FC Grimma

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Spielberichte

Sonntag, 19. November 2017
Grimma glδnzt nicht aber siegt

Sachsenliga – 13. Spieltag –

FC Grimma – Radebeuler BC 08 2:0 (2:0)
Grimma: Evers – Kurzbach, Maruhn, Dietrich, Ziffert – Tröger, Radig (ab 77. Drobniak) – Markus (ab 72. Jackisch), Engler, Wiegner – Brand – Trainer: Wohllebe Radebeul: Bunzel – Kunze, Graage, Deugoué, Helm – Talke, Schramm (ab 85. Lauterbach) – F. Müller, Heineccius, Töppel – R. Schöne (ab 70. Richter) – Trainer: M. Müller
Schiedsrichter: Schiefer (Annaberg-Buchholz) – Schiedsrichter-Assistenten: Jacob (Dresden), Steingräber (Annaberg-Buchholz) – Tore: 1:0 Engler (19., Foulstrafstoß – Deugoué an Markus), 2:0 Wiegner (45.+2) – Gelbe Karten: Kurzbach (Unsportlichkeit – 69.) – Schramm (Foulspiel – 68.), Graage (Unsportlichkeit – 79.) – Reservebänke: Birkigt (Tor), Bouamama, Schabram, Wedehase, Konzok – Haase (Tor) – Zuschauer: 65 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat seine letztwöchige 3:5 (1:1)-Niederlage in Hohenstein-Ernstthal sofort getilgt. Bei widrigen Bedingungen gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe ihr Heimspiel gegen den Radebeuler BC mit 2:0 (2:0) und bleibt somit der Spitzengruppe in der höchsten sächsischen Spielklasse hart auf den Fersen. Dabei glänzten die Muldestädter – vor allem im zweiten Durchgang – nicht wirklich, doch reichten zwei Treffer in der ersten Hälfte um die Partie zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Der Begriff Arbeitssieg wird der Vorstellung der Platzherren wohl am ehesten gerecht. Die Tore erzielten dabei Rico Engler mit einem verwandelten Foulstrafstoß (19.) sowie Kevin Wiegner (45.+2). Nun gilt es konsequent dran zu bleiben und am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr beim Oberliga-Absteiger SSV Markranstädt wiederum ein positives Resultat zu erzielen.
Zu Beginn hatten beide Mannschaften deutliche Probleme sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Der böige, fast eisige Wind setzte beiden Teams regelrecht zu, so dass sich die Anfangsphase fast hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte. Doch in der Folgezeit nahmen die Gastgeber mehr und mehr das Geschehen in die Hand. Mit dem ersten vielversprechend vorgetragenen Angriff sollte sich sogleich Positives entwickeln. Nach einer guten Kombination konnte Vincent Markus von Deugoué im Radebeuler Strafraum nur per Foulspiel gestoppt werden – Schiedsrichter Schiefer (Annaberg-Buchholz) zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Rico Engler ließ sich nicht zweimal bitten und schickte RBC-Schlussmann Bunzel in die falsche Ecke – 1:0 (19.). Dieser Führungstreffer tat der Wohllebe-Elf sichtbar gut, mehr und mehr verlagerte man das Geschehen in die Gäste-Hälfte. Radebeul blieb fortan vor allem in der Offensive vieles schuldig, Grimma wurde in der Folgezeit deutlich überlegen. Sehr gut von Dennis-Sven Radig eingeleitet, brachte dies Markus in gute Schussposition, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (30.). Allerdings blieben weitere zwingende Grimmaer Tormöglichkeiten rar gesät, da der extreme Wind bereits im Ansatz vieles zunichte machte. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurden die Gastgeber wieder etwas torgefährlicher. Sehr gut von Oliver Kurzbach vorbereitet, fischte Bunzel einen Schlenzer von Engler aus dem oberen Eck (41.), worauf der Radebeuler Schlussmann nach dem anschließenden Engler-Eckball bei einem verdeckten Markus-Schuss abermals der Sieger blieb (42.). Die Muldestädter legten vor dem Wechsel einen energischen Zwischenspurt ein, bei einem Versuch von Radig ließ sich Bunzel ebenfalls nicht überraschen (43.). Doch in der Nachspielzeit war dann auch der RBC-Keeper chancenlos. Abermals sehenswert von Engler eingeleitet, wurde Kapitän Robin Brand im Strafraum zwar elfmeterreif gefoult, doch Wiegner erkannte rechtzeitig den sehr gut vom Schiedsrichter ausgelegten Vorteil, umkurvte anschließend Bunzel und drosch die Kugel zum 2:0 unter die Latte (45.+2).
Leider gelang es der Grimmaer Mannschaft zu Beginn der zweiten Hälfte nicht, den Schwung aus der Endphase der ersten 45 Minuten mitzunehmen. Man hatte nun arg mit dem extremen Gegenwind zu kämpfen, spielerisch kamen die Wohllebe-Schützlinge fortan kaum mehr über Ansätze hinaus. Radebeul erarbeitete sich in der Folgezeit eine gewisse Ebenbürtigkeit, doch war ersichtlich warum die Rand-Dresdner erst 13 Saisontore erzielt haben. Den Gästen fehlte es im Offensivbereich doch etwas an der nötigen Durchschlagskraft, die wenigen Möglichkeiten wurden weiterhin nicht konsequent verwertet. So verfehlte ein Müller-Kopfball nach vorheriger Heineccius-Flanke ebenfalls das Ziel wie später ein langgezogener Freistoß von Kunze (49., 65.). Die Muldestädter beschränkten sich mehr und mehr aufs Verwalten, im Spiel nach vorn war man fortan einfach nicht zwingend genug. Nichtsdestotrotz hatten die Wohllebe-Schützlinge die Möglichkeit zur Vorentscheidung. Nach einem Freistoß von Stefan Maruhn war Markus zunächst gedankenschneller als RBC-Außenverteidiger Helm, doch verfehlte sein anschließender Linksschuss knapp das Ziel (55.). Auf der Gegenseite versuchte sich Töppel aus der Distanz, doch brauchte der ins Grimmaer Tor zurückgekehrte Jan Evers hier nicht einzugreifen (73.). Sein Gegenüber Bunzel sah dann jedoch noch einmal Unheil auf sich zukommen, als ein Kurzbach-Einwurf von Maksymilian Drobniak per Kopf genau in den Lauf von Christoph Jackisch verlängert wurde, das Streitobjekt nach dessen Direktabnahme jedoch knapp über den Querbalken zischte (80.). Auch in der Endphase wehrten sich die Gäste zwar nach Kräften, doch verpassten sie es, die auftretenden Unzulänglichkeiten im Grimmaer Rückwärtsgang zu bestrafen. Ein Anschlusstreffer hätte die Partie aus FC-Sicht natürlich unnötig spannend gemacht, doch ließ der RBC in der Schlussphase noch zwei gute Möglichkeiten nahezu fahrlässig aus. Zunächst verfehlte Töppel nach sehenswertem Spielzug frei vor Evers das lange Eck (88.), kurz darauf schaffte es Lauterbach aus guter Position ebenfalls nicht zu verkürzen (89.).
So blieb es letztlich beim nicht unverdienten 2:0 (2:0)-Heimsieg der Grimmaer, die zweifellos keine Bäume ausrissen, allerdings mit zwei Treffern zum rechten Zeitpunkt die Partie in die eigenen Bahnen lenkten. Im zweiten Durchgang taten die Muldestädter nicht unbedingt mehr als nötig, was an diesem Tag zu drei Punkten reichen sollte.
Tom Rietzschel

einige Eindrücke in bewegten Bildern samt Trainerstimmen aus Markranstädt --> auf Überschrift klicken

Mittwoch, 15. November 2017
Grimma mit unbequemer Heimaufgabe

Vorschau auf den 13. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (6.) – Radebeuler BC 08 (11.)

Datum: Samstag, 18.11.2017

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß: 14.00 Uhr

Letzten Sonntag um 16.45 Uhr – die Enttäuschung aller Beteiligten des FC Grimma war unübersehbar. Gerade eben hat die Elf von Trainer Daniel Wohllebe ihr Auswärtsspiel beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal mit 3:5 (1:1) verloren und verpasste damit sich weiter ins Tabellenvorderfeld zu schieben. Innerhalb von zehn Minuten warfen die Muldestädter jegliche Chancen auf mindestens einen Punktgewinn fahrlässig weg, als man in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte überhaupt nicht auf dem Platz war und sich in dieser Phase drei Gegentreffer einfing. Dies war umso ärgerlicher, da man in den ersten 45 Minuten die Partie vollends unter Kontrolle hatte und sogar selbst führte. Zwar blies der Gast in der Endphase noch einmal zur Aufholjagd und kam sogar zwischenzeitlich auf 3:4 heran, doch letztlich sollte es nicht mehr reichen. Schade, hier wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen. Doch alles Lamentieren nützt nichts, bereits am Wochenende besitzen die Muldestädter die Möglichkeit diese Niederlage vergessen zu machen. Am Samstag um 14.00 Uhr gastiert mit dem Radebeuler BC jedoch ein äußerst unbequemer Gegner im heimischen Stadion der Freundschaft.
Nach dreijähriger Abstinenz in der Landesklasse Ost ist der Radebeuler BC seit dieser Saison wieder ins sächsische Oberhaus zurückgekehrt. Mit acht Punkten Vorsprung vor dem SV Rot-Weiß Bad Muskau sicherte sich die Mannschaft von Trainer Matthias Müller den Titel in der Landesklasse Ost und nahm das Aufstiegsrecht in die Sachsenliga letztendlich wahr. Der Aufstieg des RBC war indes völlig verdient. In den 24 Saisonspielen verloren die Rand-Dresdner letztlich nur zweimal, davon einmal daheim und einmal auswärts. Die Basis für den Wiederaufstieg der Radebeuler war indes ihre starke Defensive. Nur 19 Gegentreffer musste man in der gesamten Saison schlucken, was sich natürlich positiv auf den Saisonverlauf auswirkte. Nun ist der Radebeuler BC wieder in der höchsten sächsischen Spielklasse angekommen und belegt derzeit nach zwölf Spielen und 14 Punkten aktuell Rang elf. Dabei starteten die Grün-Weißen furios in die neue (alte) Spielklasse – nach drei Spielen rangierte der RBC mit sieben Punkten am Platz an der Sonne. Dafür verantwortlich war ein Heimsieg über Plauen II (4:1), ein Erfolg in Pirna-Copitz (2:1) sowie ein beachtenswertes 1:1-Unentschieden in Hohenstein-Ernstthal, als man sich erst kurz vor Schluss den Ausgleich einfing. Zwar waren die folgenden neun Spiele mit insgesamt sieben Zählern nicht ganz so erfolgreich, doch Platz elf würde man in Radebeul nach Ablauf der Saison natürlich unterschreiben. Für die Mission Klassenerhalt hat der erfahrene Trainer Matthias Müller (Ex-Profi bei Dynamo Dresden) einen Kader zusammen, der dies mit Sicherheit auch erreichen kann. Schlussmann Toni Bunzel gilt als einer der solidesten Torhüter der Sachsenliga, Armand Deugoué, Benno Töppel (beide ehemals Bischofswerda) oder der ehemalige Neugersdorfer Philip Heineccius sind weitere Stützen im Team. Weiterhin besitzt der Kader einige Spieler, die im Abstiegsjahr 2014 bereits das Radebeuler Trikot trugen (beispielsweise Felix Graage, Franz Kunze, Marcus Benedict), so dass sich diese Akteure durchaus in der Spielklasse auskennen. Nichtsdestotrotz war vor der Saison das Ziel, den Kader so zu verstärken, dass der Klassenerhalt möglich erscheint. Dies scheint auch zu funktionieren. Neben den angesprochenen Töppel (Bischofswerda) und Deugoue (FV Eintracht Niesky) heuerten mit Robert Lauterbach und Philipp Schramm zwei Akteure vom FV Dresden-Laubegast in Radebeul an. Positiv ist ebenfalls zu bewerten, dass es Coach Müller gelang, den jahrelangen Leistungsträger Marcus Benedict zu einem Comeback zu überreden. Benedict war jahrelang die tragende Säule im RBC-Mittelfeld und hatte zu Saisonbeginn eigentlich aufgehört. Doch überzeugte Müller seinen ehemaligen Kapitän von einem Comeback, so dass Benedict seit einigen Wochen wieder bereitsteht. Zwar liegt der Fokus der Radebeuler natürlich auf das Abschneiden in der Sachsenliga, doch auch im Pokalwettbewerb sorgte der RBC durchaus für Furore. So bestreitet man am Buß- und Bettag (22.11.) um 13.00 Uhr sein Viertelfinale beim Landesklassisten FSV Oderwitz, wo der RBC durchaus mit der Favoritenrolle leben muss. Sollte man dort diese Hürde nehmen, winken im Halbfinale mit dem VfB Auerbach, dem FSV Budissa Bautzen und dem FC Oberlausitz Neugersdorf durchaus attraktive Gegner. Und in einem Spiel ist bekanntlich alles möglich. Mit Oberliga-Spitzenreiter VFC Plauen hat man bereits einen Großen mit 2:0 ausgeschaltet.
Die Hauptaufgabe der Grimmaer wird nun indes sein, diese Niederlage in Hohenstein-Ernstthal aus den Köpfen zu bekommen. Der Fokus liegt nun eindeutig auf der Partie gegen Radebeul – hier möchte man sich die am Sachsenring verloren Punkte zurückerobern. Dies wird jedoch nur machbar sein, wenn man als Kollektiv in den gesamten 90 Minuten konzentriert auftritt. Schaltpausen werden sofort bestraft, dies hat die Partie am letzten Sonntag eindrucksvoll bewiesen. Allerdings wird es auch darauf ankommen, geduldig zu sein, nicht in Hektik zu verfallen, auf seine Chance zu warten und vor dem Tor kaltschnäuzig zu agieren. Defensiv muss wieder eine gewisse Stabilität rein kommen – fünf Gegentreffer in einer Begegnung sind zweifelsohne natürlich zu viel. Beim 3:0-Auswärtssieg in Lößnitz hat die Elf bewiesen, zu welch Leistungen man imstande ist, wenn man als Einheit auftritt. An dieser Vorstellung gilt es sich zu orientieren, dann wird man auch erfolgreich sein. Personell gibt es im Vergleich zum Spiel in Hohenstein-Ernstthal leichte Veränderungen, was dem Team sehr gut tut. So wird Schlussmann Jan Evers ebenso wie Oliver Kurzbach wieder zur Verfügung stehen. In nächster Zeit hoffen die Muldestädter weiterhin auf die Einsatzmöglichkeiten der zuletzt verletzten Philipp Schlüter und Robert Schabram, so dass Trainer Daniel Wohllebe hier weitere Optionen hat. Sehr intensiv hat man sich in der Trainingswoche auf diese Partie vorbereitet und möchte seinen treuen Fans daher ein erfolgreiches Spiel liefern.

Montag, 13. November 2017
Drei Gegentreffer nach Wiederbeginn lδsst alles einreiίen 

Toni Ziffert (rechts) behauptet sich hier gegen den Hohensteiner Wilhelm
Foto: Karsten Hannover – Grimma

Sachsenliga – 12. Spieltag –

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal – FC Grimma 5:3 (1:1)
Hohenstein-Ernstthal: P. Petkov – Stier, Fischer, Colditz (ab 81. Tomczyk), Wittig – Wilhelm, Enold, Heinrich, Neubert – Benduhn, Weiske (ab 76. Blankenburg) – Trainer: R. Petkov
Grimma: Birkigt – Markus, Maruhn, Dietrich, Ziffert – Radig (ab 74. Drobniak), Tröger – Jackisch, Engler, Wiegner – Brand – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Jautze (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: K. Windisch, Kläber (beide Dresden) – Tore: 0:1 Engler (13.), 1:1 Colditz (40.), 2:1, 3:1, 4:1 Weiske (50., 59., 61.), 4:2 Jackisch (71.), 4:3 Engler (88., Handstrafstoß – verursacht: Heinrich), 5:3 Benduhn (89., Foulstrafstoß – Dietrich an Neubert) – Gelbe Karten: Colditz (Meckern – 31.), Enold (Foulspiel – 54.), Fischer (Foulspiel – 57.) – Maruhn (Meckern – 54.) – Reservebänke: Kovachev (Tor), Heßmann, Erler – Bouamama, Wedehase – Zuschauer: 147 im HOT-Sportzentrum (Kunstrasen) zu Hohenstein-Ernstthal

Hohenstein-Ernstthal. Nach dem unfreiwilligen Spielausfall am vergangenen Wochenende, als die II. Mannschaft des VFC Plauen kurzerhand aufgrund mangelnden Personals nicht antrat, musste Sachsenligist FC Grimma am Sonntag eine bittere Niederlage hinnehmen. Beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe mit 3:5 (1:1) und schaffte es dadurch nicht, noch enger an die Tabellenspitze heranzurücken. Insgesamt war allerdings mehr möglich, doch aufgrund ganz schwacher 15 Minuten zu Beginn der zweiten Hälfte gerieten die Muldestädter kurzerhand durch einen Triple-Schlag auf die Verliererstraße. Zwar zeigte die Elf in der Endphase nochmals Moral und verkürzte zwischenzeitlich sogar noch auf 3:4, doch ein Elfmeter kurz vor Schluss ließ die gutklassige Partie zugunsten der Platzherren entscheiden. Für die Grimmaer gilt es nun diese Niederlage zu verdauen, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und am Samstag um 14.00 Uhr gegen den Radebeuler BC einen neuen Anlauf auf drei Punkte zu nehmen.
Sah im Vorfeld die personelle Situation für dieses Auswärtsspiel am Sachsenring ganz gut aus, änderte sie sich am Spieltag schlagartig. Neben den Langzeitverletzten Marcel Fricke, Mirko Jentzsch, Michel Schwarz, Robert Schabram, Philipp Schlüter und Max Theinert sowie dem privat verhinderten Oliver Kurzbach gesellte sich am Sonntagmorgen auch noch Torhüter Jan Evers, wo ein Krankheitsfall in der Familie einen Einsatz in Hohenstein-Ernstthal nicht möglich machte. Sein Vertreter Pascal Birkigt machte seine Sache insgesamt ordentlich, bei den Gegentoren war er allesamt machtlos. Nichtsdestotrotz begannen die Muldestädter sehr ordentlich und setzten die ersten Akzente. Der Lohn für diese couragierte Anfangsphase sollte sich schon bald einstellen. Durch energisches Nachsetzen erzwang Robin Brand einen Ballverlust von Fischer – den anschließenden Querpass netzte Rico Engler aus Nahdistanz mühelos zum 0:1 ein (13.). Sehr gern nahmen die Gäste dieses Geschenk an und blieben auch in der Folgezeit am Drücker. Eine flache Eingabe von Vincent Markus beförderte Torschütze Engler aus Nahdistanz an den Pfosten (15.), einen zu kurz abgewehrten Ball katapultierte Christoph Jackisch knapp neben den Kasten (19.). Die Gastgeber brauchten eine Weile um eigene Offensivakzente zu setzen. Dies gelang zunächst fast ausschließlich nach Standardsituationen, da die Gäste-Abwehr aus dem Spiel heraus quasi nichts zuließ. So bedrohte ein abgefälschter Wilhelm-Freistoß erstmals das Tor der Muldestädter, doch reagierte Birkigt hier blendend (27.). Fortan erlangten die Westsachsen zwar mehr und mehr Gleichwertigkeit, ohne jedoch zwingend gefährlich zu werden. Auch die Gäste agierten fortan nicht mehr ganz so zielstrebig nach vorn, oftmals unterliefen der Wohllebe-Elf im Ballvortrag einfache Fehler. Einzig Jackisch versuchte sich nochmals mit einem Freistoß, doch ließ sich Petkov im Tor der Gastgeber nicht überlisten (38.). Stattdessen gelang den Einheimischen vor der Pause – quasi aus dem Nichts – doch noch der Ausgleich, wozu natürlich eine Standardsituation herhalten musste. Einen extrem strittigen Benduhn-Freistoß fälschte die Grimmaer Abwehrmauer auf den am zweiten Pfosten einlaufenden Colditz unglücklich ab, welcher per Kopf zum 1:1-Halbzeitstand erfolgreich war (40.).
Dass dieser Ausgleichstreffer jedoch durchaus Signalwirkung bei den Grimmaern hinterließ, war zu Beginn der zweiten 45 Minuten unverkennbar. Die Anfangsviertelstunde verschliefen die Gäste total und sahen sich kurzerhand einem 1:4-Rückstand konfrontiert, wobei ein guter Gegner wie Hohenstein-Ernstthal diese Möglichkeiten knallhart nutzte. Zunächst gelangte die Kugel über die Stationen Wittig und Neubert genau auf den Kopf von Torjäger Weiske, der das Streitobjekt entgegen der Laufrichtung Birkigts zum 2:1 im Gehäuse unterbrachte (50.). Wenig später kam ein eigener Einwurf als Bumerang zurück – abermals bediente Neubert Mittelstürmer Weiske, der aus Nahdistanz zum 3:1 einnetzte (59.). Doch damit noch nicht genug. Nach einem Freistoß von Wilhelm ließ sich abermals Weiske nicht zweimal bitten und köpfte zum 4:1 ein (61.). Hätte Birkigt 120 Sekunden später nicht so blendend gegen den dreifachen Torschützen reagiert, hätte der Rückstand gar noch weiter anwachsen können (63.). Binnen elf Minuten hatten die Gäste damit quasi alles verspielt. Doch die Elf fing sich nach diesen Schlafmützigkeiten wieder und bewies Moral. Nach gutem Zusammenspiel mit Jackisch strich ein Schuss von Engler knapp am Tor vorbei (65.), nach einem weiten Abschlag von Birkigt konnte Jackisch von einem Missverständnis in der Hintermannschaft der Platzherren nicht profitieren (68.). Die Muldestädter waren nun wieder mittendrin in der Begegnung, doch dieser dreifacher Nackenschlag zu Beginn der zweiten Hälfte war einfach zu viel. Nichtsdestotrotz verkürzten die Gäste auf 4:2. Sehr gut von Toni Ziffert eingeleitet, ließ Jackisch Petkov mit einem Flachschuss keine Chance (71.). Fortan setzten die Grimmaer alles auf eine Karte, mit Maksymilian Drobniak brachte Trainer Wohllebe einen zweiten Stürmer. Die Platzherren verlegten sich in der Folgezeit aufs Verwalten, doch blieben ihre Nadelstiche immer gefährlich. So musste Stefan Tröger nach einem Weiske-Schuss auf der Linie retten (75.). Mit dem Mute der Verzweiflung ruckten die Gäste nochmals an und wer weiß, was in den restlichen knapp zehn Minuten passiert wäre, wenn Schiedsrichter Jautze (Dresden) ein für alle hör- und sichtbares Foulspiel von Colditz an Wiegner im Hohensteiner Strafraum mit Strafstoß bewertet hätte (79.). Doch hätte, wäre, wenn zählt nicht, letztlich brachte man sich durch diese verschlafene Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte selbst in diese Not. Zwei Minuten vor Ende keimte dann jedoch noch einmal leise Hoffnung im FC-Lager auf. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gastgeber erkannte der Referee ein Handspiel von Heinrich und zeigte diesmal auf den ominösen Punkt. Engler ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und verkürzte auf 4:3 (88.). Doch quasi im Gegenzug war diese Hoffnung schon wieder zunichte. Nach einer Attacke von Mirko Dietrich an Neubert entschied der Schiedsrichter auch auf der anderen Seite auf Strafstoß. Benduhn zeigte sich vom Punkt souverän und schickte Birkigt zum 5:3-Endstand in die falsche Ecke (89.).
Tom Rietzschel

Freitag, 10. November 2017
Grimma gastiert am Sachsenring

Vorschau auf den 12. Spieltag der Sachsenliga zwischen

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal (4.) – FC Grimma (5.)

Datum: Sonntag, 12.11.2017

Spielort: HOT-Sportzentrum, Hohenstein-Ernstthal

Anstoß: 15.00 Uhr

Es gibt halt Dinge, die kommen vielleicht nur alle 20 Jahre vor, doch das Motto „Nichts ist unmöglich“ fand am vergangenen Wochenende seine absolute Daseinsberechtigung. Nach dem 3:0-Erfolg beim damaligen Spitzenreiter in Lößnitz scharrte der FC Grimma am letzten Samstag aufgeregt mit den Hufen und wollte im Sachsenliga-Heimspiel gegen die II. Mannschaft das VFC Plauen unbedingt nachlegen. Alles war bereits vorbereitet, die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe befanden sich kurz vor dem Anflug nach Grimma, als um 11.15 Uhr das Handy von Tom Rietzschel läutete. Am anderen Ende war Staffelleiter Klaus-Jürgen Berger (Frankenthal), der dem Grimmaer Teammanager übermittelte, dass die Vogtländer ihm soeben zunächst per Anruf und anschließend auch noch per E-Mail mitteilten, nicht in Grimma anzutreten, da sie keine vollständige Mannschaft zusammen bekommen. Eine Absage zweidreiviertel Stunden vor Spielbeginn ist wirklich nicht die feine englische Art, schließlich waren bereits, wie erwähnt, alle Vorbereitungen getroffen. Verwunderlich ist ebenfalls, warum bereits nicht am späten Freitagnachmittag von Seiten des VFC eine eventuelle Absage in Betracht gezogen wurde, schließlich fand da noch ein Telefonat zwischen Rietzschel und der Mannschaftsleiterin des VFC Plauen bezüglich der Spielfarben und der Transportmittel der Vogtländer statt. Egal wie, das Sportgericht des Sächsischen Fußballverbandes wird sich der Sache annehmen – über das Urteil wird es keine zwei Meinungen geben. Und dieses Urteil wird dem FC zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch mehr helfen und den Spielausfall durchaus entschädigen. Doch nach dieser unfreiwilligen Pause geht es am Wochenende aus Sicht der Muldestädter wieder ans Eingemachte. Man möchte weiter an der Tabellenspitze dran bleiben und den positiven Schwung der letzten Wochen mitnehmen. Doch mit dem VfL 05 Hohenstein-Ernstthal, wo man am Sonntag um 15.00 Uhr gastiert, hat man eine absolut harte Nuss zu knacken. Dass die Partie auf Kunstrasen im HOT-Sportzentrum stattfindet, ist für die Wohllebe-Elf jedoch kein Nachteil. Schließlich trainiert die Elf seit Wochen aufgrund der Lichtverhältnisse auf dem heimischen Kunstrasen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion.
Leise, still und heimlich gelang es dem VfL 05 Hohenstein-Ernstthal nach zehn Spieltagen die Pole Position der Sachsenliga zu erklimmen. Nach sechs Siegen und drei Unentschieden stand auf der anderen Seite nur die knappe 1:2-Niederlage in Markkleeberg – der Spitzenreiter nach einem Drittel der Meisterschaft kam vom Sachsenring. Doch am vergangenen Samstag musste der VfL 05 eine mehr als überraschende Niederlage hinnehmen. Beim damaligen Tabellenschlusslicht VfB Zwenkau unterlag die Mannschaft von Trainer Russi Petkov (ehemaliger Torhüter vom FC Erzgebirge Aue) klar mit 1:4 (0:2) und konnte in diesem Spiel nicht im Geringsten ihr Potenzial abrufen. Hatten die Westsachsen zur Pause vielleicht noch die Möglichkeit die Partie drehen zu können, gab ihnen das 0:3 kurz nach Wiederanpfiff endgültig den Rest. Diese Niederlage ließ den VfL im Tableau auf Rang vier zurückfallen, doch tut dies überhaupt nichts zur Sache, dass die Rot-Weißen eine bisher absolut klasse Hinrunde spielen. In heimischen Gefilden bisher noch ungeschlagen (darunter u.a. Siege über Rapid Chemnitz/3:2, Riesa/2:0), weiß die Elf auch durchaus auswärts zu überzeugen. Nicht von ungefähr errang man beispielsweise Erfolge in Markranstädt (2:1) oder in Niesky (5:2). Daher ist es nicht verwunderlich, dass Hohenstein-Ernstthal so weit oben mitmischt, zumal der Kader durchaus ausreichend Qualität für diese Tabellenregion besitzt. Die Truppe blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu komplett zusammen und wurde mit Eric Fischer (Glauchau) und Florian Stier (Aue A-Junioren) punktuell verstärkt. Leistungsträger wie Thomas Kochte, Kai Enold, Sebastian Helbig oder Roy Blankenburg führen die Truppe, die jedes Jahr immer wieder neue hoffnungsvolle Talente in den Männerbereich einbaut. Und dies, obwohl seit Kurzem gravierende Änderungen im Großfeld-Nachwuchsbereich in Kraft getreten sind. Die jahrelang in der Landesliga befindlichen A-, B- und C-Junioren verließen allesamt diese Spielklasse und gehen mit dem Nachbar Wüstenbrand eine Spielgemeinschaft ein. Auch die in der Landesklasse agierende II. Herren-Mannschaft wurde zurückgezogen und geht nunmehr in der Kreisliga auf Torejagd. Neben der höchsten sächsischen Spielklasse legt der VfL 05 seit Jahren eine sehr hohe Priorität auf Futsal. Die Mannschaft spielt dort in der NOFV-Regionalliga, sicherte dort fünfmal in Folge die Meisterschaft und wurde in der vergangenen Saison DFB-Futsal-Vizemeister, nachdem man das Finale in Zwickau gegen Regensburg verlor. Auch in dieser Saison befindet sich das Futsal-Team derzeit ungeschlagen an der Tabellenspitze der NOFV-Regionalliga.
Die Grimmaer indes haben in den letzten Auswärtsspielen jeweils eindrucksvoll demonstriert, zu welch Leistungen man imstande ist. Daher fährt die Mannschaft durchaus optimistisch an den Sachsenring und wird alles dafür tun, dass die positive Leistungskurve weiter anhält. Will man allerdings Zählbares aus Hohenstein-Ernstthal entführen, ist eine ähnliche Vorstellung wie vor 14 Tagen in Lößnitz von Nöten. Als Kollektiv funktionierte die Elf im Erzgebirge zuletzt sehr gut, nicht viele hatten der Mannschaft solche eine Leistung beim Tabellenführer zugetraut. Doch muss die Truppe diese Vorstellungen immer wieder bestätigen – in dieser Staffel wird man nichts geschenkt bekommen. Dies Ausnahme sollte das Plauen-Spiel am letzten Samstag sein. Innerhalb der Trainingswoche wurde gut gearbeitet, die Mannschaft hat genügend Selbstvertrauen um auch in Hohenstein-Ernstthal etwas mitzunehmen. Weiterhin ist man natürlich auch etwas auf Rehabilitation aus, schließlich unterlag die Wohllebe-Elf in der vergangenen Saison mit 2:4 im HOT-Sportzentrum. Für Motivation dürfte also genug gesorgt sein, auch vom Kader her tritt wieder etwas Besserung ein. Stefan Tröger und Christoph Jackisch haben den Spielausfall gegen Plauen II genutzt, um letzten Sonntag die II. Mannschaft beim 4:0-Auswärtssieg in Großsteinberg aktiv zu unterstützen. Sollte sich zum Abschlusstraining keiner mehr etwas tun, fährt man mit einem durchaus guten Kader nach Westsachsen.

Donnerstag, 2. November 2017
Grimma will Lφίnitz-Sieg vergolden

Vorschau auf den 11. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (5.) – VFC Plauen II (15.)

Datum: Samstag, 04.11.2017

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß: 14.00 Uhr

Zwei Samstage, zwei unterschiedliche Gefühlswelten – nach dem 1:1-Unentschieden daheim gegen den VfB Empor Glauchau war die Enttäuschung und Unzufriedenheit im Lager des FC Grimma allgegenwertig. Gegen die Westsachsen hatten sich die Muldestädter insgesamt viel mehr ausgerechnet, daher war der Punkt insgesamt doch zu wenig. Das ganze Gegenteil ereignete sich dann eine Woche später beim Tabellenführer in Lößnitz. Nach den 90 Minuten fuhren die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe einen verdienten 3:0-Sieg ein, boten dort eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung und zeigten eindrucksvoll was möglich ist, wenn die Truppe als Kollektiv agiert. Damit setzten die Grimmaer ein großes Achtungszeichen und bleiben somit in der Spitzengruppe der Sachsenliga. Vor allem die Art und Weise wie man im Erzgebirge auftrumpfte, macht Mut und bringt Zuversicht für die kommenden Aufgaben. Doch bereits am Wochenende gilt es diese Vorstellung zu bestätigen. Am Samstag um 14.00 Uhr gastiert die II. Mannschaft des VFC Plauen im heimischen Stadion der Freundschaft, wo die Wohllebe-Elf von der Konstellation her als klarer Favorit in die Begegnung geht. Doch Vorsicht ist geboten.
Nach dem Abstieg im Jahr 2012 ist die Plauener Reserve nach fünf Jahren Landesklasse-Zugehörigkeit wieder ins sächsische Oberhaus aufgestiegen. Trotz einem Punktabzug von drei Zählern, welcher aufgrund mangelndem Schiedsrichter-Soll verursacht wurde, verwies der VFC die SG Handwerk Rabenstein in der letztjährigen Landesklasse-Saison mit drei Punkten Vorsprung auf den Vizerang und stieg somit in die höchste sächsische Spielklasse auf. Dies war nicht unbedingt zu erwarten, schließlich beendeten die Vogtländer die davorliegende Saison nur auf Rang 13. Doch von Beginn an stimmte die Mischung im Team. Auch wenn man quasi jede Woche ein anderes Team zur Verfügung hatte, gelang es Trainer Roger Fritzsch mit seinem Team frühzeitig oben mitzuspielen. Das Zusammenspiel mit dem Oberliga-Kader funktionierte sehr gut, die Ergebnisse stimmten – am Ende stiegen die Vogtländer, die im Jahr 2012 in einem Herzschlag-Finale in Sachen Klassenerhalt knapp gegen den FC Grimma den Kürzeren zogen, mit 67 Punkten aus 30 Spielen auf. Beeindruckend war dabei die Heimbilanz der VFC-Reserve. Von den 15 Begegnungen im heimischen Vogtlandstadion verlor man kein einziges, allein vier Mal teilte man sich mit dem Kontrahenten die Punkte. Insgesamt verloren die Vogtländer in den 30 Spielen nur zweimal, so dass der Aufstieg in die Sachsenliga im Endeffekt durchaus als verdient bezeichnet werden muss. In den neuen (alten) Umgebung zählt für die Plauener jedoch nur der Klassenerhalt. Dies wurde vor Saisonbeginn auch eindeutig so als Ziel herausgegeben. Dass dies allerdings sehr schwer werden würde, zeigen die ersten zehn Begegnungen im sächsischen Oberhaus. Vier Punkte hat die VFC-Reserve erst auf der Habenseite und belegt damit aktuell den vorletzten, den 15. Tabellenplatz. Diese vier Zähler holte man allesamt in heimischer Region – einem 1:0-Erfolg über Niesky folgte ein 2:2-Remis über Zwenkau. Alle anderen acht Begegnungen wurden verloren, so dass sich der Unterschied von Landesklasse zur Sachsenliga dabei schon bemerkbar machte. Allerdings gab es auch Partien, in denen man nicht wirklich schlechter war, die Spiele jedoch knapp verlor. Gegen Oberliga-Absteiger Markranstädt unterlag man ebenfalls wie beim damaligen Spitzenreiter Großenhain jeweils nach zwischenzeitlicher Führung knapp mit 1:2, so dass doch zu sehen ist, dass die Plauener in der neuen Spielklasse mithalten können. Allerdings haben die Plauener in dieser Saison bereits drei Rote und eine Gelb-Rote Karte kassiert, was natürlich für den bisherigen Verlauf nicht besonders förderlich erscheint. Vom Kader her hat der VFC eine extrem junge Elf beisammen, wobei doch der eine oder andere Routinier die Mannschaft führt. Zu nennen sind da zweifelsohne Kai Zimmermann, der jahrelang im Kader der I. Mannschaft stand, sowie beispielsweise Tommy Färber oder Torhüter Alexander Grötzsch. Ziel ist neben dem Klassenerhalt natürlich auch die Entwicklung neuer Spieler, die sich somit für den Oberliga-Kader anbieten sollen. Seit Jahren betreibt der VFC eine sehr gute Nachwuchsarbeit – sowohl die A-, B- und C-Junioren-Mannschaft spielen in der Landesliga. Das Spielerreservoir im Vogtland ist natürlich groß, doch müssen sich die jungen Kicker auch erst an das gestiegene Niveau in der Sachsenliga gewöhnen. Sollte dies schnellstmöglich gelingen, ist es natürlich machbar, dass der VFC schnell aus dem Keller herauskommen kann.
Für die Grimmaer zählt es indes, den Schwung aus dem Lößnitz-Spiel mit in dieses Heimspiel zu nehmen. Defensiv äußerst kompakt agierend, im Spiel nach vorn immer wieder mit Akzenten – dies war die Basis für das erfolgreiche Auswärtsmatch im Erzgebirge. Vor allem, wenn man den personellen Faktor vor dem Lößnitz-Spiel mit dazu zählt, ist dieser Erfolg beim Spitzenreiter nicht hoch genug einzuordnen. Doch ist dieses bereits abgehakt – so schön diese Momentaufnahme auch war. Der Fokus liegt nun im Heimspiel gegen Plauen II, wo die Muldestädter zweifelsohne in der Pflicht stehen. Der Sieg in Lößnitz ist nur etwas wert, wenn man nun gegen die Vogtländer nachlegt. Diesbezüglich ist jedoch eine ähnliche Vorstellung wie vergangenen Samstag von Nöten. Nur wenn die Elf als Einheit funktioniert und ein Rädchen ins andere greift, kann man gegen den VFC erfolgreich sein. Dringend wird natürlich davon abgeraten den Gegner auch nur minimal zu unterschätzen. Dass dies böse Folgen nach sich ziehen kann, hat die Vergangenheit das eine oder andere Mal gezeigt. Dies möchte man sich nicht unbedingt antun, so dass die Wohllebe-Elf von Beginn an mit der nötigen Konzentration und Einstellung in dieses Spiel gehen wird. Den Auswärtssieg in Lößnitz möchte man unbedingt vergolden, daher gilt es von Beginn an alles daran zu setzen seinen Favoritenstatus eindrucksvoll zu untermauern. Personell wird es wieder etwas besser, da sowohl Christoph Jackisch als auch aller Voraussicht nach auch Stefan Tröger und Philipp Schlüter in den Kader zurückkehren werden.

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