FC Grimma

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Spielberichte

Freitag, 23. Februar 2018
Grimma startet Rόckrunde in Eutritzsch

Vorschau auf den 17. Spieltag der Sachsenliga zwischen

SV Lipsia 93 Eutritzsch (14.) – FC Grimma (4.)

Datum: Samstag, 24.02.2018

Spielort: Sportanlage Thaerstraße, Leipzig

Anstoß: 14.00 Uhr

Nach knapp zweieinhalb Monaten Meisterschaftspause mit vier Hallenturnieren und ebenso vielen Testspielen startet der FC Grimma am Wochenende in die Rückrunde in der Sachsenliga. Für die Muldestädter kam die Winterpause im Dezember zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, hatte man sich durch eine kleine Serie zum Ende an die Tabellenspitze heran gerobbt und eine gewisse Konstanz an den Tag gelegt. Diesen Schwung möchten die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe natürlich mit in die Rückrunde nehmen, wohl wissend, dass es erst einmal wieder bei Null losgeht. Derzeit auf Tabellenplatz vier rangierend, hat sich die Elf jedoch alle Optionen für die Rückrunde offen gehalten und will mit einem positiven Start sofort wieder angreifen. Doch die Auftaktaufgabe ist durchaus nicht ohne, gastieren die Muldestädter am Samstag beim heimstarken Neuling SV Lipsia Eutritzsch. Der Anstoß an der Leipziger Thaerstraße erfolgt um 14.00 Uhr.
Der Aufsteiger aus dem Leipziger Norden, seines Zeichens ältester Verein in Sachsen, der in dieser Saison zum ersten Mal in der höchsten Spielklasse im Freistaat agiert, ist nach einem sehr ordentlichen Start klammheimlich in der Tabelle etwas durchgereicht worden. Grund dafür ist eindeutig die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Konnten die Eutritzscher von ihren sechs Heimspielen immerhin fünf gewinnen, verlor der Neuling all seine bisherigen neun Begegnungen auf gegnerischen Plätzen. Die einzige Niederlage daheim erfolgte kurz vor Weihnachten, doch war dies eigentlich auch gar kein Heimspiel. Gegen den Reichenbacher FC war der heimische Platz an der Thaerstraße nicht bespielbar. Doch aufgrund dessen, da gegen die Vogtländer bereits im Vorfeld ein Spielausfall zu verzeichnen war, entschlossen sich die Nord-Leipziger das Spiel auf dem Kunstrasenplatz des BSV Schönau austragen zu lassen. Dieses Vorhaben war sicherlich gut gemeint, doch ging es mit 1:4 klar in die Hose. Hinzu kam, dass der 2:1-Erfolg gegen den VFC Plauen II über den Jahreswechsel noch gestrichen wurde, da sich die Oberliga-Reserve bekanntlich aus dem Pflichtspielbetrieb der Sachsenliga zurückzog. Demzufolge rangieren die Eutritzscher mit vier Siegen und zehn Niederlagen derzeit auf Rang 14, wohl wissend, dass das Nachholspiel daheim gegen Eintracht Niesky noch aussteht, welches am vergangenen Samstag erneut den Platzverhältnissen zum Opfer fiel. Aber natürlich ist auch eindeutig erkennbar, dass der Rückstand zu den unmittelbaren Kontrahenten nicht allzu groß ist. Reichenbach ist mit 12 Zählern punktgleich mit Lipsia, Zwenkau (13), Radebeul (14) und Glauchau (15) sind absolut in Schlagdistanz. Damit das Intermezzo in der höchsten sächsischen Spielklasse jedoch nicht nur ein Jahr andauern soll, ist man sich in Eutritzsch natürlich aber auch im Klaren, dass man in der Rückrunde auch auf den gegnerischen Plätzen punkten muss. Oft war man dabei auch schon recht nah dran. In Riesa und Großenhain unterlag man nach jeweils großem Kampf knapp mit 1:2, in Pirna-Copitz zog man beispielsweise mit 0:1 den Kürzeren. Der ehrgeizige Trainer Arvid Schröpfer wird mit seiner Mannschaft daher alles versuchen um in der zweiten Halbserie die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zu sammeln. Dass in der Truppe Qualität besitzt, hat die Elf in der Hinrunde bereits mehrfach bewiesen. Das Hinspiel in Grimma verloren die Eutritzscher zwar klar mit 0:4, doch gestaltete der Neuling die Anfangsphase im Stadion der Freundschaft durchaus offen. Zulegen muss der Aufsteiger jedoch in der Defensive. Mit 35 Gegentoren hat man nach Rapid Chemnitz (41) die zweitmeisten in der Staffel kassiert. Bester Torschütze im Team ist Simon Knöbel mit fünf Treffern, gefolgt von Lucian Unger (4) und Subaru Komatsu (3).
Aufgrund der Tabellenkonstellation müssen die Grimmaer dagegen indes mit der Favoritenrolle leben und werden diese auch annehmen. Ziel ist es, die kleine Serie aus dem Ende der Hinrunde auszubauen und positiv in die Rückrunde zu starten. Die Erfolge gegen Radebeul (2:0), in Markranstädt (1:0) und gegen Rapid Chemnitz (5:0) belegten eindrucksvoll, dass die Mannschaft nach einem holprigen Start mehr und mehr zusammen gewachsen ist und langsam in die Spur kommt. Auch die Vorbereitungsspiele im Winter zeigten dies, wo man jedoch aufgrund personeller Probleme niemals komplett war. Hier verlor man nur die Partie bei IMO Merseburg (2:4), alle anderen Begegnungen wurden siegreich gestaltet. Dass im Team jedoch noch allerhand Luft nach oben ist, wurde in allen Testspielen sichtbar. Doch nun starten die Muldestädter am Samstag wieder in den Wettkampfmodus, wobei allen Akteuren die Wichtigkeit dieser Partie klar sein muss. Nur wenn jeder Spieler sein komplettes Leistungsvermögen ausschöpft, wird man auch in der Rückrunde erfolgreich sein. Schaltpausen werden in dieser ausgeglichenen Liga konsequent bestraft. Dabei haben die Wohllebe-Schützlinge bereits in der Hinrunde schon einige Punkte fahrlässig liegen gelassen, diesen Aspekt möchte man sich in der zweiten Halbserie unbedingt ersparen. Doch ist die Mannschaft natürlich gewillt, besser als in der Hinrunde aus den Startlöchern zu kommen, wo man ja bekanntlich das Auftaktspiel in Markkleeberg gleich mit 0:3 in den Sand setzte. Demzufolge dürften alle Akteure gewarnt sein. Mit einer halben Arschbacke wird nichts funktionieren, als Kollektiv dagegen schon. Der Druck soll aufs Spitzentrio Hohenstein-Ernstthal, Lößnitz und Großenhain sofort aufrecht erhalten werden, daher wäre es schon ein positives Signal in Eutritzsch mit einem Sieg zu starten.

Samstag, 17. Februar 2018
Geglόckte Generalprobe trotz mangelnder Alternativen

Sachsenliga – Testspiel –

FV Dresden 06 Laubegast – FC Grimma 2:3 (1:2)
Dresden-Laubegast: Mittag (ab 67. Beulke) – Wehner (ab 67. N. Heinrich), Riegler, Scannewin, Whyte (ab 55. Mohamad) – Lukic, Ph. Wappler, Hauptmann, Kassner (ab 46. F. Wappler) – Csobot (ab 67. Khademy), Ch. Heinrich – Trainer: Lucic
Grimma: Evers – Schabram, Maruhn, Schlüter, Kurzbach – Brand, Ziffert – Szepesi (ab 46. Radig), Jackisch, Markus (ab 71. Diallo) – Wedehase – Trainer: i.V. Nehring
Schiedsrichter: Jautze (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: Sintke, Ramm (beide Dresden) – Tore: 0:1 Brand (20.), 1:1 Kassner (27.), 1:2 Szepesi (38.), 2:2 Scannewin (50.), 2:3 Brand (58.) – Gelbe Karten: keine – Rote Karten: Wedehase (Grimma) wegen einer Tätlichkeit (45.) – Reservebänke: keiner – Birkigt (Tor) – Zuschauer: 30 in der Sportanlage Steirische Straße (Kunstrasen) zu Dresden

Dresden. Quasi mit dem allerletzten Aufgebot hat der FC Grimma seine Generalprobe vor dem Rückrundenstart der Sachsenliga am kommenden Wochenende erfolgreich gestaltet. Beim jetzigen Landesklassisten und ehemaligen Oberligisten FV Dresden 06 Laubegast gewannen die Muldestädter mit 3:2 (2:1), wobei letztlich noch einiges an Sand im Getriebe war, was aufgrund der massiven Personalnöte allerdings auch überhaupt nicht verwunderlich erscheint. Ein weiterer Wermutstropfen stellte noch eine völlig sinnfreie Rote Karte gegen Rocky Wedehase dar, der sich kurz vor dem Halbzeitpfiff zu einer Tätlichkeit gegen Ex-Profi Scannewin hinreißen ließ und dementsprechend völlig zurecht von Schiedsrichter Jautze (Dresden) des Feldes verwiesen wurde (45.). So sollte sich im zweiten Durchgang die Aufgabe dadurch zwar noch zusätzlich erschweren, doch agierten die Muldestädter dann in Unterzahl jedoch taktisch äußerst clever, verengten geschickt die Räume, präsentierten sich dann als echtes Kollektiv und brachten im Verbund daher den knappen Sieg mit einer Willensleistung sicher über die Zeit.
Mit drei Siegen und einer Niederlage ist die Vorbereitungsphase der Grimmaer nun abgeschlossen. Am kommenden Samstag startet die Rückrunde der Sachsenliga, wenn man um 14.00 Uhr beim Aufsteiger SV Lipsia 93 Eutritzsch gastiert. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Personallage in einer Woche etwas entspannt hat, wofür man im Lager der Muldestädter recht zuversichtlich ist.
Angesichts der mangelnden personellen Alternativen gab es vor Anpfiff zwar keine Optionen bezüglich der Aufstellung, allerdings sollten die taktischen Vorgaben doch versucht werden einzuhalten. Jedoch brauchten die Muldestädter gute 15 Minuten um in die Partie zu kommen. So hatten die Gäste bereits in der Anfangsphase die erste gefährliche Situation zu überstehen, als Ph. Wappler nach einer flachen Eingabe von Ch. Heinrich aus Nahdistanz knapp verzog (3.). Doch nach anfänglichen Problemen fand die Grimmaer Elf fortan besser in die Begegnung, auch wenn spielerisch einiges Stückwerk blieb. So prüfte Rocky Wedehase mit einem kernigen Linksschuss Mittag im Laubegaster Gehäuse (14.), bei einem Versuch von Szepesi rettete Riegler auf der Linie (16.). Allerdings sollte der Favorit kurze Zeit später in Führung gehen. Ein aufs kurze Eck gezogener Freistoß von Christoph Jackisch wehrte der leicht überraschte Mittag nur kurz nach vorn ab – Robin Brand staubte ab und nagelte die Kugel aus Nahdistanz zum 0:1 unters Dach (20.). Doch die Antwort der Gastgeber sollte nicht lange auf sich warten lassen. Kassner bestrafte das inkonsequente Zweikampfverhalten in der Grimmaer Defensive und überwand Jan Evers mit einem Flachschuss ins äußerste Eck – 1:1 (27.). Vor allem bei den langen Dresdner Bällen hatten die Gäste im Rückwärtsgang so manches Problem, richtig zwingend vor dem Tor wurden die Platzherren vor dem Pausentee allerdings nicht. Dies sah auf der anderen Seite schon etwas gefährlicher aus. Ein abgefälschter Jackisch-Schuss zischte knapp am Gehäuse vorbei (36.), ein Kopfball von Stefan Maruhn nach vorherigem Jackisch-Eckball wurde vom Pfosten aufgehalten (37.). Erst Bence Szepesi brachte den Favoriten erneut in Front, als er nach gutem Zusammenspiel mit Robert Schabram mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich war – 1:2 (38.). In dieser besten Phase im Grimmaer Spiel hätte der diesmal sehr auffällige Jackisch zweimal das Ergebnis weiter ausbauen können. Einen gefährlichen Freistoß lenkte Mittag aufs Netz (40.), nach einem selbst abgefangenen Ball konnte Jackisch im Anschluss daran Mittag mit einem Heber nicht bezwingen (42.). Allerdings sollten sich die Vorzeichen kurz vor der Pause drastisch ändern. Wedehase ließ sich nach einem Foulspiel von Scannewin zu einer Kurzschlussreaktion im Sinne eines angedeuteten Kopfstoßes hinreißen – Schiedsrichter Jautze hatte keine andere Wahl als den Grimmaer Angreifer mit Rot des Feldes zu verweisen (45.).
So gehörte die Anfangsphase der zweiten Hälfte durchaus den Platzherren, die Gäste mussten sich in Unterzahl erst einmal zurecht finden. Verfehlte zunächst ein Schuss von Ph. Wappler zunächst knapp das Ziel (48.), kamen die Dresdner kurz darauf erneut zum Ausgleich. Sehr gut von Ph. Wappler inszeniert, traf Scannewin mit einem Flachschuss unhaltbar zum 2:2 ins lange Eck (50.). Doch dieser Gegentreffer spornte den Sachsenligisten zusätzlich an – wenig später sollte man zum dritten Mal in Front ziehen. Verfehlte Jackisch zwar zunächst abermals mit einem Schuss das Ziel (54.), nutzte Brand nach sehr guter Vorarbeit von Philipp Schlüter die Unordnung in der Laubegaster Hintermannschaft und lochte per Flachschuss zum 2:3 ein (58.). In der Folgezeit bissen sich die Gäste regelrecht in die Begegnung. Man zog sich im Anschluss etwas weiter zurück, ließ die Platzherren spielen und verengte in der eigenen Hälfte geschickt die Räume. Aus den Ballgewinnen gelang es fortan immer wieder schnell zu kontern. Der eingewechselte Dennis-Sven Radig kam so zweimal in gute Abschlussposition, doch fehlten beide Male die berühmten Zentimeter (60., 76.). Den Gastgebern fiel gegen den kompakten Grimmaer Riegel recht wenig ein, einzig Distanzschüsse von Lukic und Hauptmann mussten herhalten um für einen Hauch von Torgefahr zu sorgen. Allerdings brauchte Grimmas Keeper Evers jeweils nicht eingreifen (71., 78.). Die Gäste verstanden es immer mehr das Geschehen vom eigenen Gehäuse fernzuhalten und waren in der Endphase sogar vierten Treffer näher. Der eingewechselte A-Junior Diallo, der sein Debüt im Herrenbereich gab und dabei durchaus zu überzeugen wusste, scheiterte nach Eingabe von Maruhn aus vielversprechender Position am Laubegaster Keeper Beulke (87.). Beim folgenden Eckball von Kurzbach ließ abermals Diallo seine Gefährlichkeit aufblitzen – im letzten Moment konnten die Gastgeber in Gemeinschaftsproduktion den vierten Einschlag verhindern (88.).
So blieb es letztlich beim knappen Grimmaer Erfolg in Dresden-Laubegast, welchen man auch trotz der mangelnden personellen Alternativen und des Feldverweises insgesamt durchaus als verdient bezeichnen muss. Dass die Elf jedoch weiteren Steigerungsbedarf besitzt jedoch dabei Optionen benötigt, ist allgegenwärtig und war auch in der Landeshauptstadt nicht zu übersehen.
Tom Rietzschel

Sonntag, 4. Februar 2018
Einige Schaltpausen trotz klarem Sieg unόbersehbar

Innenverteidiger Stefan Maruhn (links) netzte in Wilsdruff zum 1:1-Ausgleich ein
Foto: Karsten Hannover – Grimma

Sachsenliga – Testspiel –

SG Motor Wilsdruff – FC Grimma 1:5 (1:3)
Wilsdruff: Schäfer – Knop, Stefan Göldner (ab 46. Sander), Dettloff – Kohl, Rickert, Lucius, Braune – Hellwig – Gerstenberger (ab 58. Göhler), Sebastian Göldner – Trainer: Rabe
Grimma: Evers – Schabram, Maruhn, Schlüter, Kurzbach – Tröger, Radig – Jackisch, Brand, Markus (ab 46. Koch) – Wedehase (ab 78. Szepesi) – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: K. Windisch (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: J. Windisch, Obenaus (beide Dresden) – Tore: 1:0 Braune (11.), 1:1 Maruhn (16.), 1:2 Brand (20.), 1:3 Markus (26.), 1:4 Jackisch (66.), 1:5 Schlüter (84.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Bathke – keiner – Zuschauer: 30 im Parkstadion (Kunstrasen) zu Wilsdruff

Wilsdruff. Im letzten Testspiel vor dem Sachsenliga-Nachholspiel gegen Kickers Markkleeberg hat der FC Grimma einen klaren Sieg errungen. Zwar behielten die Wohllebe-Schützlinge beim Landesklassisten SG Motor Wilsdruff klar mit 5:1 (3:1) die Oberhand, doch war auch in dieser Begegnung längst nicht alles Gold was glänzt. Ein frühes Gegentor musste herhalten, um den Sachsenligisten erst einmal aus dem tiefen Winterschlaf zu wach zu küssen, weiterhin ließ man vor dem gegnerischen Tor erneut eine ganze Reihe hochkarätiger Möglichkeiten liegen. Letztlich wurde das Resultat zwar standesgemäß, doch gibt es in der kommenden Woche bezüglich dieser Partie von Trainerteam noch einige Sachen anzusprechen. Ziel für die kommenden Aufgaben muss es sein, die jeweiligen kompletten 90 Minuten mit vollster Konzentration anzugehen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und vor allem im Torabschluss viel konsequenter zu agieren. Die Markkleeberger Kickers, welche am kommenden Samstag um 13.30 Uhr zum Nachholspiel im Grimmaer Stadion der Freundschaft gastieren, werden ein anderer Gradmesser und verstehen diese Nachlässigkeiten viel kaltschnäuziger zu nutzen. Einen erneuten Fehlstart, wie bei der 0:3-Auftaktpleite in Markkleeberg erlitten, möchten die Muldestädter diesmal auf jeden Fall vermeiden. Demzufolge ist jeder Einzelne gefordert, sein komplettes Leistungsvermögen auch dementsprechend abzurufen. Alles andere kann böse Folgen nach sich ziehen.
Erneut längst nicht in Bestbesetzung auflaufend, verschliefen die Grimmaer die erste Viertelstunde auf dem engen Kunstrasen des Wilsdruffer Parkstadions komplett. Mit einfachsten Mitteln brachten die Gastgeber den Favoriten immer wieder in Verlegenheit. Bereits nach drei Minuten hätte Sebastian Göldner den Underdog in Führung bringen müssen, doch nach einer flachen Eingabe von Hellwig versagten ihm vor dem Tor die Nerven. Die Gäste brachten in der Anfangsphase rein gar nichts zustande. Die Ausnahme bildete da ein Schuss von Dennis-Sven Radig, welchen der 42-jährige Motor-Torwarttrainer Maik Schäfer, der die etatmäßigen Schlussleute des Landesklassisten vertrat, souverän meisterte (5.). Stattdessen brannte es zunächst mehrfach lichterloh im FC-Strafraum, so dass sich die Führung der Platzherren nahezu zwangsläufig ergaben musste. Somit war die „Zu-Null“-Vorgabe von FC-Trainer Daniel Wohllebe bereits nach wenigen Minuten bereits im Keim erstickt. Nach einer Freistoßvariante stand Braune plötzlich völlig frei und ließ Jan Evers aus Nahdistanz keine Abwehrchance – 1:0 (11.). Doch damit noch nicht genug. Nach einem erneuten Grimmaer Fehler im Aufbauspiel hätte Hellwig um ein Haar für den Außenseiter erhöht, doch ließ er beim Torabschluss die nötige Genauigkeit vermissen (13.). Damit waren scheinbar alle FC-Kicker aus dem Winterschlaf erwacht, fortan ließ der Favorit endlich den Ball etwas besser laufen. Prompt ergaben sich Gelegenheiten, als Jackisch eine Flanke von Tröger per Kopf aus Nahdistanz über den Kasten drückte (14.) und Brand – über die Stationen Wedehase und Jackisch – am glänzend reagierenden Schäfer scheiterte (15.). Doch mit dem folgenden Eckball sollte der Sachsenligist bereits ausgleichen. Gefühlvoll von Vincent Markus hereingebracht, rammte der am ersten Pfosten einlaufende Stefan Maruhn die Kugel per Kopf wuchtig zum 1:1 in die Maschen (16.). Fortan drückten die Gäste der Partie mehr und mehr den Stempel auf, was sich sofort im Ergebnis niederschlagen sollte. Kapitän Robin Brand profitierte von einem zu kurz abgewehrten Ball und bezwang Schäfer, der vorher noch gegen Jackisch rettete (17.), mit einem Schuss von der Strafraumgrenze – 1:2 (20.). Nichtsdestotrotz blieb auch im Anschluss daran so manche Schaltpause in der Grimmaer Defensive unübersehbar, wobei Evers allerdings nur einmal bei einem Schuss von Sebastian Göldner eingreifen brauchte (25.). In Sachen Kommunikation und Gedankenschnelligkeit ist auf Grimmaer Seite in den kommenden Wochen eine dringende Steigerung von Nöten. Auf der anderen Seite war jedoch positiv anzumerken, wie man sich in Wilsdruff bis zur Pause eine ganze Reihe guter Möglichkeiten erarbeitete und erspielte. Was man allerdings daraus machte, war insgesamt viel zu wenig. Einen Schuss von Robert Schabram stellte Schäfer vor ernsthafte Probleme (21.), bei einem Schlenzer von Vincent Markus fehlten die berühmten Zentimeter (37.). Wenig später setzte Brand seinen Kopfball – nach vorheriger Schabram-Flanke – etwas zu hoch an (38.), ein Heber von Oliver Kurzbach über den herausstürzenden Schäfer war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt (41.). So war es einzig Vincent Markus vorbehalten auf der Anzeigetafel weiter anzuschreiben, der nach gutem Spielzug über Brand und Wedehase erfolgreich war – 1:3 (26.). Allerdings hätte der Grimmaer Vorsprung vor dem Pausenpfiff durchaus noch anwachsen können. Schäfer zeigte sich nach einem Flachschuss von Christoph Jackisch voll auf der Höhe (42.), kurz darauf kamen nach einem sehr gut getretenen Jackisch-Eckball alle Gäste-Akteure einen Schritt zu spät (45.).
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten nahmen die Muldestädter den Schwung aus der Endphase des ersten Durchganges mit. In den ersten drei Minuten hatte der Favorit drei klare Gelegenheiten, doch ließ abermals die Verwertung stark zu wünschen übrig. Zunächst zischte ein Schuss von Jackisch um Haaresbreite am Motor-Kasten vorbei (46.), anschließend traf der allein aufs Tor zulaufende Rocky Wedehase nach einem glänzenden Kurzbach-Zuspiel nur den Außenpfosten (47.). Zu guterletzt versuchte sich abermals Jackisch aus der Drehung, doch blieb hier Schäfer der Sieger (48.). Doch hielt der Grimmaer Anfangsschwung nicht lange an. Zwar blieben die Muldestädter klar feldüberlegen, doch ließ man in der Folgezeit die nötige Zielstrebigkeit stark vermissen. Nichtsdestotrotz hatten Robin Brand (58., 64.) und Philipp Schlüter (63., 65.) weitere gute Möglichkeiten um das Resultat weiter anwachsen zu lassen. Wilsdruff wehrte sich zwar nach Kräften, doch kam der Landesklassist über Ansätze kaum hinaus. Torgefährlich wurden die Gastgeber nur, wenn man von weiteren Grimmaer Schaltpausen im Rückwärtsgang profitierte. So strich zunächst ein Schuss von Hellwig knapp am Evers-Gehäuse vorbei (60.), später musste der Grimmaer Torhüter gegen Göhler reaktionsschnell parieren (83.). Indes gab es an der Dominanz der Muldestädter sicherlich nichts zu deuteln, doch muss angemerkt werden, dass die Vielzahl der Fehler im Ballvortrag im zweiten Durchgang einfach zu hoch war. Daran konnte auch das 1:4 – ein sehr schöner Distanzschuss von Christoph Jackisch (66.) – recht wenig ändern. Erst in den letzten zehn Minuten wurde das FC-Spiel wieder etwas besser, da es nun wieder besser gelang den Ball laufen zu lassen und jeglichen Zweikämpfen damit aus dem Weg zu gehen. Nach einem Kurzbach-Eckball hatte Markus den fünften Treffer auf dem Kopf, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (82.). Allerdings sollte der Favorit kurz vor Schluss noch einmal jubeln dürfen. Als Schäfer einen Flachschuss von Kurzbach nur nach vorn prallen ließ, reagierte Philipp Schlüter als Schnellster und lochte aus Nahdistanz mühelos zum 1:5-Endstand ein (84.).
Tom Rietzschel

Sonntag, 28. Januar 2018
Defensiv ganz schwacher Gδsteauftritt in Merseburg

Traf zum zwischenzeitlichen 1:2 – Rocky Wedehase (am Ball)
Foto: Karsten Hannover – Grimma

Sachsenliga – Testspiel –

VfB IMO Merseburg – FC Grimma 4:2 (3:1)
VfB IMO: Buschhardt (ab 46. Wurster) – Löser, Pfeifer, Reichel (ab 74. Wilsenack), Carl – D. Wagner (ab 63. Trotte), Schößler, Winkler (ab 46. Kothe), Bornschein (ab 46. Shoshi) – Schlichting, Rolleder (ab 58. Jurkiewicz) – Trainer: i.V. A. Wagner
Grimma: Evers – Kurzbach, Maruhn, Schlüter (ab 58. Koch), Ziffert – Radig, Tröger (ab 33. Schabram) – Jackisch, Engler, Markus – Wedehase – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Menz (Könnern) – Schiedsrichter-Assistenten: Schäfer (Schafstädt), Mengel (Mücheln) – Tore: 1:0 Rolleder (3.), 2:0 Schlichting (16.), 2:1 Wedehase (21.), 3:1 Rolleder (38.), 3:2 Jackisch (64.), 4:2 Bornschein (89.) – Gelbe Karten: Koch (Grimma – Foulspiel – 66.) – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 30 am Sportplatz Ulmenweg (Kunstrasen) zu Merseburg

Merseburg. Einen äußerst schwachen Auftritt lieferte der FC Grimma in seinem zweiten Testspiel zur Vorbereitung auf die Rückrunde der Sachsenliga ab. Beim anhaltinischen Verbandsligisten VfB IMO Merseburg unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe mit 2:4 (1:3) und zeigte vor allem im Defensivbereich dabei unerklärliche Schwächen. Vor allem im ersten Durchgang stürzten sich die Muldestädter im Rückwärtsgang von einer Verlegenheit in die nächste – ein 1:3-Pausenrückstand war die prompte Quittung. Zwar wurde dies in den zweiten 45 Minuten leicht besser, wobei man zwischenzeitlich sogar nah am Ausgleich war, doch insgesamt konnte das Trainerteam mit der gezeigten Leistung in keinster Weise zufrieden sein. Alles in allem brachte dieser Test wieder eindrucksvolle Erkenntnisse, wo in den vergangenen Wochen der Hebel anzusetzen ist. Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Grimmaer bereits am kommenden Samstag, wenn man um 14.00 Uhr beim Landesklassisten SG Motor Wilsdruff zu Gast ist.
Ohne die angeschlagenen Mirko Dietrich, Kevin Wiegner und Maksymilian Drobniak, die Langzeitverletzten Mirko Jentzsch, Marcel Fricke, Michel Schwarz und Max Theinert, sowie die privat verhinderten Robin Brand und Pascal Birkigt kamen die Gäste sehr schwer in die Begegnung. Bereits nach drei Minuten lagen die Grimmaer in Rückstand. Zielstrebig kombinierten sich die Platzherren über die rechte Seite – nach einer flachen Eingabe von Schlichting brauchte Torjäger Rolleder aus Nahdistanz zum 1:0 nur noch den Fuß hinhalten (3.). Vor allem auf der linken Seite hatten die Gäste auch in der Folgezeit große Probleme, nach Eingabe von Schlichting vergab Winkler das sichere 2:0 (9.). Erst nach gut zehn Minuten kamen die Wohllebe-Schützlinge besser in die Partie und setzten auch erste Offensivakzente. Zunächst strich ein Schuss von Stefan Tröger knapp vorbei (10.), anschließend scheiterte Dennis-Sven Radig nach gutem Zusammenspiel mit Christoph Jackisch an IMO-Schlussmann Buschhardt, wobei Vincent Markus nach Nachschuss danach freistehend über den Kasten schaufelte (12.). Wenig später versuchte sich abermals Radig, doch blieb Buschhardt hier der Sieger (15.). Allerdings blieben die Grimmaer Schwächen in der Defensive weiterhin unübersehbar. Mit nur einem langen Pass von Carl war die Hintermannschaft der Gäste komplett ausgehebelt – Schlichting überwand Evers mühelos zum 2:0 (16.). 0:2-Rückstand nach gut einer Viertelstunde – schlimmer konnte es aus Grimmaer Sicht nicht beginnen. Doch fortan wehrte sich die Mannschaft. Man hatte fortan mehr Ballbesitz und wurde spielbestimmend. Nach einer Flanke von Rico Engler hatte Jackisch die Möglichkeit zum 1:2, doch setzte er seinen Kopfball etwas zu hoch an. Nichtsdestotrotz kamen die Muldestädter kurz darauf zum Anschlusstreffer, auch wenn die Gastgeber dabei kräftig Pate standen. Merseburgs Schlussmann Buschhardt ließ sich am eigenen Fünfmeterraum zu einem Dribbling gegen Rocky Wedehase hinreißen – der Grimmaer blieb Sieger und verkürzte zum 2:1 (21.). Die Gäste waren nun wieder mittendrin. Nach Eckball von Engler verzog Stefan Maruhn aus spitzem Winkel (31.), nach Radigs Versuch zeigte sich Buschhardt diesmal auf dem Posten (39.). Doch alles was sich die Muldestädter vorn mühsam aufbauten, rissen sie sich in der Defensive fahrlässig mit dem Hinterteil wieder ein. Erneut wurde mit einem Pass die linke Abwehrseite komplett aufgerissen – Rolleder veredelte die flache Eingabe von Wagner aus Nahdistanz zum 3:1 (38.). Kurz darauf musste Keeper Jan Evers Kopf und Kragen riskieren, um gegen den durchgebrochenen Winkler einen weiteren Gegentreffer zu verhindern (42.). Demzufolge war der 1:3-Pausenrückstand aus Grimmaer Sicht nur allzu logisch.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich am FC-Spiel recht wenig. Die Bemühungen im Spiel nach vorn konnten nicht einmal ansatzweise die gravierenden Defensivprobleme übertünchen. Gegen den abermals frei durchgebrochenen Winkler sowie nach einem Carl-Freistoß rettete Evers zweimal bravourös (51., 66.), Kothe setzte einen weiteren Hundertprozentigen neben das Tor (54.). Grimmas Trainer Daniel Wohllebe stellte defensiv nun personell um, wobei man in der Folgezeit deutlich stabiler wirkte. Und siehe da, plötzlich wurde die Begegnung wieder spannend. Nachdem Wedehase zunächst am geschickt den Winkel verkürzenden Wurster scheiterte, nahm Jackisch den Abpraller auf und jagte die Kugel zum 3:2 ins leere Tor (64.). Auf einmal ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft, plötzlich waren die Muldestädter dem Ausgleich sehr nah. Zunächst rettete ein IMO-Abwehrspieler nach einem Geschoss von Oliver Kurzbach in höchster Not auf der Torlinie (77.), anschließend konnte Wedehase die Kugel per Kopf – nach einer Flanke von Robert Schabram – nicht wunschgemäß drücken, so dass Wurster hier keine Probleme hatte (83.). Die größte Ausgleichs-Gelegenheit ließen die Muldestädter jedoch eine Minute später aus. Parierte Wurster zunächst den Schuss von Jackisch, jagte Wedehase den Nachschuss völlig frei über den Querbalken (84.). In der Endphase öffneten die Gäste dann komplett, was die Gastgeber nach einem Konter zur Entscheidung nutzten. Nach einer Eingabe von Schlichting beförderte Bornschein – allerdings aus klarer Abseitsposition – zum 4:2-Endstand ins Grimmaer Gehäuse (89.).
Für die Muldestädter gilt es nun diese Begegnung ordentlich auszuwerten und vor allem die Fehler in der Defensive zu analysieren. Innerhalb der Trainingswoche wird man sich weiterhin zielstrebig auf die Rückrunde der Sachsenliga vorbereiten – die Begegnung am Samstag in Wilsdruff sollte eine weitere Standortbestimmung sein.
Tom Rietzschel

Samstag, 20. Januar 2018
Grimma siegt im ersten Test, doch Schwδchen unόbersehbar

Sachsenliga – Testspiel –

FC Grimma – FC Bad Lausick 1990 4:2 (0:0)
Grimma: Evers (ab 46. Birkigt) – Schabram (ab 46. Käseberg), Tröger, Maruhn, T. Ziffert (ab 46. Kurzbach) – Radig, Brand – Jackisch, Engler, Markus – Drobniak (ab 46. Wedehase) – Trainer: i.V. Nehring
Bad Lausick: Schötzke – Kluge (ab 19. Kamke), Berthold, Richter, Wild – Fliegner, Gritzner, E. Ziffert, Streubel, Ruppelt – Schmiedel – Trainer: i.V. Weiske
Schiedsrichter: Bärmann (Leipzig) – Schiedsrichter-Assistenten: Sommer (Bad Lausick), Fritsch (Hohburg) – Tore: 1:0 Wedehase (50.), 1:1 Ruppelt (56.), 2:1 Kurzbach (58.), 3:1 Engler (59.), 4:1 Jackisch (69.), 4:2 Ruppelt (80.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – Kalbitz – Zuschauer: 10 im Rudolf-Harbig-Stadion (Kunstrasen) zu Borna

Borna. Der FC Grimma hat sein erstes Testspiel zur Vorbereitung auf die Sachsenliga-Rückrunde erfolgreich absolviert. Gegen den Landesklassisten FC Bad Lausick gewannen die Muldestädter im Bornaer Rudolf-Harbig-Stadion auf Kunstrasen mit 4:2 (0:0), wobei man sich allerdings erst in den zweiten 45 Minuten etwas zielstrebiger vor dem gegnerischen Tor zeigte. Bereits zur Pause hätte der Sachsenligist klar führen müssen, doch was man in Hälfte eins an klaren Gelegenheiten ausließ, ging vielmals über die oft zitierte Kuhhaut. In Sachen Chancenverwertung wurde es aus Grimmaer Sicht zwar in Halbzeit zwei etwas besser, doch gravierende Schaltpausen in der Defensive ließen die Kurstädter allerdings auch zweimal jubeln. Letztlich gewannen die Muldestädter den Test zwar erwartungsgemäß, doch Luft nach oben ist in allen Bereichen vorhanden. Allerdings ist dies nach erst zwei Trainingseinheiten nicht weiter verwunderlich. Für die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe geht es bereits am kommenden Samstag weiter, wenn man um 14.00 Uhr beim VfB IMO Merseburg (Verbandsliga Sachsen-Anhalt) antritt.
Zwar übernahm der Favorit von Beginn an die Regie in dieser Testbegegnung, doch brauchten die Muldestädter eine gewisse Zeit um sich an die Bedingungen auf dem engen Kunstrasen zu gewöhnen. Bad Lausick verengte geschickt die Räume und agierte sehr kompakt, so dass der Sachsenligist im Spiel nach vorn doch einige Probleme hatte. Erst nach gut einer Viertelstunde setzte Dennis-Sven Radig mit einem Distanzschuss das erste Achtungszeichen, doch kratzte Schötzke die Kugel aus dem Eck (16.). Kurz darauf stand Bad Lausicks Schlussmann abermals im Mittelpunkt, als Toni Ziffert nach vorheriger Jackisch-Flanke aus spitzem Winkel am Keeper scheiterte (17.). Grimma wurde nun etwas zielstrebiger, auch wenn spielerisch noch einiges im Argen lag. Einen zu kurz abgewehrten Ball schmetterte Radig per Direktabnahme knapp am Tor vorbei (18.), ein Schuss von Maksymilian Drobniak aus vollem Lauf strich hauchzart über den Querbalken (23.). Doch verteidigten die Kurstädter weiterhin sehr geschickt, immer wieder verstand es der Landesklassist das Grimmaer Spiel zu zerstören. Im Offensivspiel kam Bad Lausick jedoch über Ansätze kaum hinaus. Die Ausnahme bildete da ein Treffer von Schmiedel, welchem jedoch aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt blieb (42.). Torgefährlicher blieben eindeutig die Muldestädter, welche sich jedoch bis zur Pause im Auslassen hochkarätiger Möglichkeiten gegenseitig übertrafen. Robin Brand hatte nach einer Kombination das ganze Gehäuse vor sich, doch rettete Richter auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Schlussmann (25.). Kurz darauf hatte Rico Engler mit einem Lupfer den Gäste-Keeper bereits überlistet, doch kratzte der zurückgeeilte Berthold das Streitobjekt im letzten Moment von der Linie (31.). Mittlerweile hätte der Favorit längst führen müssen, doch auch in der Folgezeit traten in Sachen Chancenverwertung akute Mängel auf. Zunächst traf Engler aus extrem spitzem Winkel nur den Außenpfosten (38.), anschließend verfehlte erneut Engler nach einem schnell ausgeführten Markus-Einwurf aus vielversprechender Position wiederum das Ziel (39.). Als nächstes lief Brand nach gutem Spielzug aus halblinker Position allein auf das Tor zu, doch scheiterte der Grimmaer Kapitän abermals am gut reagierenden Schötzke (40.). Dass es torlos in die Pause ging, hatten sich die Grimmaer dementsprechend selbst zuzuschreiben.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf recht wenig. Bad Lausick präsentierte sich weiterhin sehr kompakt und warf alles in die Waagschale, Grimma blieb zwar dominant, doch agierte man im Ballvortrag weiterhin fehlerhaft. Allerdings wurden die Muldestädter vor dem Tor nun etwas zwingender. Tanzte die Kugel nach einer Eingabe von Vincent Markus zunächst auf der Querlatte (47.), ging der Favorit kurz darauf dann auch in Führung. Sehenswert über die Stationen Engler und Jackisch herausgespielt, brauchte der zur Pause eingewechselte Rocky Wedehase anschließend nur noch den Fuß hinhalten um die flache Eingabe Jackischs aus Nahdistanz zu verwandeln – 1:0 (50.). Der Anstoß war kaum vollzogen, da setzte sich abermals Wedehase resolut am Strafraum der Kurstädter durch, doch lenkte Schötzke dessen Schuss über den Kasten (51.). Doch waren im Anschluss daran einige Grimmaer Schaltpausen im Rückwärtsgang unübersehbar. Ruppelt machte sich nach gutem Spielzug auf der linken Seite auf und davon, doch lenkte Birkigt den Schuss im letzten Moment noch an die Querlatte (55.). Doch nur eine Minute später nutzten die Kurstädter den nächsten Defensiv-Aussetzer der Muldestädter. Nach einer Eingabe von rechts stand abermals Ruppelt im Sturmzentrum völlig frei und ließ sich diesmal die Chance nicht entgehen – 1:1 (56.). Allerdings muss man den Wohllebe-Schützlinge zugutehalten, die Verhältnisse recht schnell wieder gerade zu rücken. Zwei Minuten nach dem Ausgleich verwertete Oliver Kurzbach – nach sehenswertem Spielzug über die rechte Seite – eine flache Eingabe von Jackisch aus Nahdistanz mühelos zum 2:1 (58.). Kaum hatte sich im Anschluss daran der Minutenzeiger einmal herumgedreht, erhöhten die Grimmaer auf 3:1. Rico Engler profitierte zunächst von einem Bad Lausicker Fehlpass im Aufbauspiel und ließ Schötzke anschließend mit seinem trockenen Torabschluss nicht die Spur einer Chance – 3:1 (59.). Der Favorit hatte einmal kurz das Tempo angezogen, wobei sich im Anschluss daran weitere Gelegenheiten ergaben. So zischte zunächst ein Freistoß von Stefan Maruhn um Haaresbreite am Gehäuse der Kurstädter vorbei (62.), anschließend lenkte Schötzke einen Schuss von Engler an den Pfosten (68.). Doch nur wenig später schraubten die Muldestädter das Ergebnis weiter in die Höhe. Sehr gut von Stefan Tröger eingeleitet, blieb Jackisch vor dem Tor diesmal eiskalt und erhöhte für die Grimmaer auf 4:1 (69.). Allerdings gaben sich die äußerst fairen Kurstädter auch im Anschluss daran niemals auf und gestalteten das Resultat durch einen erneuten Schnitzer der Muldestädter freundlicher. Nach einem langen Ball hinter die Grimmaer Viererkette lief abermals Ruppelt allein auf Birkigt zu und verwandelte trocken zum 4:2 (80.). Auf der Gegenseite hatte der Sachsenligist in der Endphase jedoch noch weitere Gelegenheiten um das Ergebnis abermals auszubauen. Zunächst strich ein Schuss von Robert Schabram knapp am Gehäuse vorbei (82.), anschließend köpfte Maruhn einen Jackisch-Eckball aus Nahdistanz knapp über das Ziel (87.). Kurz vor Schluss vibrierte noch einmal das Gebälk der Kurstädter, als Jackisch mit einem kernigen Distanzschuss nur die Lattenoberkante traf (89.). So blieb es letztlich beim 4:2-Sieg der Grimmaer, die sich jedoch in den nächsten Wochen weiter steigern müssen und werden. Die Kurstädter dagegen werden nach der gezeigten Vorstellung in der Landesklasse sicherlich weiterhin für Furore sorgen.
Ein großer Dank gilt sowohl dem FC Bad Lausick, der nach der sehr kurzfristigen Absage am Donnerstagabend vom Testpartner 1. FC Romonta Amsdorf (Verbandsliga Sachsen-Anhalt) spontan einsprang, als auch der Stadtverwaltung Borna, die völlig komplikationslos den Kunstrasen im Rudolf-Harbig-Stadion für die Austragung dieses Testspiel zur Verfügung stellte. Dafür möchte sich der FC Grimma ganz herzlich bedanken.
Tom Rietzschel

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