FC Grimma

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Spielberichte

Sonntag, 24. September 2017
Grimma kommt zu spδt aus dem Quark

Sachsenliga – 6. Spieltag –

FC Grimma – Großenhainer FV 90 1:2 (0:1)
Grimma: Evers – Schlüter, Tröger, Dietrich, Brand – Horn, Theinert – Jackisch, Engler, Wiegner – Wedehase (ab 59. Markus) – Trainer: Wohllebe
Großenhain: Roßmüller – Haschke, Walther, Lotzmann, Weihrauch – Löffler, Volkmann, Bachmann, Schwitzky – Krüger (ab 90.+3 Scholtissek), Marx (ab 84. Anders) – Trainer: Jachmann
Schiedsrichter: Schlömann (Brand-Erbisdorf) – Schiedsrichter-Assistenten: Weise (Flöha), Hofmann (Oberschöna) – Tore: 0:1 Krüger (36.), 0:2 Marx (56.), 1:2 Brand (60.) – Gelbe Karten: Dietrich (Foulspiel – 84.) – Marx (Foulspiel – 64.), Walther (Unsportlichkeit – 69.), Löffler (Unsportlichkeit – 87.) – Reservebänke: Birkigt (Tor), Schabram, Radig, Ziffert – Marcon (Tor), Reichl – Zuschauer: 128 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Wie gewonnen, so zerronnen! Nach dem letztwöchigen 4:0 (3:0)-Auswärtssieg in Niesky ist Sachsenligist FC Grimma wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Im heimischen Stadion der Freundschaft unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe dem Spitzenreiter Großenhainer FV mit 1:2 (0:1) und konnten dabei die Erwartungen keineswegs erfüllen. Es war nicht so, dass der Neuling, trotz der Tabellenführung, ein übermächtiger Gegner war, sondern eher, da sich die Platzherren teilweise selbst im Weg standen. 60 Minuten Angsthasen-Fußball, teilweise ohne Tempo und Offensivdruck – so kann man in der Sachsenliga nicht punkten. Hinzu kam, dass Großenhain sehr effizient agierte und die sich bietenden Möglichkeit nahezu ausnahmslos nutzte. Erst als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war, bäumten sich die Muldestädter auf und ruckten an. Doch für mehr als den Anschlusstreffer sollte es nicht mehr reichen, der Gast schaukelte den vierten Auswärtssieg in der vierten Begegnung auf fremden Platz über die Zeit. Die Enttäuschung im Grimmaer Lager war natürlich groß. Doch wer über eine Stunde lang so abwartend, respektvoll und tempoarm agiert, brauch sie letztlich nicht wundern, wenn man das Spiel in der Endphase nicht mehr drehen kann. Am kommenden Samstag gilt es um 15.00 Uhr beim Tabellenvorletzten VfB Zwenkau wieder in die Spur zu kommen.
Nach dem klaren Auswärtssieg der Vorwoche wollten die Gastgeber natürlich nachlegen und der Partie von Beginn den Stempel aufdrücken. Großenhain setzte zunächst auf eine kompakte Defensive und wollte mit überfallartigen Kontern immer wieder Nadelstiche setzen. Allerdings setzten die Platzherren das erste Achtungszeichen, als Christoph Jackisch mit einem kernigen Distanzschuss nur die Lattenunterkante traf, wobei die Kugel im Anschluss zurück ins Spielfeld sprang (8.). Zwar hatten die Gastgeber in der Anfangsphase mit etwas mehr Ballbesitz, doch agierten die Muldestädter ohne jegliches Offensivtempo. So war es kaum möglich, sich gegen den kompakten Gegner Möglichkeiten zu erarbeiten. Spielte man jedoch mal schnell und zielstrebig nach vorn wurde es prompt gefährlich. So zum Beispiel als Max Theinert mit einem Pass in die Tiefe Rico Engler in Szene setzte, dieser jedoch mit seinem Lupfer an GFV-Schlussmann Roßmüller scheiterte (23.). Dies war jedoch viel zu selten der Fall. Stattdessen agierten die Einheimischen wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Abwartend schob man sich im Spielaufbau immer wieder den Ball hin und her, die Bewegung ohne Ball ließ in Hälfte eins stark zu wünschen übrig. Großenhain erkannte die abwartende Haltung des FC und traute sich Mitte der ersten Halbzeit fortan mehr zu. Beim ersten gefährlich vorgetragenen Angriff des Aufsteigers legte Bachmann die Kugel im Grimmaer Strafraum mustergültig auf Torjäger Marx quer, doch rettete Philipp Schlüter hier in höchster Not (25.). Großenhain wurde fortan frecher und nutzte das mehr als zaghafte Auftreten des FC. Nach einem Eckball von Schwitzky köpfte Walther unter Bedrängnis knapp über den Kasten (31.). Und nur fünf Minuten später war es dann passiert. Nach einem weiten Einwurf brachten die Gastgeber das Streitobjekt nicht weit genug aus der Gefahrenzone ab – der anschließende Schuss von Krüger landete abgefälscht zum 0:1 im Grimmaer Tor (36.). Dieser Gegentreffer war die Quittung für das ängstliche Auftreten der Muldestädter – völlig unverständlich wurde damit der Kontrahent stark gemacht. Zwar hatte Theinert nach einem Eckball von Jackisch die umgehende Möglichkeit zum Ausgleich, doch verfehlte sein Kopfball knapp das Ziel (38.). Auf der Gegenseite hatte Torschütze Krüger sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch nach gutem Querpass von Schwitzky fehlte es hier an der nötigen Feinjustierung (42.). Nichtsdestotrotz hatten die Platzherren vor der Pause noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Nach Pass von Rocky Wedehase zog Jackisch von der linken Seite in den Strafraum, doch machte Roßmüller rechtzeitig das kurze Eck dicht (44.).
Zwar kamen die Einheimischen nach der Halbzeit mit frischem Wind aus der Kabine, doch erwies sich der Anfangsdruck zunächst nur als Strohfeuer. Nach einem Freistoß von Engler zeigte sich Roßmüller auf der Hut (48.), Felix Horns Versuch zischte knapp am Tor vorbei (49.). Man verfiel fortan wieder in den alten Trott. Das Tempo war viel zu niedrig, weiterhin war die Vielzahl der langen Bälle nicht das richtige Mittel gegen die kompakten Gäste. So kam es letztlich wie es kommen musste, nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang rannten die Grimmaer ins Verderben. Eine flache Eingabe von rechts verlängerte Krüger mit der Fußspitze auf den lauernden Marx, der Evers mit einem Flachschuss nicht den Hauch einer Chance ließ – 0:2 (56.). Doch dieser erneute Nackenschlag ließ die Platzherren plötzlich aufwachen. Mit dem Mute der Verzweiflung versuchte man auf einmal Druck aufzubauen. Und siehe da, der Anschlusstreffer folgte prompt. Nach einem Schussversuch von Engler gelangte die Kugel zu Robin Brand, der aus dem Getümmel heraus Roßmüller mit einem Flachschuss überwand – 1:2 (70.). Auf einmal war wieder Leben in der Bude, plötzlich ruckten die Gastgeber unermüdlich an. Zischte zunächst ein Freistoß von Jackisch knapp über das Gehäuse (63.), scheiterte Engler wenig später am gut den Winkel verkürzenden Roßmüller (64.). Großenhain beschränkte sich nun auf die Defensivaufgaben, der Druck der Gastgeber wurde größer. Engler verfehlte das Ziel mit einem Freistoß knapp (70.), Jackischs Schuss war zu zentral um Roßmüller überwinden zu können (81.). Bis zum Ende versuchte man wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen, da Großenhainer Offensivaktionen in der Endphase kaum noch zu sehen waren. Zwei Minuten vor Schluss kam auf Grimmaer Seite auch noch Pech hinzu, als Brand nach einem Engler-Freistoß nur den Pfosten traf (88.). Mit Glück und Geschick hielt Großenhain den knappen Vorsprung bis in die Nachspielzeit, ehe es noch einmal kitzlig wurde. Nach einem weiten Ball von Schlussmann Evers verlängerte Schlüter die Kugel genau in den Lauf von Kevin Wiegner, der aus Nahdistanz jedoch den Ball nicht traf und somit die große Ausgleichschance verstreichen ließ (90.+3). Die restlichen Sekunden schaukelte der Neuling über die Zeit.
So blieb es letztlich bei der knappen Grimmaer Heimniederlage, doch muss dabei die Schuld eindeutig nur in den eigenen Reihen gesucht werden. Angsthasen-Fußball wurde selten mit Punkten belohnt – dies war auch diesmal so. Nicht zu erklären bleibt hierbei, warum die Elf erst begann Fußball zu spielen, als es eigentlich bereits zu spät war. So bleiben die Wohllebe-Schützlinge nun im Tabellenmittelfeld hängen und müssen am nächsten Samstag in Zwenkau abermals liefern.
Tom Rietzschel

Donnerstag, 21. September 2017
Grimma will gegen Groίenhain nachlegen

Vorschau auf den 6. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (6.) – Großenhainer FV 90 (1.)

Datum: Samstag, 23.09.2017

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß: 14.00 Uhr

Es war das sehnlich erwartete Achtungszeichen, welches Sachsenligist FC Grimma am vergangenen Samstag setzte. Mit einem 4:0 (3:0)-Auswärtssieg beim FV Eintracht Niesky deuteten die Muldestädter endlich einmal an, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Letztendlich waren sogar noch weitere Möglichkeiten vorhanden um das Resultat noch klarer aussehen zu lassen, doch dieser überzeugende Auftritt ließ innerhalb der Staffel erst einmal aufhorchen. Über 90 Minuten waren die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe die eindeutig spielbestimmende Mannschaft und legten in der Anfangsviertelstunde mit drei Toren die Basis für diesen Auswärtssieg. Doch dieser Auftritt war zwar Balsam für die zuletzt leicht angeknackste Seele des FC, doch ist dieser dreifache Punktgewinn schon wieder Schnee von gestern. Der Fokus liegt nun auf der kommenden Partie, wenn Spitzenreiter Großenhainer FV im Grimmaer Stadion der Freundschaft gastiert. Der Anstoß erfolgt am Samstag um 14.00 Uhr.
Mit dem Großenhainer FV betritt eine Mannschaft absolutes Neuland in der höchsten sächsischen Spielklasse. Ungeschlagen zog der GFV in der letztjährigen Landesklasse-Saison seine Kreise – von 28 Spielen konnte man sagenhafte 25 gewinnen. Der Vorsprung vor dem Zweitplatzierten SV Germania Mittweida betrug letztlich 18 Zähler, bei erzielten 96 Treffern kratzte man fast sogar die 100er-Marke. Für das Abenteuer Sachsenliga gelang es Trainer Andreas Jachmann diesbezüglich die Aufstiegsmannschaft zusammen zu halten. Alle Leistungsträger der vergangenen Saison konnten gehalten werden. Punktuell wurde die Truppe verstärkt, wobei die Neuzugänge durchaus aufhorchen lassen. Mit Eric Bachmann verpflichtete der GFV einen absoluten Leistungsträger des Bischofswerdaer FV, Clemens Krüger, der aus Wilsdruff nach Großenhain stieß, erzielte in der Saison bereits fünf Treffer in fünf Spielen. Des Weiteren ist der Kader gespickt von einigen Akteuren, die bereits höherklassig gespielt haben. Torsten Marx hat seine Torgefährlichkeit in Bischofswerda, Kamenz und Görlitz über Jahre hinweg nachgewiesen, Kapitän Sylvio Schwitzky spielte in Bautzen einst Regionalliga, Innenverteidiger Matthias Walther kann Oberliga-Erfahrung in Heidenau aufweisen. So kam es nicht von ungefähr, dass die eingespielte Großenhainer Mannschaft sehr gut in die neue Saison startete. Von den bisherigen fünf Spielen gewann der Aufsteiger immerhin vier, einzig im Derby gegen Stahl Riesa zog man in der heimischen Jahnkampfbahn mit 2:3 den Kürzeren. Die Siege in Reichenbach und Niesky sowie die Heim-Erfolge über Pirna-Copitz und Zwenkau sorgten sogar dafür, dass der GFV aktuell den Platz an der Sonne einnimmt. Natürlich ist man in Großenhain sehr erfreut über den positiven Saisonstart, doch hat man seine realistischen Ziele nicht aus den Augen verloren. Ein Sechstel der Saison ist erst absolviert, doch die eingefahrenen 12 Punkte kann der Jachmann-Truppe erst einmal keiner nehmen. Insgesamt ist man in Großenhain sehr glücklich, welch positive Entwicklung der Verein in den vergangenen Jahren genommen hat. Die Nachwuchsarbeit ist vorbildlich, immer wieder kommen junge, talentierte Spieler im Herrenbereich an. Realistisch erkennt man in Großenhain, dass man als Aufsteiger in der neuen Spielklasse dazulernen wird und dass vielleicht auch mal eine Ergebniskrise zu überwinden hat, doch dafür ist man gewappnet. Zweifelsohne ist der Kader des GFV gut genug, um ein weiteres Jahr Sachsenliga anzugehen. Dass genügend Potenzial vorhanden ist, haben die ersten sechs Spiele in der Meisterschaft gezeigt. Zwar hatten die Schwarz-Gelben am letzten Samstag auch etwas Glück, als der gastierende VfB Zwenkau mit einem verschossenen Elfmeter die Chance zur 2:0-Führung vergab, doch gerade anschließend riefen die Großenhainer eine große Leistungssteigerung ab. Belohnt wurde dies letztlich mit einem 3:1-Heimsieg. Im Wernesgrüner-Sachsenpokal mussten die Großenhainer jedoch bereits die Segel streichen. Nach einem 4:1-Erfolg beim Landesklassisten Hainsberger SV war in Runde zwei Oberliga-Primus Bischofswerdaer FV letztlich eine Nummer zu groß. Chancenlos musste sich der GFV letztlich mit 0:7 geschlagen geben.
Für die Grimmaer gilt es indes die Vorstellung von Niesky zu bestätigen. Auch wenn die Elf an diesem Tag recht wenig gefordert wurde, hat man in der Defensive an Stabilität gewonnen. Dies war auch nötig, da sieben Gegentreffer in vier Spielen einfach zu viel waren. Daher tat die Null diesmal extrem gut. Ähnlich kompakt gilt es nun auch gegen Großenhain aufzutreten, wohl wissend, dass der Gast große Offensivqualitäten besitzt. Ein kleines Sorgenkind der Muldestädter ist jedoch noch die Chancenverwertung. Sehenswert war, wieviel Möglichkeiten man sich in Niesky erspielte, kritikwürdig war dagegen, was man teilweise daraus machte. Hier gilt es viel konsequenter und zielstrebiger vor dem gegnerischen Tor zu agieren. Spielerisch gesehen, war das in Ostsachsen recht ordentlich. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, recht wenig in Niesky gefordert worden zu sein. Nichtsdestotrotz tat dieser 4:0-Auswärtssieg sichtbar gut. Vor allem die erste Viertelstunde war dabei äußerst sehenswert, drei Treffer nach 15 Minuten gelingen nicht allzu oft. Demzufolge geht die Wohllebe-Elf voller Selbstvertrauen und absolut optimistisch das Heimspiel gegen den Tabellenführer an. Die Mannschaft wächst Woche für Woche mehr zusammen. Dass dies mit einer Vielzahl von neuen Spielern etwas dauern würde, war zu erwarten. Nun gilt es den Schwung aus der letzten Woche mitzunehmen und mit seinem treuen Publikum im Rücken erneut mit einem guten Spiel aufzuwarten.

Sonntag, 17. September 2017
Grimma lenkt per Blitzstart Partie in richtige Bahn

Sachsenliga – 5. Spieltag –

FV Eintracht Niesky – FC Grimma 0:4 (0:3)
Niesky: D. Höher – Nitsche, Vojtesek, Preuß, Russek – Hildebrand, Sisler – M. Höher, Wittek (ab 46. Janus), Richter (ab 46. Ritter) – Schneider (ab 60. Dominik) – Trainer: Kuhl
Grimma: Evers – Schlüter, Tröger, Dietrich, Brand – Horn, Theinert – Jackisch, Engler (ab 85. Schabram), Wiegner (ab 65. Kurzbach) – Wedehase (ab 68. Radig) – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Gaunitz (Leipzig) – Schiedsrichter-Assistenten: Gärtner (Dresden), Rich (Neustadt/Spree) – Tore: 0:1 Wiegner (8.), 0:2 Wedehase (10.), 0:3 Vojtesek (15., Selbsttor), 0:4 Jackisch (89.) – Gelbe Karten: M. Höher (Foulspiel – 43.) – Schlüter (Foulspiel – 31.) – Gelb-Rote Karten: Preuß (Niesky) wegen wiederholten Foulspiels (64.) – Reservebänke: Wenzel – Birkigt (Tor), Ziffert – Zuschauer: 60 in der Jahnsportstätte zu Niesky

Niesky. Nach den unnötigen Punktverlusten in Reichenbach und gegen Riesa (jeweils 2:2) sowie dem mehr als ärgerlichen Pokalaus gegen den Oberligisten Eilenburg (1:3 nach Verlängerung) schoss sich Sachsenligist FC Grimma am Wochenende so richtig den Frust von der Seele. Beim FV Eintracht Niesky gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe leicht und locker mit 4:0 (3:0) und sicherte sich damit den ersten Auswärtssieg in der Liga seit Anfang März (2:0 in Taucha). Gewiss, dieser volle Erfolg in Ostsachsen tat allen Beteiligten im Grimmaer Lager extrem gut und belegt, dass genügend Potenzial in der Truppe steckt. Dennoch gibt es erneut einen Kritikpunkt, was normalerweise bei solch einem klaren Ergebnis nicht aufkommen sollte. Auch in Niesky ließen die Muldestädter erneut zahlreiche klare Gelegenheiten ungenutzt, was den Verantwortlichen natürlich nicht schmecken sollte. Sieben, acht Tore hätten die Gäste erzielen müssen, doch in Sachen Chancenverwertung besitzt die Elf weiterhin viel Luft nach oben. So beließen es die Gäste bei vier Treffern – gegen chancenlose Gastgeber lenkten die Muldestädter die Partie frühzeitig in die richtige Bahn. Dieser volle Erfolg sollte den Grimmaern weiteres Selbstvertrauen für die kommende Woche einflößen, wenn am Samstag um 14.00 Uhr der Spitzenreiter Großenhainer FV in Grimma gastiert.
Nach bisher zu vielen Gegentoren baute Trainer Daniel Wohllebe sein Team im Vorfeld etwas um, um für mehr Stabilität zu sorgen. Er griff dafür auf Altbewährtes zurück, was sich im Endeffekt als richtig erweisen sollte. Von Beginn an drückten die Gäste der Partie ihren Stempel auf und setzten die Einheimischen sofort unter Druck. Ein Dreifach-Schlag in der Anfangsphase löste frühzeitig die Fesseln der Muldestädter. Beim ersten gut vorgetragenen Angriff traf Rocky Wedehase nur die Querlatte, den zurückspringenden Ball beförderte Kevin Wiegner gegen die Laufrichtung von FV-Schlussmann Höher zu 0:1 ins Netz (8.). Doch damit noch nicht genug. Sehenswert von Max Theinert eingeleitet, lief Wedehase 120 Sekunden später allein auf das Nieskyer Tor zu und traf per Flachschuss zum 0:2 (10.). Die Gastgeber waren von der Grimmaer Anfangsphase sichtlich überrascht, die Gäste ließen auch in der Folgezeit Ball und Gegner laufen. Jackisch scheiterte – von halbrechts allein auf das Gehäuse zulaufend – an Schlussmann Höher (12.), nach einem Eckball von Rico Engler köpfte Theinert knapp über den Querbalken (13.). Niesky konnte in der Anfangsphase kaum Schritt halten, Grimma legte mit dem nächsten Angriff den dritten Treffer nach. Engler zog von der rechten Strafraumgrenze den Ball flach und scharf nach innen, der Rettungsversuch des Nieskyer Innenverteidigers Vojtesek landete unglücklich im eigenen Netz – 0:3 (15.). Nach einer Viertelstunde war damit der Grundstein für den Auswärtssieg gelegt, im Anschluss daran schalteten die Gäste einen Gang zurück. Die Platzherren kamen nun zwar etwas besser in die Partie, doch behielten die Muldestädter immer die klare Kontrolle über diese Begegnung. Defensiv brannte gegen die stereotypen Nieskyer Diagonalbälle überhaupt nichts an, im Spiel nach vorn blieb man immer wieder gefährlich, auch wenn zwingende Tormöglichkeiten nun weniger wurden. Die Ausnahme bildete da ein blitzschnell vorgetragener Angriff als Wedehase den mitgelaufenen Robin Brand bediente, Vojtesek jedoch den Einschlag im letzten Moment verhindern konnte (23.). Oftmals agierte man im Vorwärtsgang nicht mehr mit der letzten Konsequenz und nicht mit der letzten Geduld, sonst hätten die Gäste bereits vor der Pause das Ergebnis erweitern können. Zwar traf Jackisch – mit Unterstützung von FV-Keeper Höher – zum 0:4, doch ein vorheriger Ausball gab dem Treffer leider keine Anerkennung (37.).
Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer in der Nieskyer Jahnsportstätte kein verändertes Bild. Die Mittel der Gastgeber waren an diesem Tag gegen eine vollends fokussierte Grimmaer Mannschaft einfach begrenzt. Die Gäste bleiben klar spielbestimmend, doch was die Wohllebe-Elf in der Folgezeit an klaren Möglichkeiten ausließ, ging weit über die oft zitierte Kuhhaut. Den Anfang machte Wiegner, der nach guter Vorarbeit von Engler den Torhüter bereits ausgespielt hatte, aus extrem spitzen Winkel im Anschluss jedoch das kurze Eck verfehlte (51.). Wenig später war wiederum Engler Ausgangspunkt der nächsten guten Gelegenheit. Gefühlvoll servierte er einen Freistoß auf den einlaufenden Theinert, doch fehlten auch hier die nötigen Zentimeter (65.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Einheimischen jedoch bereits in Unterzahl. Nieskys Innenverteidiger Preuß ließ sich – nach einer extrem rüden Attacke gegen Tröger (26.) – erneut zu einem verwarnungswürdigen Foulspiel hinreißen, was die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Gaunitz (Leipzig) zur Folge hatte (64.). FV-Trainer Kuhl stellte fortan um, doch auch dies sollte nicht den gewünschten Erfolg bringen. Grimma diktierte die Szenerie, doch zeigte man vor dem gegnerischen Tor gravierende Schwächen. Sehr gut vom eingewechselten Oliver Kurzbach in Szene gesetzt, ließ Wedehase ebenso eine hundertprozentige Gelegenheit aus wie wenig später Philipp Schlüter, der über die Stationen Brand und Jackisch ebenfalls erhöhen hätte müssen (66., 73.). Beide Male reagierte Nieskys Schlussmann Höher glänzend. Kurz darauf der nächste Hochkaräter – vielleicht sogar die klarste Gelegenheit. Nach einem Querpass von Engler hatte der völlig freistehende Jackisch im Sturmzentrum die ganze Breite des Tores vor sich, doch jagte er die Kugel über den Querbalken (75.). Es war einfach sagenhaft, was die Muldestädter erneut an klaren Möglichkeiten ausließen. Glücklicherweise konnte dies am Samstag nicht bestraft werden. Die Gastgeber sehnten das Ende herbei, die Grimmaer indes wollten wenigstens noch einen Treffer erzielen. Als Jackisch aus der Drehung vom Strafraum blitzschnell abzog, fehlte abermals nicht viel (88.). Nichtsdestotrotz sollte man kurz vor Schluss doch noch einmal erfolgreich nachlegen. Sehenswert von Mirko Dietrich und Robin Brand eingeleitet, blieb Jackisch allein vor dem Tor diesmal eiskalt und schob das Streitobjekt zum 0:4-Endstand ein (89.).
Tom Rietzschel

Freitag, 15. September 2017
Grimma will in Niesky den Bock umstoίen

Vorschau auf den 5. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FV Eintracht Niesky (8.) – FC Grimma (10.)

Datum: Samstag, 16.09.2017

Spielort: Jahnsportstätte, Niesky

Anstoß: 15.00 Uhr

Vier Spieltage sind in der Sachsenliga absolviert – der FC Grimma kann mit fünf Punkten den Saisonstart als durchwachsen bezeichnen. Nach überlegen geführten Begegnungen gegen Reichenbach und daheim gegen Riesa scheiterten die Muldestädter beide Male an ihrer inkonsequenten Chancenverwertung und mussten plötzlich jeweils einem Rückstand hinterherlaufen. Zwar kam die Elf von Trainer Daniel Wohllebe in beiden Begegnungen noch einmal zurück und rettete jeweils ein 2:2-Unentschieden, doch wie die Truppe in diesen Spielen die Punkte liegen ließ, war insgesamt schon ärgerlich. Um sich für die nächsten Spiele etwas Sicherheit und Selbstvertrauen zu holen, schob der FC am Dienstagabend noch ein kurzfristiges Testspiel ein, welches man auf dem Kunstrasen im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion gegen den Landesklassisten SV Süptitz mit 4:0 (2:0) gewann. Zurzeit sitzen die Muldestädter nun mit Platz zehn erst einmal im Mittelfeld fest, doch gibt es bereits am morgigen Samstag die Möglichkeit den Bock umzustoßen. Um 15.00 Uhr gastierten die Grimmaer beim FV Eintracht Niesky, der nach vier Spielen einen Zähler mehr als der FC auf dem Konto hat.
Es war schon eine rundum gelungene Saison, welche die Nieskyer in ihrer Sachsenliga-Premieren-Serie in der vergangenen Spielzeit ablieferten. Als Aufsteiger niemals mit dem Abstieg etwas zu tun habend, beendeten die Ostsachsen die Saison mit 36 Punkten auf Tabellenplatz neun. Was auffiel in der letzten Saison war die Auswärtsstärke des FV Eintracht. Ganze 23 Zähler sammelte man auf fremden Plätzen ein – für einen Neuling war dies absolut bemerkenswert. Demzufolge gehen die Nieskyer optimistisch in die neue Saison und konnten ihren Kader für ihr zweites Sachsenliga-Jahr weiter aufpeppen. Zwar verließen Leistungsträger wie Armand Deugoué (Radebeuler BC), Lukas Szynke (Stahl Rietschen) oder Jens Garbe (unbekannt) den Verein, doch lassen die Neuzugänge einiges versprechen. Als Königstransfer kann dabei sicherlich die Verpflichtung von Jiri Sisler gesehen werden, der vom Regionalligisten Budissa Bautzen losgeeist wurde und vorher in Neugersdorf spielte. Weiterhin sicherte man sich die Dienste des jungen dynamischen Sebastian Richter, der aus Holtendorf nach Niesky kam und sich sofort in der neuen Spielklasse zurechtfand. Zwei Treffer steuerte der Youngster bisher bei. Mit Clemens Russek kehrte ein sachsenligaerfahrener Akteur in die Spielklasse zurück, schließlich kickte er jahrelang für den NFV Gelb-Weiß Görlitz. Kurz vor Ende der Transferperiode gelang es ebenfalls noch, den robusten tschechischen Innenverteidiger Martin Vojtesek vom FSV Neusalza-Spremberg loszueisen. Weiterhin gab es beim FV Eintracht Niesky vor der Saison einen Wechsel auf der Kommandobrücke. Nach drei Jahren beendete Aufstiegstrainer Gerd Seifert seine Tätigkeit in Ostsachsen, sein Nachfolger ist in Niesky kein Unbekannter. Zwischen Oktober 2013 und Juni 2014 war Uwe Kuhl schon einmal Trainer beim FV Eintracht, nach seinem Intermezzo bis März 2016 als Sportlicher Leiter bei der BSG Chemie Leipzig kehrt Kuhl nun auf den Trainerstuhl in Niesky zurück. Vom Kader her hat Rückkehrer Kuhl eine homogene und kompakte Mannschaft zusammen – einige von den Akteuren haben bei den benachbarten Görlitzern bereits Sachsenliga-Luft geschnuppert. Hervorzuheben ist sicherlich das Angriffsduo Bogumil Jablonski/Jonathan Schneider, welche in der vergangenen Saison 22 der 47 Tore zusammen erzielt haben. Während Jablonski nun gegen Grimma gesperrt fehlt, ist Schneider auch in dieser Serie bereits wieder sehr treffsicher. Nach seinem Doppelpack am vergangenen Samstag in Zwenkau hat er nach vier Spielen bereits dreimal getroffen. Und ähnlich wie bereits in der Vorsaison sind die Ostsachsen auswärts bisher erfolgreicher als in der heimischen Jahnsportstätte. Beide Begegnungen auf fremden Plätzen – in Riesa (4:3), in Zwenkau (4:1) – wurden siegreich gestaltet. Dagegen ist im eigenen Wohnzimmer derzeit noch einiges an Sand im Getriebe. Sowohl gegen Pirna-Copitz (0:2) als auch gegen Großenhain (1:2) unterlag man, einzig das Pokalspiel gegen Riesa konnten die Nieskyer daheim mit 3:1 siegreich gestalten. Apropos Pokal: Für die 3. Runde des sächsischen Cupwettbewerbes zog der FV Eintracht eines der ganz großen Lose, schließlich gastiert mit dem Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig ein Zuschauermagnet in der heimischen Jahnsportstätte.
Für die Grimmaer kommt es indes darauf an sich selbst wieder einmal zu belohnen. Vor dem gegnerischen Tor lassen die Muldestädter derzeit einfach zu viel liegen, dies war einer der Gründe die Begegnungen gegen Reichenbach und Riesa nicht gewonnen zu haben. Diesbezüglich hatte der Testkick am Dienstag gegen Süptitz den Sinn, in Sachen Abschlusshandlungen wieder an Sicherheit zu gewinnen. So ganz ging dieser Plan dennoch nicht auf. Zwar gewannen die Grimmaer diese Partie klar mit 4:0, doch zwei, drei Tore mehr hätten es bezüglich der sich bietenden Möglichkeiten schon sein können. Oftmals agieren die Muldestädter im letzten Drittel noch zu kompliziert, anstatt den direkten Weg zum Tor zu suchen und die Gelegenheiten mit letzter Konsequenz zu verwerten. Dies soll nun in den nächsten Wochen unbedingt besser werden. Des Weiteren muss man im Defensivbereich stabiler und kompakter auftreten. Sieben Gegentore in vier Spielen sind eindeutig zu viel – auch hier gilt es den Hebel anzusetzen. Dennoch reist die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe durchaus optimistisch nach Niesky. Beide Begegnungen in der letzten Saison wurden nicht verloren – einem 0:0 in Ostsachsen folgte ein 3:1-Heimsieg. Personell sieht es – bis auf die Langzeitverletzten Marcel Fricke, Michel Schwarz und Mirko Jentzsch sowie den rotgesperrten Stefan Maruhn – ganz gut aus. Robin Brand ist nach seinem Urlaub ebenso wieder zurück wie der Langzeitverletzte Robert Schabram, der gegen Süptitz erstmals wieder mitwirkte.

Mittwoch, 13. September 2017
Grimma dominiert Testkick – 4:0 (2:0)-Erfolg όber Sόptitz

Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – SV Süptitz 4:0 (2:0)
Grimma: Birkigt – Schabram (ab 46. Bouamama), Schlüter, Dietrich (ab 42. Maruhn), Kurzbach – Theinert, Radig – Jackisch, Brand, Markus – Wedehase – Trainer: Wohllebe
Süptitz: Weber – Hidalgo, Kunath (ab 52. Hudewenz), Wiesner, Schürz, Drabon, Günther (ab 69. Wejda), Ch. Bachmann, Erdmann (ab 73. Fink), Dehnert, Meißner – Trainer: N. Bachmann
Schiedsrichter: Weigelt (Leipzig) – Schiedsrichter-Assistenten: Eggert (Leipzig), Görke (Naunhof) – Tore: 1:0 Wedehase (26.), 2:0 Brand (32.), 3:0 Wedehase (74.), 4:0 Maruhn (80.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 10 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion (Kunstrasen) zu Grimma

Grimma. In Vorbereitung auf das samstägliche Meisterschaftsspiel beim FV Eintracht Niesky schob Sachsenligist FC Grimma kurzerhand am Dienstagabend noch eine Testbegegnung ein. Diese gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe auf dem heimischen Kunstrasen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion gegen den Landesklassisten SV Süptitz klar mit 4:0 (2:0), verpasste es dabei jedoch, das Resultat noch eindeutiger aussehen zu lassen. Defensiv wurden die Muldestädter dabei so gut wie gar nicht gefordert, im Spiel nach vorn konnte dagegen manche sehenswerte Kombination bewundert werden. Neben der weiter steigerungsfähigen Chancenverwertung spielten die Platzherren des Weiteren im letzten Drittel manchmal viel zu kompliziert als den direkten Weg zum Tor zu suchen. Allerdings ist die Truppe erst am Saisonanfang, vieles wird sich bis zum Winter noch einspielen. Demzufolge hatte dieses Testspiel insgesamt durchaus seinen Zweck erfüllt, gegen tiefstehende Mannschaften den Ball laufen zu lassen und sich eine Vielzahl von Möglichkeiten herauszuspielen. An der Verwertung muss jedoch weiter gearbeitet werden, um am Samstag in Niesky erfolgreich zu sein. Ein großer Dank gilt dem SV Süptitz, der sich sehr kurzfristig bereit erklärte, diesen Testkick in Grimma zu absolvieren. Den Rand-Torgauern ist für Landesklasse-Match am Samstag bei Blau-Weiß Leipzig alles Gute zu wünschen.
Von Beginn an war die Marschrichtung vorgegeben – es entwickelte sich frühzeitig ein Spiel auf ein Tor. Süptitz legte das Hauptaugenmerk erwartungsgemäß auf die Defensivaufgaben und versuchte im Konterspiel immer wieder Nadelstiche zu setzen. Die Gastgeber bestimmten sofort die Szenerie und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, doch erwies sich Weber im Süptitzer Gehäuse zunächst als unüberwindbares Hindernis. Gegen Christoph Jackisch (7., 13.), Robin Brand (11.), Rocky Wedehase (15.) und Dennis-Sven Radig sowie Vincent Markus beim anschließenden Nachschuss (17.) war der gut aufgelegte Gäste-Schlussmann nicht zu bezwingen. Weiterhin pfiff ein weiterer Distanzschuss von Jackisch knapp über den Querbalken (14.). Erst kurze Zeit später war dann der Bann gebrochen. Sehr gut von Max Theinert eingeleitet, blieb Wedehase vor dem Gehäuse diesmal eiskalt und netzte zum 1:0 ein (26.). Sechs Minuten später konnten die Gastgeber dann sofort erhöhen. Setzte Brand zunächst einen Versuch knapp drüber (30.), konnte er kurz darauf nach Eingabe von Radig aus Nahdistanz auf 2:0 erhöhen (32.). Der Landesklassist wehrte sich zwar tapfer und blieb über die gesamten 90 Minuten äußerst fair, doch zwingend in der Offensive wurde Süptitz nicht. Die Wohllebe-Schützlinge spulten dagegen weiter Angriff auf Angriff ab. Sichtlich erfreut über genügend Platz und Spielraum verpassten es die Gastgeber jedoch vor der Halbzeit das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Verantwortlich dafür war abermals Gäste-Keeper Weber, der sich bei Versuchen von Jackisch (34., 44.) und Wedehase (37.) erneut mehrfach auszeichnen konnte.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf recht wenig. Grimma blieb drückend überlegen, Süptitz verteidigte mit Mann und Maus. Ein Freistoß von Jackisch – auf die Torwartecke getreten – zischte hauchzart am Gehäuse vorbei (52.), nach Flanke von Oliver Kurzbach traf Stefan Maruhn per Kopf nur die Querlatte (55.). Das Ergebnis hätte zu diesem Zeitpunkt weit höher aussehen müssen, Weber klärte abermals gegen Brand und den erstmal nach langer Verletzungspause mitwirkenden Robert Schabram (60., 70.). Weiterhin agierten die Platzherren in dieser Phase im letzten Drittel etwas zu kompliziert. Meist wurde der direkte Weg zum Tor etwas vermisst, andererseits wurde vor dem gegnerischen Gehäuse die Verantwortung auf einen eventuell besser postierten Mitspieler übertragen beziehungsweise weitergeschoben, so dass die Gäste in letzter Not einige Situationen bereinigen konnten. Nichtsdestotrotz konnten die Muldestädter binnen kurzer Zeit das Ergebnis noch auf 4:0 stellen. Zunächst traf Wedehase nach flacher Eingabe von Kurzbach auf 3:0 (74.), anschließend wuchtete Maruhn einen Freistoß mit Urgewalt ins Süptitzer Gehäuse – 4:0 (80.). Dabei beließ es der Sachsenligist dann, obwohl Brand per Kopf – nach einem Jackisch-Eckball – und der eingewechselte Bilal Bouamama weitere gute Gelegenheiten in der Schlussphase ausließen (82., 89.).
Fazit: Testspiele haben meist den Sinn etwas probieren zu wollen. Dass was Trainer Daniel Wohllebe sehen wollte, hat er gesehen. Demzufolge hat auch dieser Test seinen Zweck erfüllt.
Tom Rietzschel

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