FC Grimma

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Spielberichte

Donnerstag, 19. Oktober 2017
Grimma will weiter liefern – Glauchau zu Gast

Vorschau auf den 9. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (6.) – VfB Empor Glauchau (10.)

Datum: Samstag, 21.10.2017

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß: 14.00 Uhr

4:1 in Zwenkau, 6:1 gegen Pirna-Copitz – der FC Grimma scheint in der Sachsenliga hoffentlich langsam auf Touren zu kommen. Nach einem etwas stotternden Saisonstart haben diese letzten beiden Spiele gezeigt, welch Potenzial die vor Saisonbeginn leicht veränderte Mannschaft besitzt. Gegen Pirna-Copitz ließen sich die Muldestädter auch von einem frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen – ganz im Gegenteil. Bereits vor dem Pausenpfiff hatten die Einheimischen die Begegnung bereits gedreht, nach dem Wechsel sorgte das zeitige 3:1 für klare Fronten. Letztlich feierten die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe einen klaren Heimsieg gegen einen Gegner, mit dem man in den letzten Jahren immer mal so seine Probleme hatte. Doch diese Partie ist schon wieder Schnee von gestern. Der Fokus liegt eindeutig darauf, auch in den folgenden Spielen weitere Ergebnisse zu liefern um die Tabellenspitze nicht aus den Augen zu verlieren. Demzufolge möchte man nun am Samstag gegen den VfB Empor Glauchau auf heimischem Geläuf unbedingt nachlegen und den Heimsieg über Pirna-Copitz veredeln. Der Anstoß erfolgt am Samstag um 14.00 Uhr im heimischen Stadion der Freundschaft.
Nach dem Wiederaufstieg im Jahr 2014 geht der VfB Empor Glauchau seine vierte aufeinanderfolgende Saison in Sachsens höchster Spielklasse an. Nach den Plätzen 14 und 12 erreichten die Westsachsen in der vergangenen Spielserie einen absolut beachtlichen 7. Tabellenplatz, doch mussten die Glauchauer vor Saisonbeginn einen doch beträchtlichen Umbruch einleiten. Dies begann schon auf der Kommandobrücke. Mario Weiß, jahrelanger Torjäger beim FSV Zwickau, VfB Leipzig und ZFC Meuselwitz, der die Mannschaft durch diese drei Jahre Sachsenliga geführt hatte, musste zusammen mit Co-Trainer Axel Fuchsenthaler seinen Stuhl räumen. Nachfolger wurde Christian Pafel, der im Nachwuchsbereich beim FSV Zwickau spielte. Anschließend zog es ihn durch die gesamte Region – Vereine wie Sachsen Leipzig, Dresdner SC, 1. FC Gera, FSV Zwickau, VfB Chemnitz oder Thüringen Weida sind nur einige Stationen. Von 2009 bis 2012 spielte Pafel unter anderem auch in Glauchau. Zuletzt war Pafel beim SV Tanne Thalheim unter Vertrag wo er zunächst als Spieler und später auch als Trainer arbeitete. Weiterhin war der Blondschopf in den vergangenen Jahren DFB-Stützpunkttrainer in Lößnitz und Glauchau. Doch der Amtsantritt von Pafel war nicht ganz einfach, schließlich musste er erst einmal eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Der Grund lag daran, dass einige Leistungsträger den Verein verließen. Robin Hölzel, welcher letzte Saison 13 Treffer erzielte, wechselte zum Landesklassisten Lichtenstein, Erik Fischer ging nach Hohenstein-Ernstthal, Martin Sprunk heuerte in Lößnitz an. Hinzu kam noch der Abgang von John Weise, der sich dem Oberlungwitzer SV anschloss. Diese Lücken zu schließen war nicht ganz einfach und sollte ausschließlich mit dem eigenen Nachwuchs und der Reserve-Elf aufgefüllt werden. So rückten Marcel Labrenz, Benjamin Aurich und Max Neumann aus der II. Mannschaft in den Sachsenliga-Kader auf. Florian Vogel, Jonas Just und Tobias Dreiucker kamen aus dem Kollektiv der letztjährigen A-Junioren hinzu, obwohl diese drei Akteure bereits im vergangenen Jahr Sachsenliga-Luft im Herrenbereich schnuppern konnten. Nach dieser doch starken Verjüngungskur kann der VfB Empor mit dem Saisonstart doch recht zufrieden sein – nach acht Spielen haben die Westsachsen zehn Punkte auf dem Konto. Der letztwöchige 2:1-Heimsieg über Zwenkau ließ die Rand-Zwickauer erst einmal auf Rang zehn klettern. Mit bisher vier Unentschieden mausert man sich bisher als absoluter Remiskönig der Liga. Dass der VfB Empor dabei in Riesa (1:1), in Chemnitz (2:2) und in Großenhain (3:3) jeweils einen Punkt mitnahm, zeigt schon, dass die Westsachsen durchaus Potenzial besitzen. Geführt wird das Team von solch Säulen wie Sturmtank Carsten Pfoh oder Innenverteidiger Marcel Tiepelt. Pfoh ist quasi die Lebensversicherung der Glauchauer und dürfte vielen Fußballinteressierten aus seiner Zeit in Auerbach geläufig sein. Im vergangen Spieljahr erzielte Pfoh 15 Treffer und war neben dem angesprochenen Hölzel hauptverantwortlich für die gute Saison des VfB Empor. Dies mussten auch die Grimmaer erkennen. Gewann der FC sein Heimspiel im Winter mit Hängen und Würgen mit 3:2, musste man sich in Glauchau am letzten Spieltag mit 0:2 geschlagen geben.
Mit dem 6:1-Heimerfolg über Pirna-Copitz gelang es den Grimmaern hingegen weiterhin, die treue Fanschar nach dem schwachen Auftritt gegen Großenhain (1:2) wieder zufrieden zu stellen. Zeitweise sah das insgesamt schon nach Fußball aus, auch wenn die Elf natürlich noch Luft nach oben hat. Doch zehn Treffer aus den letzten beiden Spielen zeigen schon, dass man sich in Sachen Chancenverwertung in den vergangenen Wochen doch gesteigert hat. Natürlich möchte man nun gegen Glauchau den nächsten Sieg einfahren, doch ist man sich im FC-Lager über die Gefährlichkeit des Gegners bewusst. Die Westsachsen sind von je auf unbequem zu spielen, Geduld wird auf Seiten der Grimmaer gefragt sein. Defensiv gilt es abermals kompakt zu agieren, im Spiel nach vorn sind ähnliche Ideen wie in der Vorwoche dringend von Nöten. Die Mannschaft hat im Vergleich zu der Anfangszeit der Saison einen Schritt nach vorn gemacht, nun gilt es step by step dies zu bestätigen. Dabei mithelfen wird ab sofort auch wieder Innenverteidiger Stefan Maruhn. Nach seiner Roten Karte in Reichenbach brummte Maruhn eine mehrwöchige Sperre ab – am Samstag ist er wieder spielberechtigt. Ob Philipp Schlüter (Nasen-Operation) und Max Theinert (Oberschenkel) jedoch wieder in den Kader zurückkehren, ist allerdings mehr als fraglich.

Sonntag, 15. Oktober 2017
Grimma gelingt Kantersieg – 6:1 (2:1)-Erfolg όber Pirna-Copitz

Traf gegen Pirna-Copitz dreimal: Rico Engler (weißes Trikot)
Foto: Horst-Dieter Koch – Grimma

Sachsenliga – 8. Spieltag –

FC Grimma – VfL Pirna-Copitz 07 6:1 (2:1)
Grimma: Evers – Markus, Dietrich, Ziffert, Kurzbach – Tröger, Radig – Jackisch (ab 88. Bouamama), Engler, Wiegner (ab 82. Wedehase) – Brand – Trainer: Wohllebe
Pirna-Copitz: Schumann – Glöß, Scholz, Fischer, Weska – Kluttig – Schmidt (ab 69. Kärger), Weskott, Henschel – Riedel (ab 69. Reimann), Kreher (ab 69. Funken) – Trainer: Däbritz
Schiedsrichter: Klemm (Gröditz) – Schiedsrichter-Assistenten: Köber, Obenaus (beide Dresden) – Tore: 0:1 Riedel (11.), 1:1 Brand (16.), 2:1, 3:1, 4:1 Engler (26., 49., 80.), 5:1 Jackisch (82.), 6:1 Brand (90.) – Gelbe Karten: Jackisch (Foulspiel – 18.) – Weskott (Foulspiel – 24.), Henschel (Foulspiel – 78.) – Reservebänke: Birkigt (Tor), Konzok – Tietz (Tor), Paulus – Zuschauer: 109 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Nach dem 4:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim VfB Zwenkau hat sich Sachsenligist FC Grimma auch vom letztwöchigen spielfreien Wochenende nicht aus der Bahn werfen lassen und hat seinen positiven Trend fortgesetzt. So gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe ihr Heimspiel gegen den VfL Pirna-Copitz klar mit 6:1 (2:1) und zeigte mehrfach eindrucksvoll, welch Potenzial in der Truppe schlummert. Auch von einem anfänglichen Rückstand (Riedel/11.) ließen sich die Platzherren nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. Letztlich sicherte man sich mit einem halben Dutzend Treffern einen sehr deutlichen Erfolg und konnte somit die letzte Heimniederlage gegen Aufsteiger Großenhain vergessen machen. Dabei konnten sich Rico Engler mit drei (26., 49., 80.) und Robin Brand mit zwei Treffern (16., 90.) in die Torschützenliste eintragen. Komplettiert wurde diese durch Christoph Jackisch, welchem ein Tor des Jahres gelang, indem er einen Eckball direkt verwandelte (82.). Trotz des eindeutigen Resultats gilt es nun das Ergebnis richtig einzuordnen und nicht gleich wieder zu sehr euphorisch zu werden. In der kommenden Trainingswoche gilt es sich wieder akribisch vorzubereiten und am nächsten Samstag um 14.00 Uhr im Heimspiel gegen den VfB Empor Glauchau erneut ein positives Ergebnis zu liefern.
Allerdings standen FC-Trainer Daniel Wohllebe im Vorfeld der Partie einige Sorgenfalten auf der Stirn. Der Grund lag darin, dass der Kader zum Spieltag hin merklich ausdünnte. Neben den Langzeitverletzten Mirko Jentzsch, Marcel Fricke und Michel Schwarz sowie dem noch letztmalig rotgesperrten Stefan Maruhn gesellten sich noch Philipp Schlüter (Nasenoperation), Max Theinert, Robert Schabram (verletzt) sowie der arbeitsmäßig abwesende Felix Horn hinzu. Doch wie die Elf all diese Ausfälle diesmal kompensierte, war schon bemerkenswert. Frühzeitig versuchte die Truppe der Partie ihren Stempel aufzudrücken und suchte von Beginn an den Weg nach vorn. Bereits in der Anfangsphase hatten die Gastgeber die Führung auf dem Stiefel, als Brand von Jackisch prima eingesetzt wurde, der Blondschopf jedoch am gut reagierenden Schumann scheiterte (7.). Allerdings mussten die Einheimischen kurz darauf erst einmal eine kalte Dusche hinnehmen. Nach einem Querschläger am Grimmaer Strafraum setzte sich Henschel zunächst an der Torauslinie gegen Oliver Kurzbach durch – der am langen Pfosten lauernde VfL-Torjäger Riedel hatte anschließend wenig Mühe, die Flanke per Kopf aus Nahdistanz zum 0:1 zu verwerten (11.). Doch im Gegensatz zu einigen früheren Begegnungen zeigte sich die Wohllebe-Elf überhaupt nicht geschockt. Bereits fünf Minuten später gelang der Ausgleichstreffer. Engler legte die Kugel am Gäste-Strafraum uneigennützig auf den besser postierten Brand ab, der allein vor dem VfL-Gehäuse kühlen Kopf behielt und Schumann zum 1:1 überwand (16.). Dieser Treffer hatte deutliche Signalwirkung hinterlassen, die Platzherren erhöhten fortan merklich den Druck. Nach einem langen Ball von Jackisch profitierte Torschütze Brand zwar zunächst vom zögernden Pirnaer Schlussmann, doch setzte der Kapitän das Streitobjekt knapp am Tor vorbei (21.). Zwei Minuten später sah Kurzbach mit einer Eingabe den am zweiten Pfosten einlaufenden Jackisch, doch strich dessen Direktabnahme um Haaresbreite am Gehäuse vorbei (23.). Doch nur wenig später hatten die Muldestädter die Begegnung komplett gedreht. Einen langgezogenen Freistoß von Mirko Dietrich legte Brand per Kopf genau auf Engler ab – dessen Volleykracher schlug unhaltbar zum 2:1 unter dem Tordach ein (26.). In 19 von 20 Fällen trifft Engler dabei den angrenzenden Kunstrasen, diesmal passte allerdings alles! Nach dem Führungstreffer nahmen die Platzherren erst einmal etwas den Fuß vom Gas. Fortan verwaltete man geschickt das Resultat, ohne dabei die Kontrolle der Begegnung abzugeben. Erst kurz vor der Pause wurden die Gastgeber wieder torgefährlich. Dennis-Sven Radig stellte Schumann mit einem Distanzschuss auf die Probe (43.), beim folgenden Jackisch-Eckball bereinigte der VfL-Keeper die Konfusion am ersten Pfosten in höchster Not (44.). Sequenzen später zeichnete sich Schumann abermals aus, als er einen Engler-Schuss aus halbrechter Position aus dem Winkel fischte (45.).
Machtlos war der Schlussmann der Lila-Weißen allerdings kurz nach Wiederanpfiff. Schlitzohrig führte Engler im Zusammenspiel mit Kurzbach einen Freistoß schnell aus – Englers Schlenzer aus halblinker Position schlug zum 3:1 im oberen Eck ein (49.). Die Basis für einen Heimsieg war hiermit gelegt, die Gäste brauchten gute zehn Minuten um sich von diesem erneuten Nackenschlag zu erholen. In dieser Phase hätten die Gastgeber die Partie schon endgültig entscheiden müssen. Zunächst sah ein Seitenwechsel von Wiegner den rechtzeitig startenden Jackisch, doch fehlte es hier beim Torabschluss an der Genauigkeit (51.). Anschließend lief Wiegner – nach den Stationen Brand und Engler – allein auf das VfL-Gehäuse zu, doch konnte er Schumann mit seinem Lupfer nicht bezwingen (57.). Glück hatten die Gäste kurz darauf, als ein Jackisch-Freistoß nur von der Querlatte aufgehalten wurde – Schumann wäre hier chancenlos gewesen (59.). Doch auch in der Folgezeit nahmen sich die Gastgeber wieder eine zehnminütige schöpferische Pause, so dass Pirna-Copitz fortan wieder besser ins Spiel kam. Und plötzlich hatten die Gäste sogar die große Möglichkeit zum 3:2. Nachdem sich Weskott zunächst resolut gegen Toni Ziffert durchsetzen konnte, verirrte sich ein Schussversuch von Schmidt in Richtung des zweiten Pfostens, wo der völlig freistehende Kreher allerdings das Tor verfehlte (68.). Hier hatten die Gastgeber Fortuna im Bunde, ein Anschlusstreffer des Gastes hätte unnötig Spannung in die Partie gebracht. So zogen die Platzherren in der Endphase noch einmal an und setzten offensiv wieder Akzente. Strich zunächst ein Schuss von Jackisch knapp vorbei (77.), sorgte man zehn Minuten vor Spielende für die Entscheidung. Nach einem Doppelpass mit Wiegner kam Engler aus halblinker Position erneut in Schussposition – abermals schlug das Streitobjekt im langen Eck zum 4:1 ein (80.). Damit gaben sich die Rand-Dresdner endgültig auf – die Wohllebe-Schützlinge hatten fortan leichtes Spiel. Dass – wenn es einmal läuft – auch die unmöglichsten Sachen gelingen, zeigte sich acht Minuten vor Schluss. Ein von Jackisch getretener Eckball wurde länger und länger und schlug letztlich mit Hilfe des Innenpfostens zum 5:1 direkt im Gäste-Gehäuse ein (82.). Doch auch damit hatten die Gastgeber noch nicht genug. Nach einer Kombination über den eingewechselten Rocky Wedehase und Jackisch lief Engler allein auf das Tor zu, doch zischte das Leder diesmal über den Querbalken (84.). Pirna-Copitz sehnte fortan den Schlusspfiff herbei, doch hätten die Gäste nach einem Schuss des eingewechselten Funken durchaus noch einmal verkürzen können – Tröger rettete hier für den bereits geschlagenen Evers auf der eigenen Torlinie (89.). Den Schlusspunkt unter diese Partie setzten allerdings abermals die Wohllebe-Schützlinge. Nach gutem Zusammenspiel mit Wedehase scheiterte Radig zwar aus halblinker Position am gut reagierenden Schumann, doch nahm Brand den Abpraller auf und drückte die Kugel voller Entschlossenheit aus Nahdistanz per Kopf zum 6:1 über die Linie (90.).
Fazit: Dieser hohe Heimsieg sollte den Grimmaern weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben. Allerdings ist dieses Spiel richtig einzuordnen, so dass in den nächsten Begegnungen keinesfalls übermütig agiert werden soll. Die Elf ist auf dem richtigen Weg, nun gilt es die folgenden Spiele ebenfalls voller Konzentration abzuwickeln.
Tom Rietzschel

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Donnerstag, 12. Oktober 2017
Grimma mit Brocken Pirna-Copitz vor der Brust

Vorschau auf den 8. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (7.) – VfL Pirna-Copitz 07 (11.)

Datum: Samstag, 14.10.2017

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß: 14.00 Uhr

Nach dem letztwöchigen spielfreien Wochenende rollt nun wieder der Ball in der höchsten sächsischen Spielklasse. Dank einem 4:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim VfB Zwenkau konnte der FC Grimma seine davor erlittene 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den Großenhainer FV vergessen machen und rangiert derzeit mit elf Zählern auf Tabellenposition sieben. Doch soll dies nur eine Zwischenstation sein. Ohne zu großen Druck auf die Mannschaft aufbauen zu wollen, möchte die Elf von Trainer Daniel Wohllebe in den kommenden Begegnungen weiterhin Ergebnisse liefern um im Klassement weiter einen Schritt nach vorn zu machen. Zu viele Punkte hat die Elf bisher schon fahrlässig liegen gelassen – mit ein bisschen mehr Abgeklärtheit vor dem Tor hätten die Muldestädter beileibe schon mindestens vier Zähler mehr auf dem Konto haben können. Doch alles Jammern hilft nicht, hat die Mannschaft in den kommenden Wochen genügend Aufgaben vor der Brust um weiter auf dem Punktekonto anschreiben zu können. Allerdings hat man im Grimmaer Lager bereits am Samstag einen gewaltigen Brocken vor der Brust, wenn der VfL Pirna-Copitz um 14.00 Uhr im heimischen Stadion der Freundschaft gastiert.
Im vergangenen Jahr auf Tabellenposition fünf abschließend, vollzog sich beim VfL Pirna-Copitz vor Beginn der neuen Saison personell ein gewaltiger Umbruch. Führungsspieler wie Jan Benes, Falk van Kolck, Christoph Hartmann (alle Laufbahn beendet), Richard Lätsch (Borea Dresden) oder Maximilian Dietze (Dresden Striesen) verließen den VfL und hinterließen sowohl sportlich als auch charakterlich eine große Lücke. Hinzu kam noch das Laufbahnende eines Torjägers wie Marcel Kleber, der gesundheitlich kürzer treten musste. Trainer Nico Däbritz (Profi-Erfahrung als Spieler bei Dynamo Dresden, VfL Wolfsburg, VfB Leipzig), der zu Beginn der vergangenen Saison das Traineramt des zum SC Borea Dresden zurückgekehrten Elvir Jugo übernahm, war wohl oder übel gezwungen den Kader drastisch umzubauen und verstärkt auf junge, hungrige Akteure zu setzen. Von der „alten Garde“ sind nur noch Frank Paulus (38) und Ronny Kreher (37) im Kader, ansonsten besteht das VfL-Personal hauptsächlich aus jungen Hüpfern, wenn man mal noch den erfahrenen Erik Weskott (28) davon ausnimmt. Aus den eigenen A-Junioren, welche zuletzt in die Landesliga aufstiegen, rücken Jakob Funken (18), Kai Kemter (19), Victor Löwe (18) und Philipp Flacke (18) ins Kollektiv der I. Mannschaft. Weiterhin sicherten sich die Lila-Weißen die Dienste von Florian Glöß (Dresden Striesen), Marco Fischer (Bischofswerda) und Philipp Reimann (Dresden Laubegast). Sicherlich ist es schwer, solch verdienstvolle Akteure eins zu eins zu ersetzen, doch Trainer Däbritz ist zuversichtlich, dass sich die junge Mannschaft recht schnell an die Gegebenheiten in der Sachsenliga gewöhnt. Der Auftakt gestaltete sich erwartungsgemäß mit Höhen und Tiefen – acht Punkte aus sieben Spielen sind die bisherige Ausbeute. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass der VfL bisher auswärts erfolgreicher auftritt als daheim. Alle beiden Siege wurden auf des Gegners Plätzen errungen – 2:0 in Niesky, 2:1 in Zwenkau. Im heimischen Schmuckstück Willy-Tröger-Stadion ist man nach vier Spielen jedoch nur ohne einen Dreier – auch wenn man die gehobene Gegnerschaft dabei berücksichtigen sollte. Gegen Spitzenmannschaften wie Hohenstein-Ernstthal (2:2) oder Rapid Chemnitz (3:3) holte man daheim wenigstens noch jeweils einen Zähler, gegen Markranstädt und Radebeul (jeweils 1:2) musste man sich knapp geschlagen geben. Weiterhin ist zu sagen, dass der VfL in dieser Saison erst einmal eine klare Niederlage hinnehmen musste. Dies war bei der 1:4-Auswärtspleite in Großenhain. Im Pokal musste der VfL bereits in Runde eins die Segel streichen, als man im Vorfeld etwas Lospech hatte und beim Staffelkonkurrenten in Radebeul knapp mit 0:1 unterlag. Doch all diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Pirna-Copitz auch mit dieser jungen Truppe in dieser Saison durchaus für Furore sorgen kann. Trainer Däbritz legt großen Wert auf das Fußball spielen, ein gewisses Kombinationsspiel wird absolut bevorzugt. Dies kann die Mannschaft auch durchaus leisten, viele Akteure im Kader sind fußballerisch sehr gut ausgebildet.
Den Grimmaern indes ist zu wünschen, dass der letzte Auswärtssieg in Zwenkau weitere Potenzen im Team der Muldestädter freisetzt. Nach der Niederlage gegen Großenhain war es extrem wichtig, mit einem Sieg in Zwenkau dieses Ergebnis gerade zu rücken. Äußerst souverän und eindrucksvoll gelang dies der Wohllebe-Elf, auch wenn natürlich noch ein gewisses Steigerungspotenzial vorhanden ist. Für das letztwöchige freie Wochenende hat man ganz bewusst kein Testspiel angesetzt, da sich der eine oder andere Akteur doch mit leichten Blessuren herumgeplagt hat. Innerhalb der Trainingswoche wurde insgesamt wieder gut gearbeitet – gezielt und fokussiert wird man die Heimaufgabe VfL Pirna-Copitz am Samstag angehen. Im Lager des FC ist man natürlich über die Gäste ausreichend informiert und begegnet dem Gegner durchaus mit einer nötigen Portion Respekt. Allerdings dürfte die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe durchaus selbstbewusst an diese Aufgabe herangehen, schließlich hat man in Zwenkau abermals bewiesen, dass man weiß wo das gegnerische Tor steht. Im Spiel nach vorn gilt es, ähnlich variantenreich und spielfreudig wie zuletzt zu agieren, in der Defensive ist eine gewisse Stabilität absolut von Nöten. Sollte beides vorhanden sein, ist für die Muldestädter in diesem Heimspiel alles möglich. Dies wäre auch eine kleine Revanche für das letzte Aufeinandertreffen beider Teams – im diesjährigen Mai in Grimma. Mit einer wahren Rumpftruppe verspielten die Gastgeber dabei eine zwischenzeitliche Führung und mussten sich kurz vor Schluss durch einen Sonntagsschuss von Henschel knapp mit 1:2 geschlagen geben. Das Hinspiel in Pirna gewannen die Grimmaer damals jedoch mit 2:1.

Sonntag, 1. Oktober 2017
Grimma mit Pflichtsieg in Zwenkau

Ließ hier noch das 2:0 verstreichen – später traf er dann: Christoph Jackisch (10)
Foto: Karsten Hannover – Grimma

Sachsenliga – 7. Spieltag –

VfB Zwenkau 02 – FC Grimma 1:4 (0:1)
Zwenkau: Sudarski – F. Knezovic, Kratz, Baierlein, Ritter (ab 36. Arteaga Merchan) – Schaffranke (ab 60. Olbricht), Gläßer (ab 83. Hitzschke), Seidlitz, Schlesinger – Hinz, Jahr – Trainer: Meißner
Grimma: Evers – Radig, Schlüter, Dietrich, Ziffert (ab 76. Markus) – Tröger, Horn – Jackisch, Engler, Wiegner (ab 67. Kurzbach) – Brand (ab 79. Wedehase) – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Taugerbeck (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: Wolter (Görlitz), Runge (Schöpstal) – Tore: 0:1 Brand (26.), 0:2 Jackisch (53.), 0:3, 0:4 Engler (62., Handstrafstoß – verursacht: Schlesinger, 75.), 1:4 Gläßer (79.) – Gelbe Karten: Seidlitz (Zwenkau – Foulspiel – 30.), Schlesinger (Zwenkau – Foulspiel – 47.), Kratz (Zwenkau – Meckern – 61.) – Reservebänke: Oelßner (Tor), Genzel – Birkigt (Tor), Bouamama, Schabram – Zuschauer: 101 in der Eichholz-Sportstätte zu Zwenkau

Zwenkau. Nach der 1:2-Heimniederlage in der Vorwoche gegen Spitzenreiter Großenhainer FV hat Sachsenligist FC Grimma nun wieder Schwung geholt und seine folgende Auswärtsaufgabe gelöst. Beim bisher punktlosen Tabellenvorletzten VfB Zwenkau gewannen die Muldestädter mit 4:1 (1:0) und konnten sich somit für den schwachen Auftritt vom letzten Samstag etwas revanchieren. Das Ergebnis im Zwenkauer Eichholz spricht eine eindeutige Sprache, der Grimmaer Pflichtsieg wurde in souveräner Art und Weise eingefahren. Nichtsdestotrotz gibt es im Team von Trainer Daniel Wohllebe weitere Steigerungsmöglichkeiten, welche in den kommenden Partien unbedingt abzurufen sind. Auch in Zwenkau waren weitere Möglichkeiten vorhanden um das Resultat noch höher zu gestalten. Defensiv ließ man recht wenig zu und agierte durchaus kompakt. Erst in der Endphase, als die Partie bereits in die eigenen Bahnen gelenkt war, waren Schaltpausen Ausgangspunkt für Zwenkauer Gelegenheiten. Nichtsdestotrotz war das Grimmaer Ziel nach der Niederlage gegen Großenhain unbedingt ein Ergebnis zu liefern, welches man nach den 90 Minuten auch tat. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende möchte man dann im Heimspiel gegen den VfL Pirna-Copitz (Samstag, 14.10.2017 | Anstoß: 14.00 Uhr) natürlich weiter nachlegen.
Die Konstellation vor der Partie war natürlich klar. Ähnlich wie in der vergangenen Saison gingen die Grimmaer als klarer Favorit in die Begegnung in Zwenkau, wohl wissend, vor knapp einem halben Jahr an gleicher Stelle erst in den Schlussminuten ein mühevolles 1:1-Remis erreicht zu haben. Dies sollte diesmal auf keinen Fall nochmal passieren, vor allem da der FC in der Vergangenheit das eine oder andere Mal durchaus als eine Art Aufbaugegner für schwächer platzierte Mannschaften herhielt. Dementsprechend ging man von Beginn an konzentriert zu Werke und verlagerte das Geschehen frühzeitig in die Hälfte des Gegners. Wie bereits in Niesky hätte ein frühes Tor dabei das Vorgehen ungemein erleichtert, doch versemmelte Christoph Jackisch nach einem Schussversuch von Kevin Wiegner den ersten Hundertprozenter aus Nahdistanz kläglich (8.). Zwenkau versteckte sich zwar nicht, doch blieben zwingende Offensivaktionen der Rand-Leipziger Mangelware. Die Ausnahme bildete dabei jedoch eine Einzelaktion von Jahr, der sich gegen mehrere Grimmaer durchsetzte, in Jan Evers im FC-Gehäuse allerdings seinen Meister fand (13.). Gefährlicher blieben jedoch die Gäste, auch wenn im Spiel nach vorn längst nicht alles funktionieren sollte. So hätte VfB-Abwehrspieler Baierlein mit einer Rettungsaktion um ein Haar seinen eigenen Keeper überlistet, doch verhinderte Sudarski mit letztem Einsatz den Einschlag (19.). Doch bereits kurze Zeit später sollten die Grimmaer in Front ziehen und sich damit für ihre Feldüberlegenheit belohnen. Von der rechten Seite zog Stefan Tröger die Kugel flach und scharf nach innen – Robin Brand nutzte die Konfusion im VfB-Strafraum und netzte zum 0:1 ein (26.). Dieser Treffer tat den Gästen sichtbar gut, Zwenkaus Schlussmann Sudarski musste sein ganzes Können aufbieten um einen höheren Rückstand zu verhindern. Zunächst stellte ihn Rico Engler mit einem Distanzschuss auf die Probe (32.), anschließend rettete der VfB-Keeper per Blitzreflex nach einem Schuss von Jackisch (34.). Die Muldestädter waren dem zweiten Treffer nun nah. Gut von Wiegner über links eingeleitet, sah sich Engler abermals in guter Schussposition, doch setzte er das Visier etwas zu hoch an (40.). So ging es mit der knappen FC-Führung in die Halbzeitpause.
Auch im zweiten Durchgang sollte sich am Spielverlauf nichts ändern. Grimma blieb die dominierende Mannschaft, Zwenkau kam über Ansätze nicht hinaus. Vier Minuten nach Wiederanpfiff dann der nächste Hochkaräter für die Muldestädter. Sehenswert von Jackisch über rechts eingeleitet, steuerte Wiegner allein auf Sudarski zu, doch blieb der Zwenkauer Schlussmann abermals der Sieger (49.). Wenig später war der VfB-Keeper dann jedoch machtlos. Aus halbrechter Position zog Jackisch staubtrocken ab und katapultierte das Streitobjekt zum 0:2 in die Maschen (53.). Zwenkau war damit kalt getroffen, in der Folgezeit boten sich den Wohllebe-Schützlingen weitere Gelegenheiten. Gut von Engler vorbereitet, versuchte sich Brand mit einem Heber von der Mittellinie über den etwas weit vor dem Gehäuse postierten Sudarski – Zentimeter fehlten (56.). Kurz darauf zog Engler einen Freistoß aus linker Position auf den am ersten Pfosten einlaufenden Toni Ziffert – nur im Kollektiv verhinderten die Gastgeber hier einen weiteren Einschlag (59.). Doch nur drei Minuten später sollte sich eine Art Vorentscheidung anbahnen. Ein Flankenversuch von Brand wurde von Schlesinger im Zwenkauer Strafraum mit der Hand aufgehalten – Schiedsrichter Taugerbeck (Dresden) zögerte keinen Moment und zeigte auf den ominösen Punkt. Engler ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß souverän – 0:3 (62.). Damit steuerte der FC auf den zweiten Auswärtssieg der Saison zu, Jackisch traf frei vor Sudarski von halblinks den Pfosten (70.). Doch bereits mit dem nächsten Angriff sollte man das Ergebnis weiter ausbauen. Zunächst setzte sich Brand sehenswert auf der linken Außenbahn gegen Kratz durch, seinen anschließenden Querpass veredelte abermals Engler aus Nahdistanz zum 0:4 (75.). Allerdings ließ bei den Muldestädtern im Gefühl des sicheren Vorsprungs fortan die Konzentration etwas nach, in der Defensive tat sich nun die eine oder andere Lücke auf. Ein Schuss von Hinz sprang vom Innenpfosten des FC-Gehäuses ins Spielfeld zurück (71.), Gläßers Versuch wurde sichere Beute von Evers (74.), Olbrichts Schuss strich knapp vorbei (83.). Aufgrund dieser Schaltpausen kam der Zwenkauer Ehrentreffer nicht von ungefähr. Hinz tankte sich auf der rechten Seite durch, Gläßer setzte die Kugel entgegen der Laufrichtung von Evers zum 1:4 ins Netz (79.). Anschließend waren die Gäste durchaus bedacht, den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder herzustellen, doch spielte man die sich bietenden Möglichkeiten einfach nicht konsequent zu Ende. Selbst Überzahlsituationen spielte man viel zu schlampig aus, was demzufolge ein höheres Ergebnis nicht zuließ. Engler versuchte sich nochmals aus spitzem Winkel, doch konnte sich Sudarski abermals auszeichnen (88.). Auf der Gegenseite musste Evers dann nach einem Distanzschuss von Jahr nochmals eingreifen, blitzschnell riss der Keeper die Fäuste hoch (89.).
Letztlich ein verdienter Erfolg der Muldestädter, die das erhoffte Ziel mit dem Sieg in Zwenkau erreichten.
Tom Rietzschel

Freitag, 29. September 2017
Grimma in Zwenkau gefordert

Vorschau auf den 7. Spieltag der Sachsenliga zwischen

VfB Zwenkau 02 (15.) – FC Grimma (9.)

Datum: Samstag, 30.09.2017

Spielort: Eichholz-Sportstätte, Zwenkau

Anstoß: 15.00 Uhr

Letzten Samstag um 15.50 Uhr – gerade eben hat Sachsenligist FC Grimma sein Heimspiel gegen den Aufsteiger und Tabellenführer Großenhainer FV mit 1:2 (0:1) verloren. Was man sehen konnte, waren lange Gesichter im weiten Rund – nach dem 4:0-Erfolg in Niesky durfte dies auf keinen Fall passieren. Doch hat sich die Mannschaft diese Niederlage zu 100 Prozent selbst zuzuschreiben. Über eine Stunde lang erstarrte man völlig unverständlicherweise wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange und bot nicht mehr als Angsthasen-Fußball. Erst als man 0:2 im Hintertreffen lag und das Kind bereits in den Brunnen gefallen war, begann die Elf auf einmal Fußball zu spielen. Doch war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät – mehr als der Anschlusstreffer sollte der Elf von Trainer Daniel Wohllebe nicht mehr gelingen. Großenhain jubelte und festigte damit die Tabellenführung, die Platzherren schauten nach den 90 Minuten recht bedröppelt aus der Wäsche und bleiben damit im Mittelfeld hängen. Grund genug, um diesen Fauxpas bereits am morgigen Samstag geradezurücken. Man gastiert um 15.00 Uhr beim VfB Zwenkau – eine Mannschaft, die nach sechs Spielen noch keinen Punkt auf dem Konto hat und in der Tabelle nur die zweite Vertretung des VFC Plauen hinter sich hat. Die Ausgangslage für diese Begegnung ist völlig klar. Nur ein Auswärtssieg hilft den Grimmaern weiter wirtschaften.
Nur äußerst knapp hielt der VfB Zwenkau in seiner letztjährigen Premieren-Saison im sächsischen Oberhaus die Klasse. Am letzten Spieltag der vergangenen Spielserie reichte den Blau-Weißen ein 3:3-Unentschieden beim FV Eintracht Niesky zum Klassenverbleib – Kontrahent BSC Freiberg verlor zeitgleich beim Absteiger Taucha mit 0:1. 21 Punkte aus 28 Begegnungen sollten dem VfB reichen, die Zwenkauer qualifizierten sich damit für ein weiteres Jahr Sachsenliga. Und das, obwohl die Rand-Leipziger drei Trainer verbrauchten. In der Anfangsphase schwang Aufstiegs-Coach Robert Campbell das Zepter, nach einer 0:1-Niederlage in Lößnitz wurde dieser von Matthias Zimmerling beerbt. Diesem wurde dann Mitte der Rückrunde eine 1:7-Niederlage in Riesa zum Verhängnis, der vorherige Assistent Torsten Karwath übernahm und sicherte mit seiner Elf in den verbleibenden Spielen den Klassenerhalt. In der neuen Saison sollte im VfB-Lager vieles besser werden, vor allem wollte man aus der vergangenen Serie die richtigen Lehren ziehen. Mit den Zugängen Richard Seidlitz, Lukas Schlesinger (beide FC Eilenburg), Kenny Justin (VfL Halle 96), Ronny Meißner (Kickers Markkleeberg) und die aus der II. Mannschaft zurückgeholten Christopher Hitzschke und Christian Genzel schien man personell auf einem guten Weg zu sein. Zwar schmerzten die Abgänge von Felix Habeland (Barleben), Dominic Schöps (Wilmersdorf) und Lampros Gkouvas (Thalheim), doch ging der VfB recht zuversichtlich in die neue Saison. Allerdings setzten die Rand-Leipziger den Saisonauftakt komplett in den Sand. Sechs Spiele, sechs Niederlagen – schlimmer konnte es kaum kommen. Weiterhin kam es erneut zu einer Veränderung auf der Kommandobrücke. „Retter“ Torsten Karwath steht krankheitsbedingt bis auf Weiteres nicht zur Verfügung, Ronny Meißner, der aus Markkleeberg eigentlich als Spieler geholt wurde, trägt derzeit die Verantwortung. Hinzu kommt derzeit auch, dass die Elf aufgrund mangelnden Selbstvertrauens derzeit auch Führungen nicht ins Ziel bringt. Vor 14 Tagen führte der VfB in Großenhain mit 1:0 und vergab im Anschluss daran noch einen Elfmeter. Statt einer 2:0-Führung unterlag man beim Neuling mit 1:3. Am vergangenen Samstag führte man gegen Pirna-Copitz daheim lange, ehe man sich letztlich noch mit 1:2 geschlagen geben musste. Dennoch wird sich der VfB nicht aufgeben, auch wenn der Rückstand zum rettenden Ufer mehr und mehr wächst. Dass man auch erfolgreich agieren kann, bewiesen die Zwenkauer im Pokal. Nach dem Erstrunden-Erfolg beim SC Syrau (3:1) schlug man in Runde zwei Sachsenliga-Kontrahent Lipsia Eutritzsch im heimischen Eichholz klar mit 3:0. Vor allem, weil man ja durchaus gute Fußballer in den eigenen Reihen hat. Mit Bernhard Oelßner besitzt man einen sehr soliden Torhüter, Alexander Jahr ist Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Des Weiteren besitzt man mit Kenny Justin und Eduardo Oliveira de Piardi zwei sehr spielstarke Akteure, wobei die letztjährigen neun Saisontreffer eines Martin Olbricht nicht verschwiegen werden sollen.
Für die Grimmaer indes geht es einzig und allein darum, wieder in die Spur zu kommen. Nach dem Erfolg in Niesky schien man auf dem richtigen Weg zu sein, daher kann man nach der letztwöchigen Heimniederlage gegen Großenhain schon von einem Rückschlag sprechen. Die Mannschaft ist derzeit eine einzige Wundertüte. Nicht zu erklären ist, wie man in Niesky derart beeindruckte und die gleichen elf Spieler eine Woche später über 60 Minuten kein Bein vor das andere bekamen. Die Mannschaft steht nun natürlich unter Druck, acht Punkte aus sechs Spielen sind nicht das, was man sich im FC-Lager vorstellte. Doch besitzt die Elf allemal das Potenzial um in die Erfolgsspur zurückzukehren. Dazu muss man in der Defensive jedoch wieder kompakter agieren und in der Chancenverwertung deutlich zulegen. Was man derzeit an Möglichkeiten auslässt, ist einfach zu viel. Diesbezüglich hat die Mannschaft aufgrund dieser Schwäche schon einige Punkte verschenkt. Nun gilt es, in Zwenkau über 90 Minuten als Team aufzutreten und seine Favoritenstellung zu untermauern. Man wird am Eichholz mit Sicherheit nichts geschenkt bekommen und wird auf einen physisch sowie kämpferisch voll motivierten Gegner treffen. Nichtsdestotrotz gilt es, sein eigenes Spiel in Zwenkau durchzuziehen. Personell sieht es gut aus. Sollte sich im Abschlusstraining keiner verletzen, fehlen nur die Langzeitverletzten Mirko Jentzsch, Marcel Fricke und Michel Schwarz.

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