwei harten Trainingswochen hat sich Sachsenligist FC Grimma im dritten Testspiel äußerst positiv präsentiert. Gegen den Oberligisten VfL Halle 96 gewannen die Muldestädter sicher mit 6:2 (2:1) und präsentierten sich dabei in sehr guter Frühform. Das überraschend hohe Ergebnis entspricht ebenfalls völlig dem Spielverlauf, die Gäste von der Saale machten es den Gastgebern – speziell in Durchgang zwei – auch teilweise recht einfach. Nichtsdestotrotz, sechs Treffer gegen einen höherklassigen Gegner möchten erst einmal erzielt werden. Ein Lob gilt dabei der gesamten Truppe, auch wenn man das Resultat letztlich aufgrund der Vorbereitungszeit nicht überbewerten wird. In den kommenden Trainingswochen gilt es weiterhin konzentriert zu arbeiten, um in 14 Tagen beim Pokalauftritt beim BSV Gelenau auf den Punkt topfit zu sein. Das nächste Testspiel lässt dagegen nicht lange auf sich warten. Bereits am Mittwoch ist der nächste Oberligist zu Gast in Grimma. Dann empfangen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe um 19.00 Uhr im heimischen Stadion der Freundschaft mit dem Bischofswerdaer FV den letztjährigen Tabellendritten sowie eine extrem spielstarke und physisch starke junge Elf. Für die Muldestädter wird dies ein weiterer echter Gradmesser in der Vorbereitung werden.
Schiedsrichter Jens Rohland (Borna) hatte die Partie kaum freigegeben, da legten die Einheimischen los wie die Feuerwehr. Gekonnt leitete Vincent Markus einen Diagonalpass von Christoph Jackisch direkt in den Lauf von Rico Engler weiter, welcher anschließend VfL-Schlussmann Stamer per Lupfer überwand – 1:0 (1.). Doch damit noch nicht genug. Vier Minuten später bediente Robin Brand den rechtzeitig startenden Jackisch, der mit einem platzierten Flachschuss auf 2:0 erhöhte (5.). Wer etwas zu spät ins Stadion der Freundschaft anreiste, verpasste damit einen Grimmaer Blitzstart. Der Oberligist musste sich erst einmal kräftig schütteln, allzu überrascht zeigten sich die Gäste von den Anfangsminuten des FC. Doch mit fortlaufender Spielzeit kamen die Saalestädter etwas besser in die Begegnung. Zimmermann setzte das erste Achtungszeichen der Hallenser, der seinen Kopfball nach einem Freistoß jedoch über den Querbalken setzte (6.). Die Einheimischen nahmen in der Folgezeit den Fuß etwas vom Gaspedal und verwalteten zunächst erst einmal das Ergebnis. Zwingende Offensivaktionen wurden erst einmal weniger, ein Distanzschuss von Max Theinert, welcher knapp am Tor vorbeipfiff, bildete dabei die Ausnahme (27.). Und ehe man sich versah, kamen die Gäste zum Anschlusstreffer. Zunächst profitierte Soueidan auf der rechten Seite von einem Missverständnis zwischen Oliver Kurzbach und Michel Schwarz, den anschließenden flachen Querpass versenkte Nkem aus Nahdistanz mühelos zum 2:1 (30.). Die Gäste witterten nun Morgenluft, doch allzu zwingend wurde der VfL kaum. Einzig Worbs besaß von halbrechter Position noch eine gute Schussmöglichkeit, doch brauchte Jan Evers im Grimmaer Tor hier nicht einzugreifen (36.). In den Minuten bis zur Halbzeit konnten die Platzherren dann ihre leichte schöpferische Pause wieder ablegen. Man verlagerte das Geschehen wieder mehr in die Hälfte des Gegners und baute wieder Druck auf. Nach einem Gäste-Fehler im Spielaufbau erhöhte der allein auf das Hallenser Tor zulaufende Brand zwar auf 3:1, doch aufgrund eines Foulspiels von Jackisch am Rande des Geschehens fand der Treffer zurecht keine Anerkennung (41.).
Zielstrebig nahmen die Gastgeber den Schwung aus der Endphase der ersten Hälfte mit in die zweiten 45 Minuten. Und ähnlich wie in Durchgang eins erwischten die Platzherren wiederum einen Blitzstart. Nachdem sich Brand dank einer wahren Energieleistung sehenswert auf der linken Seite durchsetzen konnte, fand dieser den mitgelaufenen Markus, der VfL-Keeper Ignorek mit einem leicht abgefälschten Schuss keine Chance ließ – 3:1 (51.). Dieser Gegentreffer hinterließ beim Gast deutliche Signalwirkung, ehe man sich versah musste der Oberligist kurz darauf den Ball erneut aus dem Netz holen. Zeigte sich Ignorek zunächst bei einem Heber von Engler auf der Hut (52.), legte Brand die Kugel – nach vorheriger hervorragender Einzelleistung von Jackisch – glänzend unter Bedrängnis erneut auf Engler ab, der sich aus zentraler Position quasi die Ecke aussuchen konnte – 4:1 (57.). Die Gegenwehr der Gäste wurde fortan nun immer weniger, von diesen beiden Nackenschläge konnte sich der VfL kaum erholen. Soyk scheiterte am gut reagierenden Pascal Birkigt im FC-Gehäuse (62.), ein Freistoß von Zimmermann pfiff am Grimmaer Gehäuse vorbei (72.) – dies war es schon, was die Gäste offensiv zustande brachten. Grimma beherrschte die Szenerie nun nach Belieben, agierte weiterhin spielerisch durchaus anspruchsvoll und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Perfekt hebelte Jackisch mit einem Pass in die Tiefe die komplette VfL-Hintermannschaft aus – der an diesem Tag alles überragende Robin Brand erlief sich die Kugel, umkurvte anschließend Ignorek und schob das Streitobjekt zum 5:1 ins leere Gehäuse (74.). Zwei Minuten später lag den Fans erneut der Torschrei auf den Lippen, doch pfiff ein Flachschuss von Jackisch haarscharf am langen Eck vorbei (76.). Auf der Gegenseite deuteten die Gäste dann jedoch einmal noch ihre Gefährlichkeit an, doch konnte Zimmermann abermals Birkigt nicht überwinden (77.). Allerdings blieb es dabei, dass die Einheimischen fortan leichtes Spiel hatten, der VfL gab sich mehr und mehr auf. Nachdem sich Stefan Tröger resolut an der gegnerischen Torauslinie durchsetzen konnte, bediente Kurzbach den an der Strafraumgrenze lauernden Jackisch, der Ignorek mit einem platzierten Flachschuss überwand – 6:1 (80.). Doch auch mit diesem halben Dutzend gegen einen höherklassigen Gegner war der Grimmaer Torhunger noch nicht gestillt. Zunächst traf Toni Ziffert von halblinker Position nur den Außenpfosten (84.), anschließend verfehlte ein Kopfball von Brand nach vorheriger Ecke von Dennis-Sven Radig knapp das Ziel (90.). Den Schlusspunkt setzten allerdings die Hallenser, die dabei von einem individuellen Fehler der Gastgeber profitierten. Der bis dahin gut mitspielende FC-Keeper Birkigt verschätzte sich beim Herauslaufen – Soyk nahm das Geschenk nach Zuspiel von Zimmermann gern an und verkürzte zum 6:2-Endstand (88.).
Tom Rietzschel

Sonntag, 16. Juli 2017
Klare Steigerung nach δuίerst schwachen 45 Minuten

Robin Brand (Nr. 9) leitet hier mit dem 1:0 zu Beginn der 2. Halbzeit den Sieg ein
Foto: Karsten Hannover – Grimma

WEKU-Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – FC Bad Lausick 1990 7:1 (0:0)
Grimma: Evers – Schlüter, Maruhn (ab 46. Bouamama), Dietrich, Kurzbach (ab 55. Szepesi) – Tröger, T. Ziffert (ab 46. Engler) – Radig (ab 46. Markus), Schwarz, Henze (ab 46. Jackisch) – Wedehase (ab 46. Brand) – Trainer: Wohllebe
Bad Lausick: Walper (ab 46. Kutzner) – Uebe, Berthold, Richter, Wurche (ab 59. G. Ehrlich) – Ruppelt, E. Ziffert, Streubel, Wild – J. Dust, Th. Dust (ab 75. Großmann) – Trainer: Vierig
Schiedsrichter: Thamke (Großbothen) – Schiedsrichter-Assistenten: Müller (Mutzschen), Weidlich (Otterwisch) – Tore: 1:0 Brand (46.), 2:0 Engler (50.), 3:0 Markus (52.), 4:0 Jackisch (68.), 5:0 Engler (71.), 6:0 Jackisch (75.), 6:1 Großmann (85.), 7:1 Brand (87.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 45 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. 45 Minuten pfui hoch drei, dann 45 Minuten durchaus hui – Sachsenligist FC Grimma hat nach der 1:3-Testspielniederlage am Mittwoch gegen den Regionalliga-Aufsteiger BSG Chemie Leipzig seine zweite Vorbereitungspartie erfolgreich gestaltet. Gegen den Landesklassisten FC Bad Lausick siegten die Muldestädter im heimischen Stadion der Freundschaft klar mit 7:1 (0:0). Was die Elf jedoch in den ersten 45 Minuten zu leisten vermochte, wird schnell unter dem Mantel des Schweigens eingehüllt. Auch wenn die Mannschaft erst seit Montag im Training ist, war die gezeigte Vorstellung in Hälfte eins nicht einmal im Ansatz das, was Trainer Daniel Wohllebe im Vorfeld als Marschrichtung ausgab. Dies war schlichtweg einfach viel zu wenig, Anlass zur deutlichen Kritik war in der Halbzeitpause mehr als angebracht. Im zweiten Durchgang war dann viel mehr Tempo im Spiel des Sachsenligisten, man agierte viel spielfreudiger, so dass die Grimmaer nach den 90 Minuten letztlich einen standesgemäßen Sieg verbuchen konnten. Während die – auch trotz des klaren Rückstandes – stets fairen Kurstädter am kommenden Samstag (22.07.) um 14.00 Uhr beim Sachsenligisten VfL 05 Hohenstein-Ernstthal ihre nächste Vorbereitungspartie absolvieren, testen die Wohllebe-Schützlinge zeitgleich im heimischen Stadion der Freundschaft gegen den Oberligisten VfL Halle 96.
In Hälfte eins waren die Muldestädter jedoch ziemlich weit davon entfernt, was man sich vor der Begegnung vorgenommen hatte. Zwar hatte Rocky Wedehase die erste Möglichkeit, als er nach einem Solo an Daniel Walper im Gehäuse der Kurstädter scheiterte (7.), doch insgesamt wirkte man viel zu pomadig, ohne Tempo agierend und spielte viel zu kompliziert. Man verzettelte sich immer wieder in Einzelaktionen, so dass es die anfangs kompakten Gäste nicht allzu schwer hatten, ihr Tor zu verteidigen. Stattdessen hatten die Kurstädter nach folgenschweren Grimmaer Ballverlusten selbst zwei gute Möglichkeiten. Zunächst strich ein Schuss von Jeremy Dust knapp über den Querbalken (9.), kurz darauf zielte Kevin Ruppelt nach einem Sololauf, allein vor Grimmas Keeper Jan Evers auftauchend, etwas zu ungenau (12.). Die Gastgeber hatten im Spiel nach vorn extrem viel Luft nach oben, konstruktive Offensivaktionen waren an einer Hand abzuzählen. So scheiterte Franz Henze mit einem Distanzschuss am gut reagierenden Walper (20.), bei einer gefährlichen Eingabe von Michel Schwarz von der linken Seite rettete Richter in höchster Not (34.). Die beste Gelegenheit vor der Pause ließ jedoch erneut Wedehase verstreichen, der, nachdem er von Dennis-Sven Radig gut eingesetzt wurde, allein auf das Gehäuse zulaufend, die Kugel allerdings am Kasten vorbeisetzte (45.+1). Insgesamt war die Vorstellung des Sachsenligisten in den ersten 45 Minuten jedoch absolut enttäuschend. Da kann auch der Fakt, erst in dieser Woche mit dem Training begonnen zu haben und eine Reihe neuer Spieler integrieren zu müssen, nicht als Ausrede geltend gemacht werden.
In den zweiten 45 Minuten sah man dann eine wie verwandelt wirkende Grimmaer Mannschaft. Mit den Einwechslungen von Christoph Jackisch, Robin Brand, Rico Engler und Vincent Markus kam sofort viel mehr Tempo ins Offensivspiel der Muldestädter. Innerhalb von sechs Minuten nach Wiederanpfiff hatte der Favorit einen 3:0-Vorsprung herausgearbeitet. Zunächst köpfte Brand nach guter Vorarbeit von Tröger per Kopfball-Bogenlampe zum 1:0 ein (46.), anschließend setzte der Torschütze sehenswert den durchlaufenden Engler in Szene, der Kutzner per Heber zum 2:0 überwand (50.). Als Jackisch kurz darauf den rechtzeitig startenden Markus glänzend bediente, blieb dieser im Eins-gegen-Eins-Duell mit Kutzner der Sieger und erhöhte auf 3:0 (52.). Damit hatten die Gastgeber binnen kurzer Zeit gezeigt was möglich ist, in der Folgezeit wurde es quasi ein Spiel auf ein Tor. Zunächst zielte Engler nach guter Vorarbeit von Bence Szepesi etwas zu hoch (56.), anschließend konnte Brand, nach hervorragendem Markus-Querpass, Bad Lausicks Schlussmann Kutzner aus Nahdistanz nicht überwinden (57.). Sequenzen später fehlten bei einem Jackisch-Versuch die berühmten Zentimeter (58.). Bad Lausick wehrte sich zwar weiterhin nach Kräften, doch außer einem Schuss von Jeremy Dust, welchen Evers glänzend entschärfte (70.), gelang den Gästen offensiv nichts Zwingendes. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber das Ergebnis jedoch schon weiter hochgeschraubt. Nach sehenswerter Einzelleistung von Bilal Bouamama über die linke Seite verwerte Jackisch dessen Eingabe per Kopf aus Nahdistanz – 4:0 (68.). Im Anschluss daran legten die Muldestädter einen weiteren Zwischenspurt ein. Wollte Engler im Strafraum der Kurstädter zunächst den besser postierten Brand bedienen, fiel ihm das Streitobjekt nach Richters Rettungsversuch wieder vor die Füße – Kutzner hatte gegen den platzierten Schuss ins lange Eck zum 5:0 ebenso wenig eine Abwehrchance, wie beim 6:0 durch Jackisch, der mit einem Flachschuss ins äußerste Eck erfolgreich war (71., 75.). Zwischendurch hätte Brand, welcher gut von Markus eingesetzt wurde, weiter erhöhen können, doch ließ er diese gute Gelegenheit ungenutzt (73.). Damit schien der Torhunger der Gastgeber nun gestillt zu sein. Man agierte fortan zu sorglos, schaltete leicht zurück und agierte in der Endphase etwas zu unkonzentriert. Jeremy Dust traf nach einem Konter der Kurstädter zunächst nur die Lattenunterkante, wobei die Kugel im Anschluss daran zurück ins Spielfeld sprang (76.). So kamen die Gäste zum Ehrentreffer, welchen sie sich auch durch ihren nimmermüden Einsatz verdient hatten. Wiederum von Dust eingeleitet, zog Großmann von der Strafraumgrenze ab – Evers hatte beim 6:1 gegen diesen platzierten Flachschuss ins Eck nicht die Spur einer Abwehrchance (85.). Allerdings stellten die Einheimischen 120 Sekunden später den alten Abstand wieder her. Brand ließ sich, allein vor dem Gäste-Gehäuse, diesmal die Chance nicht entgehen und überwand Kutzner mit einem eleganten Lupfer – 7:1 (87.). In der Schlussminute hätten die Platzherren das Resultat gar noch weiter ausbauen können, doch scheiterten sowohl Schwarz am gut reagierenden Kutzner (90.), als auch Jackisch, dessen Schuss um Zentimeter den Kasten verfehlte (90.+1).
Fazit: Zwei grundverschiedene Grimmaer Halbzeiten, wobei eindeutig zu sehen war, dass es nur mit einer halben Arschbacke, wie in Hälfte eins, einfach nicht geht. In den zweiten 45 Minuten erlebten die Zuschauer dann eine deutliche Steigerung der Muldestädter, so dass letztlich noch ein standesgemäßer Sieg eingefahren wurde. An der Vorstellung der zweiten 45 Minuten gilt es nun anzuknüpfen – das sah durchaus nach Fußball aus.
Tom Rietzschel

Donnerstag, 13. Juli 2017
Trotz Niederlage ordentlich aus der Affδre gezogen

WEKU-Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – BSG Chemie Leipzig 1:3 (0:2)
Grimma: Birkigt – Theinert, Maruhn, Dietrich (ab 53. Hannover), Ziffert (ab 46. Kurzbach) – Schwarz (ab 53. Bouamama), Brand – Jackisch (ab 59. Henze), Engler (ab 46. Tröger), Markus (ab 46. Radig) – Wedehase (ab 46. Szepesi) – Trainer: Wohllebe
BSG Chemie: Dölz (ab 46. Becker) – Ludwig (ab 46. Barth), Hey, Paul, Trogrlic (ab 46. Wajer) – F. Schmidt, B. Schmidt, Heinze (ab 46. L. Schmidt), Wendt – Kind (ab 46. Hermann), Radke – Trainer: Demuth
Schiedsrichter: Rohland (Borna) – Schiedsrichter-Assistenten: Reschke (Döbeln), Görke (Naunhof) – Tore: 0:1 F. Schmidt (17.), 0:2 Kind (42.), 1:2 Brand (53.), 1:3 Radke (89.) – Gelbe Karten: Jackisch (Grimma – Foulspiel – 36.), Theinert (Grimma – Foulspiel – 37.), Bouamama (Grimma – Foulspiel – 77.) – Reservebänke: keiner – Karau – Zuschauer: 164 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Nach nur einer Trainingseinheit hat sich Sachsenligist FC Grimma in seinem ersten Testspiel recht ordentlich aus der Affäre gezogen. Gegen den Regionalliga-Aufsteiger BSG Chemie Leipzig, der sich bereits seit drei Wochen in der Vorbereitung befindet, unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe im heimischen Stadion der Freundschaft bei strömendem Regen mit 1:3 (0:2) und sorgten dabei für ein durchaus respektables Ergebnis. Dabei stand das Resultat freilich nicht wirklich im Vordergrund. Ziel nach nur einer Einheit war es, dass sich die Akteure gegen den Oberliga-Meister ordentlich aus der Affäre ziehen und man sich an diesem Gegner messen sollte. Machten die Leutzscher dabei in Hälfte eins gehörig Druck, kamen die Einheimischen in den zweiten 45 Minuten dann besser zurecht, auch wenn aufgrund der extrem kurzen Vorbereitungsphase natürlich noch viel Sand im Getriebe war. Dennoch war dieser erste Auftritt durchaus ordentlich, der nötige Feinschliff wird in den nächsten Wochen natürlich folgen. Bereits am Samstag testen die Grimmaer erneut. Gegner im heimischen Stadion der Freundschaft wird dann um 14.00 Uhr der Landesklassist FC Bad Lausick sein.
In Hälfte eins spielten die Gäste aus dem Leutzscher Holz ihre Überlegenheit eindeutig aus. Von Beginn an machten die Grün-Weißen Druck, die Platzherren, die mit den Neuzugängen Rocky Wedehase, Max Theinert (beide Hartenfels Torgau), Vincent Markus (Chemie Leipzig) und Pascal Birkigt (Bornaer SV) begannen, konnten sich zunächst kaum befreien. Bereits nach fünf köpfte Radke eine Eingabe von Wendt knapp vorbei (5.), wenig später verfehlte abermals Radke nach einem Wendt-Eckball abermals knapp das Ziel (11.). Die Gastgeber kamen zunächst überhaupt nicht dazu für Entlastung zu sorgen, Chemie Leipzig bestimmte eindeutig die Szenerie. Nicht von ungefähr gingen die Gäste dann auch in Führung – auch wenn dafür wieder eine ihrer hoch gefährlichen Standardsituationen helfen sollte. Gefühlvoll schlenzte F. Schmidt einen Freistoß über die Grimmaer Abwehrmauer und ließ dabei Birkigt keine Chance – 0:1 (17.). Kurz darauf erwies sich jedoch der hoch aufgeschossene FC-Keeper als reaktionsschnell, als er gegen Heinze gut reagierte (19.). Sechs Minuten später hatte er jedoch das Glück auf seiner Seite, als ein Schuss von Kind direkt vom Pfosten zu ihm in die Arme sprang (24.). Die Gäste ließen den Einheimischen keine Luft zum Atmen, im Offensivspiel kamen die Grimmaer über Ansätze nicht hinaus. Auf der Gegenseite blieben die Leutzscher jedoch immer gefährlich. Ein Heber von Wendt segelte dabei über den Querbalken (31.), bei einem Versuch von Kind reagierte Birkigt abermals glänzend (32.). Allerdings mussten die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Eckball köpfte Paul die Kugel in die torgefährliche Zone – Kind drehte sich im Fünfmeterraum blitzschnell und bugsierte das Streitobjekt zum 0:2 in die Maschen (42.).
Auch in Hälfte zwei sollte sich an der Dominanz der Leipziger nicht viel ändern, allerdings wirkten die Leutzscher fortan nicht mehr ganz so zwingend. Zwar hatte Wendt nach einem Ludwig-Eckball die erste Möglichkeit, doch strich sein Kopfball knapp übers Ziel (47.). Die Grimmaer kamen fortan etwas besser zurecht, allerdings blieb im Spiel nach vorn vieles Stückwerk. Mit einer Ausnahme: Sehenswert von Oliver Kurzbach über die linke Seite eingeleitet, stand Robin Brand im Sturmzentrum goldrichtig und verkürzte aus Nahdistanz auf 1:2 (53.). Chemie Leipzig blieb zwar auch in der Folgezeit feldüberlegen, doch drosselten die Gäste nun auch etwas das Tempo. Bei zwei Möglichkeiten von Radke und Ludwig zeigte sich Birkigt auf der Höhe (57., 75.), bei einem Freistoß von L. Schmidt rettete der Pfosten (60.), wobei Ludwig wenig später abermals etwas zu ungenau zielte (78.). Zwar gelang es den Gastgebern fortan immer öfter das spielerische Element der Leutzscher im Keim zu ersticken, doch konnte man aus den Ballgewinnen im Vorwärtsgang nichts Produktives bewerkstelligen. Dies ist aber nach nur einer Trainingseinheit, mit vielen neuen Spielern und im Duell gegen einen Regionalligisten durchaus normal. Als sich alle bereits auf den knappen Leutzscher Sieg eingestellt hatten, schlugen die Gäste kurz vor Schluss noch einmal zu. Der stets gefährliche Radke ließ sich nach einer Eingabe von Ludwig nicht zweimal bitten und versenkte die Kugel aus zentraler Position zum 1:3-Endstand.
Fazit: Ordentliches Grimmaer Auftakt-Ergebnis gegen den Regionalliga-Aufsteiger. Die kommenden Wochen der Vorbereitung dienen dazu, dass die neuen Spieler im Trainings- und Wettkampfbetrieb schnell in die Truppe integriert werden, so dass man zum Sachsenliga-Auftakt in Markkleeberg (12.08. um 15.00 Uhr) auf den Punkt topfit ist.
Tom Rietzschel

Montag, 19. Juni 2017
Co-Trainer Ingmar Nehring gibt bei 0:2-Niederlage in Glauchau mit 48 (!!!) Jahren sein Comeback

Gab mit 48 (!!!) sein Comeback in der Sachsenliga: Grimmas Co-Trainer Ingmar Nehring (rechts)
Foto: Karsten Hannover – Grimma

WEKU-Sachsenliga – 30. Spieltag –

VfB Empor Glauchau – FC Grimma 2:0 (2:0)
Glauchau: Seyfarth – T. Wagner (ab 81. Strauß , Fischer, Tiepelt, Thiam – Pfau (ab 85. F. Vogel) – Sprunk, Weise, Schad – Hölzel (ab 70. Rothe), Pfoh – Trainer: Weiß
Grimma: Evers – B. Wagner, Tröger, Nehring, Ziffert – Schwarz, Konzok – Kurzbach, Brand, Radig – Jackisch – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Rüdiger (Görlitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Wolter (Görlitz), Weickelt (Neugersdorf) – Tore: 1:0, 2:0 Hölzel (2., 12.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Einert (Tor) – Bache (Tor), Uebe, Wohllebe – Zuschauer: 239 im Sportpark Meeraner Straße zu Glauchau

Glauchau. Auch im letzten Spiel der Sachsenliga-Saison 2016/17 gelang es dem FC Grimma wiederum nicht auf dem Punktekonto noch einmal anschreiben zu können. Mit der 0:2 (0:2)-Niederlage beim VfB Empor Glauchau kassierten die Muldestädter die vierte Pleite in Folge – dennoch wird man die Serie auf dem 3. Tabellenrang mit 50 Punkten abschließen. Über die 90 Minuten war zwar auch in Westsachsen mehr möglich, doch wenn man nach einem katastrophalen Start gerade mit dieser aus der Not geborenen Mannschaft die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzt, darf man sich über eine Niederlage nicht beschweren. Glauchau riss ebenfalls keine Bäume aus, doch bestrafte der VfB Empor die anfänglichen Grimmaer Unzulänglichkeiten resolut. So beenden die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe nach 30 Spielen die Serie mit dem Bronzeplatz. Nach einer sensationellen Hinrunde ging der Elf jedoch im letzten Drittel der Saison aufgrund dramatischer Verletzungsprobleme merklich die Luft aus, so dass man im Kampf um den Oberliga-Aufstieg nicht mehr eingreifen konnte. Nichtsdestotrotz hat die Elf gezeigt, zu welch Leistungen sie imstande ist zu leisten, so dass man der Truppe letztlich doch für eine gute Saison gratulieren kann.
Zu den Langzeitverletzten Rico Engler, Robert Schabram, Mirko Jentzsch, Kevin Wiegner gesellten sich ebenfalls noch die bereits im Urlaub weilenden Mirko Dietrich, Stefan Maruhn und der privat verhinderte Bence Szepesi, so dass Trainer Daniel Wohllebe aufgrund der drastischen Personalprobleme erneut große Sorgenfalten auf der Stirn hatte. Aufgrund dessen musste Co-Trainer Ingmar Nehring mit 48 (!!!) Lenzen noch einmal über 90 Minuten in der Innenverteidigung die Töppen schnüren und gab knapp neun Jahre nach seinem letzten Sachsenliga-Spiel (07.06.2008, 2:3-Niederlage des Bornaer SV in Görlitz) sein Comeback in Sachsens höchster Spielklasse. Dafür gilt dem Grimmaer Assistenztrainer absolute Hochachtung und riesengroßer Respekt! Dass neben dem Ersatztorhüter und einem A-Juniorenspieler auch noch Cheftrainer Daniel Wohllebe als Spieler auf der Reservebank Platz nehmen musste, zeigt das Grimmaer Personaldesaster umso mehr.
Trotz dieser extrem negativen Vorzeichen mussten die Gäste die Begegnung in Glauchau jedoch nicht unbedingt verlieren. Allerdings ging der Start komplett in die Hose. Bereits nach zwei Minuten stand Empor-Torjäger Hölzel nach einem Diagonalball allein vor Jan Evers und ließ dem Grimmaer Schlussmann mit einem platzierten Schuss keine Chance – 1:0 (2.). Wenig später erhöhten die Gastgeber gar auf 2:0. Nachdem sich Schad auf der linken Seite gut durchsetzen konnte, sah dieser den besser postierten Hölzel, welcher vor dem Tor abermals eiskalt blieb und die Führung verdoppelte (12.). Die Wohllebe-Schützlinge brauchten einige Zeit um sich davon zu erholen. Erst nach gut 20 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel, so dass man sich auch erste Möglichkeiten erspielen konnte. Den Auftakt machte Robin Brand mit einem Distanzschuss, doch konnte er Seyfarth im Empor-Gehäuse damit vor keine Probleme stellen (19.). Zwei Minuten später hätte jedoch der Anschlusstreffer fallen müssen. Seyfarth, von Oliver Kurzbach attackiert, schlug die Kugel genau in die Füße des lauernden Brand, der jedoch vor dem Tor zu unkonzentriert blieb und den Pass zum mitgelaufenen Christoph Jackisch viel zu ungenau spielte (21.). Allerdings blieben die Probleme in der Grimmaer Hintermannschaft unübersehbar. Nach einer schnellen Glauchauer Freistoßausführung lief Sprunk über halbrechts allein auf Evers zu, doch strich sein Schuss über den Querbalken (23.). Bei einem Versuch von Proh aus der Drehung fehlten nur die berühmten Zentimeter (30.). Doch auch der FC hatte durchaus weitere Möglichkeiten um der Partie Spannung zu verleihen. Sehr gut von Brand eingeleitet, lief Jackisch allein auf Seyfarth zu, doch blieb der Empor-Schlussmann in diesem Duell der Sieger (24.). Solche Gelegenheiten müssen einfach erfolgreich abgeschlossen werden, wenn man die Chance haben will etwas mitzunehmen! Etwas an der Präzision fehlte es dann sowohl bei einem Freistoß von Michel Schwarz als auch bei einem Drehschuss von Jackisch – beide Male fehlten die nötigen Zentimeter (36., 43.).
Zwar versuchten die Gäste in der zweiten Hälfte die Partie noch in die gewünschte Richtung zu lenken, doch fehlte es doch deutlich an der Durchschlagskraft im Offensivbereich. Weiterhin prägten viel zu viele Unzulänglichkeiten das Grimmaer Spiel, ebenso wurden sich viel zu oft mit Nebenkriegsschauplätzen beschäftigt. Glauchau tat nicht mehr als nötig und stand defensiv kompakt und hatte mit den Angriffsbemühungen des FC keinerlei Probleme. Einzig ein Schuss von Toni Ziffert verirrte sich in Richtung Gehäuse der Gastgeber, doch fehlte hier ein ganzes Stück (67.). Auf der Gegenseite brauchte Evers nach einem Dropkick von Sprunk nicht eingreifen, da die Kugel über das Ziel segelte (50.). Es entwickelte sich fortan mehr und mehr eine Begegnung zwischen den Strafräumen. Glauchau verwaltete geschickt, Grimma fand keine Mittel. Auch als die Gäste ihre Defensive etwas lockerten, sollte nicht der gewünschte Druck auf die Glauchauer Hintermannschaft aufgebaut werden. Vieles blieb stereotyp, ohne echte Ideen. Stattdessen hätten die Einheimischen in der Endphase die Partie endgültig entscheiden können, als Rothe allein auf Evers zulief, der Grimmaer Keeper allerdings eine höhere Niederlage verhinderte (84.). Auf der Gegenseite blieb den Gästen ebenfalls der Anschlusstreffer verwehrt. Ein Freistoß von Jackisch zischte um Haaresbreite am Gehäuse vorbei (86.), ein Drehschuss von Brand zischte ebenfalls über den Querbalken (89.).
Fazit: Eine nicht unverdiente Grimmaer Niederlage, da man anfangs schläfrig agierte und später die Möglichkeiten nicht zu nutzen vermochte. So ist es natürlich schwer zu punkten. Im Lager des FC ist man nun froh, dass die Saison endlich vorbei ist und man in der kommenden Serie neu angreifen kann. Die Personallage wird sich definitiv entspannen und dann wird man wieder erfolgreich sein. Dennoch ein großes Kompliment für diese Saison. Platz drei ist – auch aufgrund den personellen Problemen im letzten Saisondrittel – aller Ehren wert. Vielleicht wäre bei einem kompletten Kader letztlich mehr möglich gewesen, doch über Konjunktiv und hätte, wäre, wenn braucht man letztlich nicht reden! Die Situation ist so, wie sie ist!
Tom Rietzschel

Montag, 12. Juni 2017
Punkt war mφglich

WEKU-Sachsenliga – 29. Spieltag –

FC Grimma – SV Einheit Kamenz 2:4 (1:3)
Grimma: Evers – B. Wagner, Maruhn, Kunert, Kurzbach – Tröger, Schwarz – Szepesi (ab 75. Bouamama), Brand, Radig – Jackisch – Trainer: Wohllebe
Kamenz: Wochnik – Prentki, Vrabec, F. Wagner, Herzig (ab 67. Tänzer) – Kotyza, Ranninger – Gnieser, Häfner (ab 51. Neumann), Grellmann (ab 80. Höer) – Heine – Trainer: Rietschel
Schiedsrichter: Hartig (Freital) – Schiedsrichter-Assistenten: Nixdorf, Gärtner (beide Dresden) – Tore: 0:1 Kurzbach (3., Selbsttor), 1:1 Szepesi (19.), 1:2 Gnieser (37.), 1:3 Häfner (42.), 2:3 Brand (64.), 2:4 Heine (90.) – Gelbe Karten: Tröger (Foulspiel – 83.) – Herzig (Foulspiel – 61.) – Reservebänke: Födisch, Ziffert – Stein (Tor), Brückner, Rehor, Schidun – Zuschauer: 108 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat sein letztes Heimspiel der Saison 2016/17 verloren. Gegen den Vizemeister SV Einheit Kamenz unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe mit 2:4 (1:3), wobei nach einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang durchaus ein Punkt im Bereich des Möglichen lag. In den ersten 45 Minuten musste man jedoch die Dominanz der Ostsachsen anerkennen und agierte selbst nicht entschlossen genug, auch wenn zwei der drei Gegentore sehr unglücklich zustande kamen. Nichtsdestotrotz wirkte Kamenz in Hälfte eins reifer und bestrafte die Grimmaer Unzulänglichkeiten resolut. Nach der Pause agierten die Muldestädter durchaus präsenter und waren nach dem Anschlusstreffer dem Ausgleich nah, doch quasi mit dem Abpfiff machten die Gäste endgültig den Deckel drauf. Während Einheit Kamenz am letzten Spieltag aufgrund des Görlitzer Rückzugs spielfrei ist, reisen die Grimmaer am kommenden Sonntag zum Saisonabschluss zum VfB Empor Glauchau (Anstoß: 15.00 Uhr). Platz drei ist den Muldestädtern jedoch seit Wochen nicht mehr zu nehmen. Den Kamenzern ist zu wünschen, dass vom Nordostdeutschen Fußballverband zeitnah die Nachricht kommt, als Tabellenzweiter der Sachsenliga in die Oberliga aufsteigen zu dürfen. Mit 66 Punkten hat sich dies die Elf von Trainer Frank Rietschel absolut verdient.
Die Vorzeichen für diese Begegnung waren im Vorfeld klar geregelt. Auch wenn bei den Gästen mit Martin Charuza und Ondrej Novotny gelbgesperrt fehlten, waren sie eindeutig Favorit. Der personelle Aderlass bei den Gastgebern ist derzeit aufgrund der gravierenden Verletzungsmisere einfach zu groß. Diesbezüglich stellte sich gegen Kamenz sogar Alexander Kunert, eigentlich Trainer der A-Junioren, zur Verfügung und gab nach 22 Monaten Abstinenz sein Comeback im Sachsenliga-Kollektiv, wobei er seine Sache in der Innenverteidigung durchaus ordentlich löste. Allerdings sollten sich diese negativen Vorzeichen gleich bestätigen – Kamenz machte sofort ernst. Bereits nach drei Minuten knallte Heine – nach vorheriger klarer Abseitsposition in der Entstehung – den Ball an den Pfosten des FC-Tores, die zurückspringende Kugel bugsierte Oliver Kurzbach unglücklich ins eigene Gehäuse – 0:1 (3.). Die Einheimischen hatten zunächst große Mühe ins Spiel zu kommen. Nach guter Kombination stand Grellmann plötzlich völlig frei vor Grimmas Keeper Jan Evers, doch schon der Einheit-Youngster den Ball knapp am Tor vorbei (12.). Doch allmählich kamen auch die Gastgeber in die Gänge, wobei der Ausgleich quasi aus dem Nichts resultierte. Gut von Dennis-Sven Radig eingeleitet, trudelte ein Schussversuch von Christoph Jackisch in Richtung zweiter Pfosten, wo Bence Szepesi rechtzeitig schaltete in die Kugel aus Nahdistanz ins Netz stocherte – 1:1 (19.). Plötzlich waren die Gastgeber da. Zunächst setzte Jackisch einen Schuss nur ans Außennetz (22.), anschließend setzte Stefan Tröger unter Bedrängnis seinen Kopfball nach einer Kurzbach-Ecke knapp drüber (28.). Die beste Möglichkeit ließ allerdings Jackisch aus, der nach einem Sololauf von halblinks allein auf Gäste-Keeper Wochnik zusteuerte, die Kugel jedoch am langen Pfosten vorbei setzte (35.). Allerdings blieb Kamenz stets gefährlich, die spielerische Stärke der Gäste war deutlich zu sehen. Zunächst rettete Stefan Maruhn in höchster Not gegen den einschussbereiten F. Wagner (28.), wenig später klärte Evers spektakulär nach einem Kopfball von Heine, nachdem dieser prima von Prentki in Szene gesetzt wurde (36.). Die Ostsachsen schalteten fortan wieder einen Gang höher, was sich sofort im Ergebnis niederschlagen sollte. Über die Stationen Grellmann und Herzig setzte der einlaufende Gnieser die Kugel aus Nahdistanz zum 1:2 ins Netz (37.). Dies war aber noch nicht alles. Fünf Minuten später köpfte Häfner nach einer Prentki-Flanke an die Querlatte, vom Körper von Evers gelangte die zurückspringende Kugel zum 1:3 ins Tor (42.) – erneut im Ergebnis ein extrem unglückliches Gegentor, allerdings hätte dies in der Entstehung absolut verhindert werden können. Bereits vor diesem dritten Gegentreffer verhinderte Evers im FC-Gehäuse gegen Heine und Häfner einen weiteren Einschlag (39., 40.).
Nach einer etwas lauteren Kabinenansprache kamen die Gastgeber dann mit großer Entschlossenheit aus der Pause. Die Gäste wurden nun immer mehr vom eigenen Tor ferngehalten. Die Ausnahme bildete da ein Freistoß von Kotyza, als Evers jedoch sicher zupackte (55.). Fortan spielte man deutlich zwingender und erreichte mehr als Gleichwertigkeit. Michel Schwarz setzte mit einem Freistoß der erste Achtungszeichen, doch ließ sich Wochnik ebenso wenig überraschen wie wenig später nach einem Freistoß von Jackisch (50., 61.). Kurz darauf ernteten die Platzherren jedoch den Lohn für die Bemühungen. Robin Brand profitierte nach einem Kurzbach-Freistoß vom zögerlichen Eingreifen des Kamenzer Keepers und nickte aus Nahdistanz zum 2:3 ein (64.). Dieser Treffer gab den Muldestädtern zusätzliches Selbstvertrauen, auch wenn spielerisch natürlich nicht alles klappen wollte. Nun war der Elf der unbedingt Wille nun deutlich anzusehen, die Partie noch aus dem Feuer zu reißen. Etwa eine Viertelstunde vor Schluss forcierte FC-Trainer Daniel Wohllebe das Risiko und lockerte die Defensive etwas. In der Folgezeit hatten die Gäste natürlich den einen oder anderen Raum zum Kontern, doch spielten die Ostsachsen diese Gelegenheiten nicht sauber zu Ende. Auf der Gegenseite warteten die Fans der Einheimischen nach einem Foul an Radig im Gäste-Strafraum vergeblich auf den Elfmeterpfiff – Schiedsrichter Hartig (Freital) sah dieses für alle sichtbare Vergehen leider nicht und ließ weiterspielen (78.). Doch auch im Anschluss hatte man noch zwei riesige Möglichkeiten. Zunächst spielte Brand den besser postierten Jackisch frei, doch riss Wochnik reaktionsschnell die Fäuste hoch (82.). Anschließend landete die Kugel nach einer unübersichtlichen Situation abermals vor den Füßen Jackischs, der diesmal jedoch überhastet verzog (85.). Die Gelegenheiten zum Ausgleich waren durchaus vorhanden, stattdessen entschieden die Gäste das Spiel in der Endphase. Zunächst rettete Evers gegen den frei durchgebrochenen Gnieser (88.), wenig später verwandelte Heine nach einer flachen Prentki-Eingabe aus Nahdistanz zum 2:4-Endstand und steuerte damit seinen 14. Saisontreffer bei (90.).
Fazit: Aus Grimmaer Sicht war letztlich aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich mehr drin, doch erwies sich Kamenz als abgezockter und cleverer Kontrahent, welcher bereits in den ersten 45 Minuten die Partie hätte entscheiden können. Trotz der Niederlage hat sich die Grimmaer Mannschaft aufgrund der couragierten zweiten 45 Minuten ein dickes Lob verdient, auch wenn das Ergebnis dies nicht bestätigt. Aufgrund der Personallage war der Auftritt insgesamt doch in Ordnung.
Tom Rietzschel

Neuere Beitrδge  Δltere Beitrδge

Anmelden