FC Grimma

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Spielberichte

Samstag, 19. August 2017
Drei Punkte – nicht mehr und nicht weniger

Sachsenliga – 2. Spieltag –

FC Grimma – SV Lipsia 93 Eutritzsch 4:0 (2:0)
Grimma: Evers – Schlüter, Maruhn, Dietrich, Kurzbach – Tröger, Theinert (ab 78. Ziffert) – Jackisch, Engler (ab 74. Radig), Markus (ab 72. Wiegner) – Brand – Trainer: Wohllebe
Eutritzsch: Gerstenberger – Premßler, Nitzsche, Kuhn (ab 81. Lenz), Fischer (ab 76. Riedeberger) – Hann, Barth – Berger (ab 67. Do), Wadewitz, Unger – Gold – Trainer: Schröpfer
Schiedsrichter: Leonhardt (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: Kläber, K. Windisch (beide Dresden) – Tore: 1:0 Jackisch (16.), 2:0 Engler (20.), 3:0 Schlüter (71.), 4:0 Theinert (73.) – Gelbe Karten: Maruhn (Unsportlichkeit – 45.+1), Brand (Foulspiel – 60.), Radig (Foulspiel – 83.) – Hann (Foulspiel – 27.), Kuhn (Foulspiel – 41.), Fischer (Handspiel – 71.) – Reservebänke: Birkigt (Tor), Bouamama, Wedehase – Stöckmann – Zuschauer: 103 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat die letztwöchige 0:3-Auftaktpleite in Markkleeberg vergessen gemacht. Aufsteiger SV Lipsia Eutritzsch wurde im heimischen Stadion der Freundschaft klar mit 4:0 (2:0) besiegt – vom Ergebnis her gibt es daher relativ wenig zu sagen. Allerdings war im Spiel der Muldestädter weiterhin viel Sand im Getriebe. Allzu selten blitzte das spielerische Vermögen der Wohllebe-Elf auf, vieles blieb auch gegen den Neuling Stückwerk. Nichtsdestotrotz ging der Sieg auch in dieser Höhe absolut in Ordnung, zwei Doppelschläge entschieden die Begegnung zu Gunsten der Platzherren. Die Grimmaer waren indes nach dem verpatzten Auftakt gezwungen ein Ergebnis zu liefern. Dies wurde letztlich souverän erreich, obwohl in allen Ebenen weiterhin genug Luft nach oben vorhanden ist. Bereits am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr beim Reichenbacher FC bedarf es daher einer weiteren Steigerung um auf dem Punktekonto weiter anschreiben zu können.
Nach ihrem letztwöchigen 5:3-Auftakterfolg gegen Zwenkau begannen die Gäste aus dem Leipziger Norden durchaus selbstbewusst. Im Spiel gegen den Ball verengte der Neuling geschickt die Räume, offensiv versuchte Eutritzsch nach Ballgewinnen immer wieder schnell nach vorn zu spielen. Und das gelang anfangs auch ganz gut. Nach einem Grimmaer Ballverlust im Vorwärtsgang schalteten die Gäste blitzschnell um, doch konnten zunächst Wadewitz und anschließend Gold per Nachschuss diese hochkarätige Möglichkeit nicht nutzen (8.). Der Gast versteckte sich nicht, die Einheimischen brauchten eine gewisse Zeit um ins Spiel zu kommen. Dann ging es jedoch blitzschnell. Mit einem Diagonalball riss Max Theinert die komplette Eutritzscher Defensive auf, Christoph Jackisch kurvte von der rechten Seite nach innen und ließ Gerstenberger mit einem platzierten Flachschuss keine Chance – 1:0 (16.). Und es sollte aus Grimmaer Sicht noch besser kommen. Nach einem Einwurf von Philipp Schlüter schlängelte sich Rico Engler zunächst gekonnt um Lipsia-Innenverteidiger Nitzsche herum, anschließend setzte er die Kugel per Flachschuss zum 2:0 ins lange Eck (20.). Dieser Doppelschlag hinterließ bei den Gästen Signalwirkung. Grimma diktierte fortan mehr und mehr die Szenerie, doch blieb man im Ballvortrag erstaunlich fehlerhaft. Nichtsdestotrotz waren Gelegenheiten für ein höheres Resultat durchaus vorhanden. Kapitän Robin Brand scheiterte aus spitzem Winkel am gut reagierenden Gerstenberger (24.), Engler setzte die Kugel nach guter Vorarbeit von Vincent Markus aus verheißungsvoller Position über den Querbalken und verpasste damit das sichere 3:0 (31.). Dies hätte sich um ein Haar gerächt, bei einem weiteren Konter verpasste Lipsia den Anschlusstreffer. Berger stand nach einem Schnellangriff plötzlich völlig frei vor FC-Schlussmann Jan Evers, doch katapultierte der Leipziger das Streitobjekt weit über das Ziel (33.). Ohne zu glänzen gingen die Grimmaer mit einem 2:0-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Aus dieser kamen die Gäste mit neuem Mut, Hann zirkelte einen Freistoß knapp über das Gehäuse (49.). Jedoch war das schon alles, was der Aufsteiger in Sachen Offensive zu bieten hatte. Die Gastgeber ließen zwar defensiv nichts mehr zu, doch blieb im Spiel nach vorn weiterhin vieles Stückwerk. Oftmals machte man das Spiel viel zu langsam, weiterhin prägten viele Ungenauigkeiten und Missverständnisse die Grimmaer Szenerie. Nichtsdestotrotz blieb man klar spielbestimmend und verwaltete das Resultat problemlos. Wenn die Wohllebe-Elf jedoch mal schnell und zielstrebig nach vorn spielte, wurde es prompt gefährlich. Sehr gut von Brand eingeleitet, hatte Stefan Tröger aus Nahdistanz den dritten Treffer auf dem Fuß, doch reagierte Gerstenberger im Eutritzscher Gehäuse abermals blendend (66.). Die Muldestädter ruckten in den Folgeminuten kurzfristig mal etwas an, was sich sofort im Ergebnis niederschlagen sollte. Nachdem sich Jackisch auf der rechten Seite mustergültig durchsetzte, verwertete Philipp Schlüter dessen Flanke am zweiten Pfosten per Kopf zum 3:0 (71.). Damit war eine Art Vorentscheidung gefallen, Eutritzsch konnte sich davon nicht mehr erholen. Dies nutzten die Einheimischen um sofort noch einmal nachzulegen. Ausgangspunkt war Engler auf der rechten Seite, Theinert fasste sich aus der Distanz ein Herz und drosch die Kugel zum 4:0 ins obere Eck (73.). Damit waren die Messen endgültig gelesen, bis zum Ende spielten die Gastgeber ihr Pensum souverän herunter.
Fazit: Ohne zu glänzen fuhren die Muldestädter ihren ersten Saisonsieg ein und konnten sich daher für den furchtbaren Auftakt in Markkleeberg rehabilitieren. Die ersten drei Punkte sind daher im Sack – nicht mehr und nicht weniger. Steigerungspotenzial ist allerdings noch gehörig vorhanden. Ziel war es die der Punkte in Grimma zu lassen. Dies hat die Mannschaft erreicht.
Tom Rietzschel

Sonntag, 13. August 2017
Grimmaer Katastrophenstart in Markkleeberg

Sachsenliga – 1. Spieltag –

Kickers 94 Markkleeberg – FC Grimma 3:0 (1:0)
Markkleeberg: Czempik – Mewes, Sund, Heyse, Moreno Morales – K. Adam (ab 81. Morgenstern), Nguyen – Scherz, Kauerauf (ab 87. Galetzka), Freyer – J. Adam (ab 76. Blochwitz) – Trainer: Brestrich
Grimma: Evers – Theinert, Maruhn, Dietrich, Ziffert – Tröger, Horn – Jackisch, Engler, Markus (ab 69. Kurzbach) – Brand – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Teichmann (Schneeberg) – Schiedsrichter-Assistenten: Seidl (Langenbernsdorf), Fiebig (Burgstädt) – Tore: 1:0 Freyer (1.), 2:0 J. Adam (53.), 3:0 Blochwitz (84.) – Gelbe Karten: Kauerauf (Foulspiel – 6.), Nguyen (Foulspiel – 25.), Sund (Foulspiel – 33.), Mewes (Foulspiel – 58.) – Theinert (Foulspiel – 57.), Jackisch (Foulspiel – 61.), Dietrich (Meckern – 87.), Tröger (Meckern – 90.) – Rote Karten: Horn (Grimma) wegen einer Notbremse (3.) – Reservebänke: Zapke, Szterbin – Birkigt (Tor), Schlüter, Radig – Zuschauer: 125 im Sportpark „Camillo Ugi“ zu Markkleeberg

Markkleeberg. Der FC Grimma hat den Meisterschaftsauftakt der Sachsenliga gehörig in den Sand gesetzt. Im altehrwürdigen Markkleeberger Sportpark „Camillo Ugi“ unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe den heimischen Kickers 94 mit 0:3 (0:1) und enttäuschten in den kompletten 90 Minuten auf ganzer Linie. Nach einem absoluten Katastrophenstart konnte zwar jedem einzelnen Grimmaer Akteur der Wille nicht abgesprochen werden, doch fehlte es in Unterzahl einfach an spielerischen Lösungen sowie Ideen um die Auftaktpleite abwenden zu können. Blind und stereotyp wurden die Bälle meist hoch in Richtung des Markkleeberger Strafraumes gedroschen – ein gefundenes Fressen vor die lang aufgeschossenen Defensivakteure der Kickers. Zwingende Tormöglichkeiten waren an einer Hand abzuzählen, stattdessen beschäftigte man sich gegen Ende wieder mit jeder Menge Nebenkriegsschauplätzen. Ganz anders die Kickers, die sich auf das Wesentliche konzentrierten, viel präsenter wirkten und gegen Ende noch hätten höher gewinnen können. Bleibt zu hoffen, dass dieser Schuss vor den Bug aus Grimmaer Sicht genau zur rechten Zeit kam. Am kommenden Samstag ist daheim um 14.00 Uhr gegen Aufsteiger Lipsia Eutritzsch die dringend notwendige Reaktion zu erwarten.
Wer fünf Minuten später im Markkleeberger Sportpark „Camillo Ugi“ eintraf, hatte bereits einiges verpasst. Schon wenige Sekunden nach Anpfiff gingen die Platzherren in Führung. Nach einer schnellen Einwurf-Ausführung spritzte Freyer in eine Eingabe von rechts und überwand FC-Keeper Jan Evers aus Nahdistanz – 1:0 (1.). Schlimmer konnte es aus Grimmaer Sicht eigentlich nicht losgehen, doch dies sollte noch übertroffen werden. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang steckte der Ex-Grimmaer Julian Adam geschickt die Kugel zu seinem rechtzeitig startenden Bruder Kevin durch, Felix Horn konnte den frei durchlaufenden Kickers-Akteur nur per Festhalten am Durchbruch hindern. Zwar zögerte Schiedsrichter Teichmann (Schneeberg) nach dem Pfiff kurz, doch schickte er den FC-Mittelfeldabräumer anschließend mit Rot aufgrund der Notbremse vom Platz (4.). Damit war jegliches taktische Konzept der Muldestädter nach fünf Minuten bereits über den Haufen geworfen, es galt sich fortan neu zu ordnen. Und siehe da, in der Folgezeit kamen die Gäste besser in die Partie. Einen zu kurz abgewehrten Ball setzte Toni Ziffert knapp über das Gebälk (6.), einen Schuss von Rico Engler stellte Kickers-Schlussmann Czempik auf die Probe (11.). Die Unterzahl merkte man den Gästen in der Folgezeit kaum an, die Gastgeber wurden mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrängt. Seht gut von Robin Brand eingeleitet, versuchte sich Christoph Jackisch aus spitzem Winkel, doch konnte der im letzten Moment hereingrätschende Mewes schlimmeres verhindern (22.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich ließ dann jedoch Kapitän Brand verstreichen. Prima von Jackisch per Querpass in Szene gesetzt, stand Brand völlig frei vor Czempik, der schoss er den Kickers-Schlussmann aus guter Position an (29.). Allerdings soll nicht verborgen bleiben, dass man die Einheimischen durch teilweise haarsträubende Fehler und Ballverluste im Spielaufbau immer wieder zu Konterattacken einlud. So hatte der Markkleeberger Kauerauf binnen kurzer Zeit vier richtig große Möglichkeiten um das Ergebnis zu erhöhen. Zunächst lief er nach Pass von K. Adam allein aufs Tor zu, doch verfehlte er hier ebenfalls das Ziel wie kurze Zeit später als er von J. Adam eingesetzt wurde (27., 31.). Wiederum waren einige Minuten vergangen, als sich abermals Kauerauf zunächst per Heber und anschließend per Distanzschuss versuchte – beide Male fehlte es wiederum an der nötigen Genauigkeit (36., 40.). Spätestens hier hätte der Markkleeberger Vorsprung anwachsen müssen, doch ließen die Gastgeber die haarsträubenden Grimmaer Unzulänglichkeiten ungenutzt. Dies hätte sich fast gerächt, wurden die Muldestädter vor dem Pausenpfiff noch zweimal gefährlich. Stefan Tröger konnte nach einem Engler-Eckball Czempik nicht überwinden (42.), nach einer langgezogenen Ziffert-Flanke ließ Engler eine sehr vielversprechende Kopfballgelegenheit ungenutzt (45.+1).
Wer dachte, dass die Gäste mit Schwung aus der Pause kommen würden, wurde bitter enttäuscht. Zwar hatten die Wohllebe-Schützlinge die erste Möglichkeit, als Brand nach einem Engler-Freistoß per Kopf an Czempik scheiterte (47.), doch bereits wenige Minuten später brachte ein erneuter verhängnisvoller Ballverlust im Vorwärtsgang den zweiten Gegentreffer. Blitzschnell schalteten die Gastgeber um – Kauerauf bediente J. Adam, der im Duell gegen Evers der Sieger blieb und auf 2:0 erhöhte (53.). Nun sollte sich die Grimmaer Angelegenheit natürlich noch mehr erschweren. Mehr und mehr kamen die Muldestädter fortan von ihrer Linie ab und droschen die Bälle immer öfter in Richtung des Markkleeberger Strafraums – ein völlig unzureichendes Rezept gegen die baumlangen Heyse, Sund & Co. Etwas gefährlich wurde einzig bei Standards oder Einzelaktionen. Einen Freistoß sowie eine Direktabnahme von Jackisch krallte sich Czempik sicher (69., 77.), nach einem Kurzbach-Eckball traf der aufgerückte Innenverteidiger Stefan Maruhn per Kopf nur das Lattenkreuz (70.), Englers Schuss aus der Drehung wurde erneut sichere Beute des Kickers-Schlussmannes (78.). Die Gäste hätten noch Stunden oder Tage spielen können, einen Treffer hätten sie mit Sicherheit nicht erzielt. Ganz anders die Platzherren, die kurz vor Ultimo den Deckel draufmachten. Erneut wurden die Gäste klassisch ausgekontert – der eingewechselte Blochwitz bedankte sich für die glänzende Vorarbeit von Freyer und erhöhte mühelos auf 3:0 (84.). Damit waren alles Messen gelesen, die Gäste fielen auf dem Feld nur noch Undiszipliniertheiten auf. Hätte Evers in der Endphase nicht noch gegen Freyer und Blochwitz im Eins-gegen-Eins gerettet, hätte die Niederlage sogar noch höher ausfallen können (86., 89.).
Fazit: Es kann nur aus Grimmaer Sicht nur besser werden. Nun gilt es, innerhalb der Trainingswoche dieses Spiel schonungslos auszuwerten, sich dementsprechend vorzubereiten und am Samstag gegen Lipsia Eutritzsch eine Reaktion zu zeigen. Und die wird definitiv auch folgen!
Tom Rietzschel

Montag, 7. August 2017
Steigerung im zweiten Durchgang brachte souverδnen Erfolg

Trifft hier zum 2:0 – Robin Brand (Nr. 9)
Foto: Karsten Hannover – Grimma

Wernesgrüner-Sachsenpokal – 1. Hauptrunde –

BSV Gelenau – FC Grimma 0:3 (0:1)
Gelenau: Voigt – Fritzsche, Wetzel, Messig, Zaffrahn – Walczak (ab 75. Pröger), Hartwig, Meyer, Viererbe (ab 58. Kopitzke) – P. Kolditz (ab 66. Hopp), L. Kolditz – Trainer: Morgenstern
Grimma: Evers – Theinert, Maruhn, Dietrich, Ziffert (ab 66. Kurzbach) – Tröger, Horn (ab 62. Schlüter) – Jackisch, Engler, Markus (ab 77. Bouamama) – Brand – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Schlömann (Brand-Erbisdorf) – Schiedsrichter-Assistenten: Fiebig (Burgstädt), Jünger (Falkenau) – Tore: 0:1 Engler (22.), 0:2 Brand (53.), 0:3 Jackisch (77.) – Gelbe Karten: Walczak (Foulspiel – 65.), Zaffrahn (Foulspiel – 75.), Pröger (Foulspiel – 85.) – Dietrich (Foulspiel – 29.) – Reservebänke: Morgenstern (Tor), Singer – Bache (Tor), Radig – Zuschauer: 54 im Sportareal Erzgebirgsblick zu Gelenau

Gelenau. Sachsenligist FC Grimma hat sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison erfolgreich bestritten. In der 1. Hauptrunde des Wernesgrüner-Sachsenpokals setzten sich die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe beim Landesklassisten BSV Gelenau mit 3:0 (1:0) durch und haben somit das Ticket für die nächste Runde sicher. Auf wen die Muldestädter dort treffen, entscheidet sich am kommenden Freitag in Riesa, wo im Rahmen der Sachsenliga-Staffeltagung die 2. Hauptrunde ausgelost wird. Am verdienten Weiterkommen der Grimmaer in Gelenau gab es indes nichts zu rütteln, auch wenn man keinesfalls brillierte und einiges noch Stückwerk blieb. So hätten die Gastgeber in der Anfangsviertelstunde durchaus in Führung gehen müssen, jedoch konnten sie von zahlreichen Lücken im Defensivverbund des FC nicht profitieren. Erst im Anschluss daran kamen die Gäste besser in die Partie, Rico Englers kapitaler Distanzschuss brachte die Muldestädter in Front (22.). Mit einer knappen Pausenführung im Rücken steigerten sich die Grimmaer dann allerdings in Halbzeit zwei, auch wenn die Gegenwehr der Gastgeber fortan mehr und mehr nachließ. Mit zunehmender Spielzeit kontrollierten die Gäste eindeutig die Partie, durch Treffer von Robin Brand (53.) und Christoph Jackisch (77.) schoss der FC letztlich noch einen sicheren Erfolg heraus. Auch wenn im Grimmaer Spiel durchaus noch Luft nach oben besteht, ist hiermit der Einstieg in die neue Serie gelungen. Am kommenden Samstag reisen die Muldestädter zu Kickers Markkleeberg, wo um 15.00 Uhr im Sportpark „Camillo Ugi“ der Startschuss für die neue Sachsenliga-Saison fällt.
Dabei kam die Wohllebe-Elf in Gelenau zunächst äußerst schwer in die Gänge. Zwar hatten die Gäste von Anfang an erwartungsgemäß Feldvorteile zu verzeichnen, doch agierte man im Spiel nach vorn zu Beginn viel zu kompliziert. Gelenau stand kompakt und wartete immer wieder auf Konter. Und zu diesen sollten die Platzherren anfangs auch kommen, da die Grimmaer in den Anfangsminuten erstaunlich fahrig und unkonzentriert wirkten. Resultierend aus Ballverlusten im Vorwärtsgang hatten die Einheimischen in der ersten Viertelstunde drei gute Möglichkeiten. Die beste versiebte Patrick Kolditz, als er, von der Mittellinie startend, die FC-Abseitsfalle überlistete, im Anschluss mutterseelenallein auf Jan Evers zulief, doch durch eine technische Unzulänglichkeit bei der Ballmitnahme dem Grimmaer Keeper die Chance zum rechtzeitigen Eingreifen gab (12.). Damit hätten die Gäste gewarnt sein müssen, doch spielten die Muldestädter anfangs weiterhin mit dem Feuer. Zunächst zischte ein Schuss von Lars Kolditz knapp am Tor vorbei (13.), anschließend fehlte abermals Patrick Kolditz nach einem langen Voigt-Abschlag das nötige Abschlussglück (16.). Erst in den folgenden Minuten kamen die Gäste besser in die Begegnung. Vor allem, wenn man einfach und flach den Ball zirkulieren ließ, wurde es prompt gefährlich. Sehr gut von Jackisch eingeleitet, zog Engler den Ball flach aufs lange Eck, doch fischte Voigt die Kugel noch aus dem Eck (20.). Nach dem nächsten Grimmaer Angriff war der BSV-Schlussmann dann jedoch machtlos. Nach einer schnellen Freistoßausführung von Felix Horn fasste sich erneut Engler aus der Distanz ein Herz und katapultierte das Streitobjekt ins obere Eck – 0:1 (22.). Dieser Treffer gab den Gästen sofort mehr Sicherheit im Spiel, mehr und mehr erlangte man Kontrolle über die Begegnung. Nach guter Kombination stand Brand vor dem Gelenauer Tor, doch unter Bedrängnis konnte er Voigt nicht überwinden (30.). Drei Minuten später hatte wiederum Brand den nächsten Treffer auf dem Fuß, doch nach einer Eingabe von Vincent Markus scheiterte er aus Nahdistanz wiederum an Voigt (33.). Als Jackisch kurz vor der Halbzeit einen Schuss noch knapp neben das Ziel setzte (40.), ging der Favorit mit einer knappen Führung in die Kabine.
Mit Beginn der zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer dann jedoch eine Grimmaer Mannschaft, die fortan vor allem in Sachen Zielstrebigkeit merklich einen Zahn zulegte. Sehr gut von Engler in Szene gesetzt, versuchte sich Kapitän Brand per Linksschuss, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (50.). Doch bereits 180 Sekunden später hatten die Gäste wiederum Grund zum Jubeln. Sehr gut von Toni Ziffert über die linke Seite eingeleitet, umkurvte Engler zunächst die komplette BSV-Hintermannschaft, seinen anschließenden Querpass veredelte Brand aus Nahdistanz zum 0:2 (53.). Grimma wollte die Partie nun frühzeitig entscheiden. Über die Stationen Engler und Stefan Tröger besaß Ziffert über halblinks eine recht verheißungsvolle Gelegenheit, doch blieb Voigt im Duell der Sieger (56.). Gelenau baute fortan spürbar ab, der Landesklassist musste dem hohen Tempo des ersten Durchgangs Tribut zollen. Nichtsdestotrotz besaßen die Einheimischen zweimal durchaus die Möglichkeit den Anschlusstreffer zu erzielen, da sich die Gäste eine kurze Auszeit nahmen. Zunächst strich ein Hartwig-Schuss nach guter Vorarbeit von Fritzsche knapp über den Kasten (60.), anschließend retteten Evers und Schlüter in Gemeinschaftsproduktion gegen den auf halblinks durchgebrochenen Philipp Kolditz (63.). Doch dies war es dann schon, was der BSV in Hälfte zwei offensiv zustande brachte. Ganz anders die Gäste, die fortan den Ball immer besser in den eigenen Reihen zirkulieren ließen. Engler scheiterte mit seinem Schlenzer ebenso an Voigt, wie wenig später Brand, nachdem dieser von Markus sehenswert in Szene gesetzt wurde (62., 73.). Doch sollte der dritte Grimmaer Treffer noch fallen. Jackisch zog einen Freistoß über die Mauer und ließ Voigt damit keine Abwehrchance – 0:3 (77.). Damit waren die Messen endgültig gelesen, in der Endphase hätte das Ergebnis sogar noch weiter anwachsen können. Ein abgefälschter Schuss von Bilal Bouamama strich hauchzart am langen Eck vorbei (86.), bei einem Jackisch-Versuch aus spitzem Winkel verhinderte Voigt mit blitzschneller Reaktion den vierten Gegentreffer (89.).
Fazit: Pflichtaufgabe erfüllt – die 2. Hauptrunde im Wernesgrüner-Sachsenpokal wurde nach einer Steigerung im zweiten Durchgang souverän erreicht. Nichtsdestotrotz gilt es defensiv noch kompakter aufzutreten. Solche Einladungen, wie man sie Gelenau in den Anfangsminuten gestattete, werden in der Sachsenliga konsequent angenommen. Im Spiel nach vorn war schon manch vielversprechende Offensivaktion zu sehen. Daher wird die kommende Trainingswoche durchaus benötigt, um gut gerüstet die Sachsenliga-Saison in Angriff zu nehmen.
Tom Rietzschel

Samstag, 29. Juli 2017
Klarer Grimmaer Testsieg zur Generalprobe

Sachsenliga – Testspiel –

1. FC Bitterfeld-Wolfen – FC Grimma 2:6 (1:2)
Bitterfeld-Wolfen: Wolf (ab 46. Krüger) – Röthling, Elflein, Müller – Gohla – Tkalec, Riediger, Römer, Gudßend – Nitsche, Bark – Trainer: Trettner
Grimma: Evers – Theinert (ab 46. Bouamama), Maruhn, Dietrich, Kurzbach (ab 46. Ziffert) – Tröger, Horn – Jackisch, Engler, Markus – Brand – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Unger (Salzfurtkapelle) – Schiedsrichter-Assistenten: Hoffmann (Roitzsch), Willingshofer (Sandersdorf) – Tore: 0:1 Engler (10.), 0:2 Jackisch (12.), 1:2 Bark (27.), 1:3 Markus (50.), 2:3 Bark (58.), 2:4 Kurzbach (75.), 2:5 Engler (77., Foulstrafstoß – Elflein an Brand), 2:6 Brand (89.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Kauna, Kövari – keiner – Zuschauer: 20 im Jahnstadion zu Wolfen

Wolfen. Die Generalprobe vor dem Pokalauftakt am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr beim Landesklassisten BSV Gelenau hat Sachsenligist FC Grimma erfolgreich absolviert. Beim anhaltinischen Verbandsligisten 1. FC Bitterfeld-Wolfen siegte die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe sicher mit 6:2 (2:1) und kontrollierte die Begegnung über fast die komplette Spielzeit klar. Kritikpunkte wären bei solch einem klaren Resultat in der Regel kaum angebracht, doch allerdings machte es sich die Elf phasenweise selber viel zu schwer. Im Gefühl eines scheinbar sicheren Zwei-Tore-Vorsprungs ließ man teilweise extrem die Zügel schleifen, machte damit den Gegner unnötig stark und gestattete den Platzherren zweimal die Rückkehr in die Partie. Erst in der Schlussviertelstunde der Begegnung zog man das Tempo noch einmal an und schoss letztlich noch einen klaren Sieg heraus, welcher aufgrund der eindeutigen Feldvorteile in dieser Höhe auch so in Ordnung geht.
Dabei begannen die Gäste von der Mulde in Wolfen mit voller Konzentration. Die Einheimischen, die sich nur aufgrund des besseren Torverhältnisses in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts halten konnten, musste sich von Beginn an einem hohen Grimmaer Angriffsdruck erwehren. Bereits in den Anfangsminuten setzten die Wohllebe-Schützlinge ihre Überlegenheit in Zählbares um. Zunächst löffelte Rico Engler, nach vorherigem Theinert-Pass, den Ball von der Strafraumgrenze zum 0:1 ins obere Eck (10.), zwei Minuten später konnte Christoph Jackisch nach guter Vorarbeit von Stefan Tröger auf 0:2 erhöhen (12.). Die Gäste hatten in der Anfangsphase alles im Griff, doch in der Folgezeit begannen die Grimmaer plötzlich zu schludern. Im Spiel nach vorn war man längst nicht mehr so zielstrebig und im Rückwärtsgang war man oftmals nicht in der Lage den entscheidenden Schritt zu machen. So kamen die Platzherren fortan besser in die Partie, ohne dass sie entscheidend viel dazu beitrugen. Bei einem Schuss von Nitsche rettete Grimmas Keeper Jan Evers per Fußabwehr (13.), nach einer flachen Eingabe von Römer säbelte der mitgelaufene Tkalec aus Nahdistanz über den Ball (25.). Die Gäste wähnten sich aufgrund des Spielstandes in Sicherheit und wirkten in dieser Phase absolut pomadig. Bestraft wurde dies mit dem Wolfener Anschlusstreffer. Nach einem folgenschweren Grimmaer Ballverlust im Vorwärtsgang lief Bark allein auf das FC-Gehäuse zu – vom Innenpfosten sprang die Kugel zum 1:2 ins Tor (27.). Die Gastgeber witterten plötzlich ihre Möglichkeit, Röthlings Schuss strich knapp über das Ziel (33.). Erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause legten die Muldestädter ihre Lethargie endlich wieder ab. Wenn man schnell und zielstrebig nach vorn spielte, wurde es prompt gefährlich. Jackisch hätte nach sehenswertem Spielzug und abschließendem Querpass von Engler das 1:3 machen müssen, doch jagte er die Kugel aus Nahdistanz über die angrenzenden Umkleidekabinen (36.). Vier Minuten später fand eine Engler-Flanke den im Sturmzentrum lauernden Kapitän Robin Brand, doch köpfte er die Kugel – im leichten Rückwärtslaufen mit etwas zu wenig Druck – knapp am Wolfener Tor vorbei (40.).
Ähnlich wie in Halbzeit eins gehörte die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten abermals klar dem Gast aus Grimma. Engler versuchte sich von der Strafraumgrenze per Direktabnahme, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (48.). Doch bereits 120 Sekunden später sollte es klingeln. Jackisch sorgte mit einem Freistoß für allerhand Chaos im Wolfener Fünfmeterraum – Vincent Markus ließ sich nicht zweimal bitten und schaufelte die Kugel zum 1:3 ins Gehäuse (50.). Die Gäste schienen nun wieder alles im Griff zu haben, über die Stationen Horn und Markus verfehlte abermals Engler nur äußerst knapp (53.). Allerdings folgte erneut eine Grimmaer Phase voller Lethargie, kurzerhand nahm man wieder die Beine hoch. Zunächst scheiterten Bark am gut reagierenden Evers und Gudßend per Nachschuss an der fehlenden Zielgenauigkeit (57.), doch bereits nach dem nächsten Wolfener Angriff stand es nur noch 2:3. Nach einem Pass in die Tiefe reklamierte ganz Grimma auf Abseits – Bark sagte artig Dankeschön und traf zum Anschlusstreffer (58.). Doch im Gegensatz zur ersten Halbzeit nahmen die Gäste im Anschluss wieder Fahrt auf und drängten die Einheimischen sofort wieder in die ihrige Hälfte. Man ließ fortan wieder deutlich besser den Ball laufen, so dass man sich recht bald abermalige Gelegenheiten erspielen konnte. So zog Brand – über die Stationen Markus und Engler – aus dem Getümmel direkt ab, doch konnte er Krüger im Wolfener Tor mit seinem Flachschuss nicht überwinden (71.). Der Keeper der Gastgeber spielte dann jedoch die Hauptrolle in einer Szene, in welcher die Wohllebe-Elf endgültig auf die Siegerstraße abbog. Seinen viel zu kurz geratenen Abstoß beförderte Max Theinert als Bumerang per Kopf auf den rechtzeitig startenden Oliver Kurzbach, welcher anschließend noch Krüger ausspielte und die Kugel zum 2:4 ins leere Tor einschob (75.). Damit war eine Art Vorentscheidung gefallen. Zwei Minuten später wurde Brand von Elflein im Wolfener Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt – Schiedsrichter Unger (Salzfurtkapelle) zögerte keine Sekunde. Engler erwies sich vom Elfmeterpunkt abermals als sehr abgezockt und erhöhte auf 2:5 (77.). Die Gäste hatten fortan leichtes Spiel, Wolfen gab sich mehr und mehr auf. Offensiv gelang den Einheimischen fast nichts mehr. Die Ausnahme bildete da ein Schuss von Nitsche, doch ließ sich Evers hier nicht überraschen (84.). Ganz anders die Muldestädter, die gegen Ende weiter torhungrig blieben. Bei einem fulminanten Distanzschuss von Felix Horn hatte Krüger seine liebe Müh und Not (78.), bei einem weiteren Versuch von Theinert packte Wolfens Keeper sicher zu (82.). Allerdings sollte der Sachsenligist gegen Ende doch noch das halbe Dutzend vollmachen. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Bilal Bouamama scheiterte Jackisch zwar zunächst per Flachschuss an Krüger, doch Brand nahm den Abpraller dankend auf und drückte das Streitobjekt aus Nahdistanz zum 2:6-Endstand über die Linie (89.).
Fazit: Trotz des klaren Erfolges wird die letzte Trainingswoche vor dem Pokalstart durchaus benötigt. Am Sonntag in Gelenau möchte man seiner Favoritenstellung absolut gerecht werden – das Ziel ist eindeutig der Einzug in Runde zwei. Ein bisschen was bleibt daher noch zu tun, vor allem sind die Schaltpausen abzustellen. Im Spiel nach vorn macht die Elf schon jetzt gute Sachen, im Rückwärtsgang muss man allerdings noch kompakter auftreten.
Tom Rietzschel

Donnerstag, 27. Juli 2017
Letztlich klare Niederlage nach guter 1. Halbzeit

Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – Bischofswerdaer FV 08 1:5 (1:1)
Grimma: Birkigt – Theinert (ab 69. Bouamama), Schlüter, Dietrich (ab 46. Maruhn), Ziffert – Tröger, Horn – Jackisch, Engler (ab 69. Hannover), Markus (ab 46. Szepesi) – Brand – Trainer: Wohllebe
Bischofswerda: Höhne (ab 46. Reissig) – Harangus, Klotke (ab 46. Meinel), Schikora (ab 46. Lenk), Rülicke (ab 46. Hagemann) – Cellarius (ab 46. Merkel), Beckert (ab 46. Maresch) – Schulze (ab 46. Grellmann), Gries (ab 46. Hänsel), Huth – Graf (ab 46. Zille) – Trainer: Schmidt
Schiedsrichter: Walter (Hartha) – Schiedsrichter-Assistenten: Rohland (Borna), Reschke (Döbeln) – Tore: 1:0 Jackisch (8.), 1:1 Schulze (40.), 1:2 Zille (47.), 1:3 Hänsel (62.), 1:4 Zille (66.), 1:5 Huth (79.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 20 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion (Kunstrasen) zu Grimma

Grimma. Nach einer guten ersten Halbzeit hat Sachsenligist FC Grimma sein Testspiel gegen einen weiteren höherklassigen Gegner letztlich klar verloren. Im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe auf Kunstrasen dem Bischofswerdaer FV 08 deutlich mit 1:5 (1:1) und mussten dabei in den zweiten 45 Minuten die Überlegenheit eines der Oberliga-Staffelfavoriten eindrucksvoll anerkennen. In Durchgang eins waren die Muldestädter mehr als ebenbürtig und hätten eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen müssen. In der zweiten Hälfte setzte sich dann die Dominanz der Oberlausitzer eindrucksvoll durch, in welcher die Gastgeber dann eindeutig die Grenzen aufgezeigt bekamen. Allerdings standen die Einheimischen bei zwei, drei Gegentoren kräftig Pate, so dass die Gäste letztlich noch einen klaren Sieg einfuhren. Für beide Teams steht am Wochenende dann die Generalprobe für den nächstwöchigen Pflichtspielstart an. Während Bischofswerda vor dem Oberliga-Beginn beim VfB Krieschow am Sonntag bei Hertha Zehlendorf testet, proben die Grimmaer vor dem Pokalstart in Gelenau letztmalig beim anhaltinischen Verbandsligisten 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Gespielt wird am Samstag um 14.00 Uhr im Wolfener Jahnstadion.
Dabei war das, was die Wohllebe-Schützlinge in den ersten 45 Minuten auf den Kunstrasen ablieferten aller Ehren wert. Von Beginn an waren die Platzherren hellwach, störten die Gäste immer wieder in ihrem Kombinationsspiel und agierten nach den Ballgewinnen immer wieder schnell nach vorn. Zwar setzte der BFV das erste Achtungszeichen, als Graf per Freistoß FC-Keeper Pascal Birkigt zum Eingreifen zwang (7.), doch Offensivakzente setzten fortan fast ausschließlich die Gastgeber. Ein frühes Führungstor gab den Einheimischen zusätzliches Selbstvertrauen. Sehr gut von Rico Engler eingeleitet, behielt Christoph Jackisch vor dem Tor kühlen Kopf und brachte die Muldestädter zeitig in Front – 1:0 (8.). Wenig später versuchte sich Engler zweimal aus der Distanz – zunächst scheiterte er an Höhne im BFV-Gehäuse (15.), anschließend fehlten bei seiner Direktabnahme die berühmten Zentimeter (18.). Kurz darauf zog Jackisch einen Freistoß gefährlich auf das Bischofswerdaer Tor, doch zeigte sich Höhne hier auf dem Posten (20.). Defensiv hatten die Gastgeber auch in der Folgezeit alles im Griff. Man war präsent, ging resolut in die Zweikämpfe und im Spiel nach vorn setzte man immer wieder Akzente. Erst nach gut einer halben Stunde kam der Oberligist dann besser in die Partie. Cellarius bedrohte nach einem Eckball von Beckert per Kopf das FC-Gehäuse, doch zischte das Streitobjekt über die Querlatte (27.). Allmählich bekam der Favorit langsam Zugriff auf die Begegnung, von halbrechts verfehlte Schulze das kurze Eck (39.). Doch bereits wenig später war es dann passiert. Zielstrebig kombinierten sich die Gäste durch das Mittelfeld – Schulze konnte von halbrechts per Flachschuss den chancenlosen Birkigt zum 1:1 überwinden (40.). Doch kurz vor der Halbzeit hätten die Platzherren abermals in Führung gehen müssen. Zunächst scheiterte Toni Ziffert mit einem Flachschuss am glänzend reagierenden Höhne, den abgewehrten Ball brachte Jackisch von rechts abermals in die torgefährliche Zone, doch konnte der einschussbereite Robin Brand im letzten Moment abgeblockt werden (43.).
In den zweiten 45 Minuten sah man dann jedoch eine ganz andere Bischofswerdaer Elf, die mit komplett frischem Personal die Partie frühzeitig in die eigenen Bahnen lenkte. Nach sehenswertem Spielzug war die FC-Hintermannschaft komplett ausgehebelt – Zille drückte die flache Eingabe von Huth mühelos aus Nahdistanz zum 1:2 in die Maschen (47.). Die Gäste aus der Oberlausitz demonstrierten fortan, warum sie als einer der heißesten Favoriten auf den Oberliga-Staffelsieg gelten. Spielerisch überzeugte der BFV nun vollends – die Gastgeber hatten fortan große Mühe Schritt zu halten. Scheiterte Hänsel zunächst am gut reagierenden Birkigt (49.), strich im Anschluss daran eine Direktabnahme von Grellmann knapp am Tor vorbei (57.). Daher kam es nicht von ungefähr, dass der Favorit binnen kurzer Zeit in die Höhe schraubte. Zunächst brachte Schlussmann Birkigt mit seinem Pass auf den am eigenen Strafraum positionierten – jedoch frühzeitig attackierten Stefan Tröger – unnötig in die Bredouille, nach dem folgenden Ballgewinn versenkte Hänsel den Grellmann-Querpass mühelos zum 1:3 (62.). Kurz darauf konnte Birkigt einen Distanzschuss nicht festhalten, Zille nutzte dies zum 1:4 (66.). Die Gäste konnten nun schalten und walten wie sie wollten, die Gegenwehr der Einheimischen wurde fortan immer weniger. Zwingende Grimmaer Offensivaktionen waren fortan nur noch allzu selten. Einzig Tröger bedrohte noch einmal das BFV-Gehäuse, doch nach einem Jackisch-Freistoß brachte er nicht genug Schmackes hinter seinen Kopfball (65.). Zielstrebiger waren zweifellos die Gäste. Setzte Grellmann eine Direktabnahme knapp über das Ziel (78.), erhöhten die Oberlausitzer mit ihrem nächsten Angriff auf 1:5. Erneut spielte der Gast schnell und präzise nach vorn – Huth ließ sich nicht zweimal bitten und ließ Birkigt keine Abwehrchance (79.). Letztlich hätte Zille auf der Anzeigetafel sogar noch weiter anschreiben können, doch setzte er einen Eckball von Grellmann-Eckball knapp am Tor vorbei (84.).
Fazit: Trotz des Resultats ein erneut sehr aufschlussreicher Test in Vorbereitung auf die bevorstehende Sachsenliga-Saison. Agierte man in den ersten 45 Minuten mehr als auf Augenhöhe mit dem Favoriten, konnten die Grimmaer in Hälfte zwei leider nicht mehr Schritt halten. Hinzu kam, dass Bischofswerda das eine oder andere Geschenk natürlich zu nutzen vermochte. Die Einheimischen konnten allerdings auch in dieser Begegnung das eine oder andere mitnehmen, was für die neue Saison absolut nützlich sein könnte.
Tom Rietzschel

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